Tagung: „Das Übersehenwerden hat Geschichte“ | 8.5.

UPDATE: Online-Anmeldung nun möglich | So wie Frauen in der historischen Betrachtung meist unsichtbar blieben (und bleiben), so erging es den ostdeutschen Lesben mit Blick auf die Geschichtsschreibung zur Homosexualität in der DDR. Denn oft sind ausschließlich Schwule gemeint, wenn von „homosexuellen Gruppen“ die Rede ist. Die Existenz zahlreicher Lesbengruppen und ihr Engagement zur Zeit der friedlichen Revolution bleiben in zeitgeschichtlichen Betrachtungen meist unerwähnt. Mit unserem Fachtag wollen wir daher einen erneuten Blick auf die Geschichte werfen.
Freitag, 08. Mai 2015, 13:30 bis 19:00 Uhr, Halle

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!

Die Ausstellung dokumentiert den Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre genauer. Die Frauengruppen kämpften gegen Militarisierung und atomare Aufrüstung. Mit Protestaktionen machten sie in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam und gerieten so in Konflikt mit dem SED-Regime. Wir fragen: Welche Wirkung hatte ihre Arbeit? Und wie ist die Staatssicherheit mit den entstandenen Gruppierungen umgegangen?
Donnerstag, 06. November 2014, 19:00 Uhr, Magdeburg

25 Jahre Friedliche Revolution – 25 Jahre revolutionäre Aufarbeitung?

Der Umgang der Bundesrepublik mit der Aufarbeitung SED-Diktatur in der ehemaligen DDR ist weltweit einmalig. Dennoch merken KritikerInnen an, dass im Aufarbeitungsprozess der Blick auf Alltagswirklichkeiten und Lebenserfahrungen fehlt, was sich unter anderem in „Rechtferigung(en) und Beschönigung(e) der Verhältnisse in der DDR“ (Robert Jahn, Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen) niederschlägt. Wir diskutieren über die ambivalenten Einschätzungen und fragen nach Lücken und Erfolgen der Aufarbeitung.
Mittwoch, 29. Oktober 2014, 19:00 Uhr, Halle (Saale)