Hannes Heer: Mein 68

Hannes Heer, Jahrgang 1941, führt in die Geschichte der Revolte in zweifacher Weise ein – mit einem Vortrag und einem Film: „Mein 68. Ein verspäteter Brief an meinen Vater“ versucht eine im Leben gescheiterte und nur filmisch mögliche argumentative Auseinandersetzung des Autors mit seinem Vater. Dieser, früher NSDAP-Mitglied und nach dem Krieg CDU-Wähler, reagierte auf den politischen Aufbruch der damaligen Studentengeneration und seines eigenen Sohnes mit hasserfülltem Unverständnis und brach 1968 alle Brücken zu ihm ab.

Politik und Psychodelic

Das Jahr 1968 war weltweit ein Aufbruch in vehementer Ablehnung der Verhältnisse, die sich schnell auch in den Ländern des Warschauer Pakts etablierte. Deren „Love, Peace & Happiness“ wurde schnell zur Provokation, auf die repressiv reagiert wurde. Aber die Saat der Subkultur konnte nicht komplett unterdrückt werden, zumal das System sich im Widerspruch bewegte, den antikapitalistischen Jugend-Bewegungen des Westens wie der Dritten Welt aufgeschlossen gegenüber wirken zu wollen.

Fachtag zu sozial gerechter Beschaffung von Arbeitskleidung

Von Küchenschürze bis Blaumann: Fachtag zu fairer Arbeits- und Dienstkleidung in der öffentlichen Beschaffung. Welche Möglichkeiten gibt es, im Rahmen des geltenden Rechts auf nachhaltige Produktionsbedingungen mit Beschaffungsaufträgen hinzuwirken? Was benötigen die potentiellen AuftragnehmerInnen, um sich auf die veränderte Nachfrage einstellen zu können? Welche Sozialsiegel und Zertifizierungen sind im Bereich Textilien glaubwürdig?

The Green Lie | Halle

Ob Thunfisch, dicke Autos, Palmöl, oder Kohlekraft – alles was bislang schädlich war, gibt es nun auch „nachhaltig“. Der neue Dokumentarfilm von Werner Boote deckt dreiste Lügen und Greenwashing-Strategien großer Konzerne auf.

DATEN – Das Öl des 21. Jahrhunderts?

Daten und der Rohstoff Öl – ein Vergleich, den Politiker, Wissenschaftler und Journalisten weltweit immer wieder bemühen. Doch inwiefern ist er überhaupt berechtigt? Und vor allem: Was kann man aus einem Jahrhundert des Öls für ein Jahrhundert der Daten lernen? Buchvorstellung und Gespräch mit dem Digitalexperten Malte Spitz.

„…schon fünf Jahre, oder noch länger lebst du in dieser Wüste…“

Im Winter 1942/ 43, während Sophie Scholl mit den Aktionen der „Weißen Rose“ das nationalsozialistische Regime bekämpfte, war der Wehrmachtsoffizier Fritz Hartnagel im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. In dieser Zeit wechselten die beiden Briefe, die einerseits ihre tiefe ernsthafte Liebesbeziehung widerspiegeln, andererseits ihre weltanschauliche und politische Entwicklung während der Ereignisse zwischen 1937 und 1943. Lesung mit Julia Raab und Martin Kreusch im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus 2018.

Religionsfreiheit und Gleichberechtigung im int. Menschenrecht | Vortrag Ulrike Lembke

Ob Kopftuch, Burka oder die Teilnahme von Mädchen am Sportunterricht: Oft wird einer bestimmten Religion unterstellt, der Gleichberechtigung der Geschlechter entgegen zu wirken. Dabei haben alle großen Religionen sowohl starre Geschlechterbilder und Rollenvorstellungen als auch emanzipatorisches Potential für Geschlechtervielfalt. Stattdessen wird ein Kulturkampf angeheizt, in dem die Rede von der Gleichberechtigung vor allem dazu dient, islamische Religionen als rückständig und frauenfeindlich zu brandmarken und sich selbst als fortschrittlich und aufgeklärt darzustellen. Im Vortrag befasst sich Prof. Dr. Ulrike Lembke mit den Spannungsverhältnissen von Religion und Geschlechtergerechtigkeit.

„…schon fünf Jahre, oder noch länger lebst du in dieser Wüste…“

Im Winter 1942/ 43, während Sophie Scholl mit den Aktionen der „Weißen Rose“ das nationalsozialistische Regime bekämpfte, war der Wehrmachtsoffizier Fritz Hartnagel im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. In dieser Zeit wechselten die beiden Briefe, die einerseits ihre tiefe ernsthafte Liebesbeziehung widerspiegeln, andererseits ihre weltanschauliche und politische Entwicklung während der Ereignisse zwischen 1937 und 1943. Lesung mit Julia Raab und Martin Kreusch im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus 2018.

Nachklapp Glyphosat | Der Kampf gegen Monsanto

Zum Weiterlesen – Die Filmvorführung zu Glyphosat hat einen regen Publikumsaustausch ausgelöst. Hier wie gewünscht einige Links zur Vertiefung der im Publikum besprochenen Themen: Glyphosat macht Pflanzen resistent, die es eigentlich zerstören soll. Ob die Agrochemikalie auch Krebs verursachen kann – darüber streiten in der EU die Fachleute mit ungleichen Waffen. https://www.boell.de/de/2016/01/13/kampf-um-die-chemische-keule Bunte Insektenwiesen statt […]