Einladung zum Geschichts-Kaffee – Zonengrenze Wahrenberg an der Elbe

Die Elbe im schönen Storchendorf Wahrenberg ist ein malerischer Anblick – bis vor 30 Jahren war sie jedoch eine oft tödliche Zonengrenze. Heute zieht sich entlang des innerdeutschen Sperrgebiets der größte Biotop-Verbund Deutschlands, das Grüne Band, das Gedenkorte und Naturerlebnisse, aber auch Menschen miteinander verbindet.
Wie lebte es sich direkt an der Zonengrenze? Wir laden Sie herzlich auf einen „Geschichts-Kaffee“ und zum Austausch mit Zeitzeug*innen aus der Region ein!

30 Jahre Grünes Band – Perspektiven für die Region Altmark

Das grüne Band ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen in der Region Altmark in Sachsen-Anhalt wollen wir diskutieren, wie das Potential des Grünen Bandes für die Region genutzt und weiterentwickelt werden kann.

Ausstellungseröffnung: Justiz im Nationalsozialismus

Am 9. Juli, 18:00 Uhr wird die Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes“ im Bestehornhaus in Aschersleben eröffnet, bis zum 28. August kann sie in den dortigen Räumlichkeiten besichtigt werden.

Exkursion: GRENZ(Erfahrungen) – Unterwegs am Grünen Band

Exkursion für junge Menschen (18-27 Jahre): 30 Jahre nach dem Mauerfall wollen wir das Grüne Band vor Ort gemeinsam erkunden. Wir wollen eintauchen in Geschichte und Natur, mit Zeitzeug*innen sprechen und uns austauschen über das Leben an einem solchen Grenzstreifen. Wir wollen über Grenzen sprechen, damals und heute – wie sie unser Leben und unsere Gesellschaft prägen und wie wir Grenzen überwinden können.

„…im Frühling hat man keine Lust zu sterben!“

Krystina, Johanna, Hildegard. Sechs Stunden blieben ihnen, um zu wählen, was noch zu sagen ist und wem. Sechs Stunden bis zum sicheren Tod, kühl und professionell organisiert in Nazideutschland. Im szenischen Arrangement von Sandra Bringer lässt Figurenspielerin Julia Raab einige der 43 Frauen, die während der Nazi-Diktatur im Halleschen „Roten Ochsen“ durch das Fallbeil starben, zu Wort kommen. Durch Mittel des Objekt- und Figurentheaters werden die schockierenden Dokumente der Unmenschlichkeit und die in diesem Zusammenhang entstandenen letzten Briefe der Frauen in einen ergreifenden Dialog gesetzt.

Dui Rroma – zwei Generationen, eine Geschichte

Der Dokumentarfilm Dui Rroma erzählt die Geschichte Hugo Höllenreiners, einem Sinto, der mehrere Konzentrationslager überlebte und Opfer des KZ-Arztes Josef Mengele wurde. Im anschließendem Gespräch mit der Regisseurin Iovanca Gaspar, Gjulner Sejdi (Romano Sumnal e.V.) und Andreas Hemming (AWO SPI, Beratungsstelle für Roma) sprechen wir über historische und aktuelle Diskriminierungen von Sinti und Roma, über die Lage für die Minderheit der Roma in Europa, Deutschand und Halle und darüber, wie Selbstorganisation Empowerment für Minderheiten schaffen kann und was es dafür braucht.

Radio Django! Konzert und Begegnung

Zur Eröffnung und im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung ‚…Vergiß die Photos nicht, das ist sehr wichtig … – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ laden wir am 4. Juni nach der Ausstellungseröffnung um 18:00 Uhr (Ratshof), um 20:00 Uhr zum Konzert von Radio Django in die Goldene Rose.

Radio Django sind ein völlig neuartiges Berliner Gypsy-Jazz-Kollektiv aus dem Top-Solo-Gitarristen Janko Lauenberger (Sinti-Swing Berlin / Martin Weiss Family Band) und dem Geiger Daniel Weltlinger (Lulo Reinhardt Latin-Swing-Projekt / Karsten Troyke) mit einem driving rhythm section von Giovanni Steinbach und Santino Bamberger auf Rhythmusgitarren und Max Hartmann auf Kontrabass. Der originale „Hot-Club“ Sound von Django Reinhardt und Stephane Grappelli spielt direkt aus der Tradition des 21. Jahrhunderts Gypsy-Jazz mit einem neuen Sound in einer neuen Zeit aus einer erneuerten Stadt…

Ausstellungseröffnung: ‚…Vergiß die Photos nicht, das ist sehr wichtig…‘

Wir eröffnen die Ausstellung ‚…Vergiß die Photos nicht, das ist sehr wichtig…‘ am 4. Juni mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters Bernd Wiegand und einer Einführung durch die Ausstellungsmacherin Jana Müller (AJZ Dessau). Wir freuen uns besonders auf die Teilnahme von Raffaela Laubinger, der Tochter eines Auschwitz-Überlebenden, die uns auch erzählt, wie es für ihre Familie nach der Zeit des Nationalsozialismus weiterging.

Erinnern heißt Partei ergreifen

Gemeinsam mit Miteinander e.V. haben wir ein Bildungsmaterial zu den Todesopfern rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt seit 1990 entwickelt. Ziel des gerade erschienenen Bildungsmaterials „Erinnern heißt Partei ergreifen“ ist es, vor allem jungen Menschen und weiteren Interessierten die Schicksale der Getöteten näher zu bringen, für die Perspektiven Hinterbliebener und Betroffener rechter Gewalt und damit auch für verschiedene Lebenslagen, Alltagswelten, Diskriminierungsformen und gesellschaftliche Machtverhältnisse zu sensibilisieren.