Volker Weiß: 1968 – Feindbild und Geburtsstunde der Neuen Rechten?

1968 markiert nicht nur die Geburtsstunde einer linken Bewegung jenseits der Sozialdemokratie, sondern auch einen Erneuerungsprozess des rechten Spektrums, das heute unter den Begriff der Neuen Rechten gefasst wird.Diese greift in ihren Aktionen u. a. Formate der außerparlamentarischen Bewegung der 68er auf. Mit dem Historiker und Autor Volker Weiß diskutieren wir, ob die häufig genannte Parallele mit der APO tragfähig ist. Gleichzeitig erklärt er, warum in den letzten Jahren namhafte Protagonisten von ’68 den Weg nach scharf rechts eingeschlagen haben und wie die Neue Rechte wirksam zu stellen ist.

Im Osten nichts Neues?

Was hat die derzeitige globale Krise der Demokratie mit 1968 zu tun? Und wie sieht das mit Blick auf Ostdeutschland aus? Ist die Anziehung eines Viertels der Bevölkerung für autoritäre und rassistische Bewegungen wie Pegida oder die AfD eine Folge der fehlenden ’68 Revolution im Osten Deutschlands? Diese und weitere Fragen diskutieren der DDR-Oppositionelle und Historiker Bernd Gehrke, Thorsten Hahnel (Miteinander e.V.) und Prof. Dr. Petra Dobner (Lehrstuhl für Systemanalyse und Vergleichende Politikwissenschaft, MLU)

Nein heißt Nein – und alles gut?

Bislang war bei sexuellen Übergriffen ein klares „Nein“ war nicht ausreichend, um Widerwillen auszudrücken. Wer sich nicht deutlich genug wehrte, fiel durch die Lücke im Strafgesetz, die Täter wurden freigesprochen. Erst nach den rassistisch aufgeladenen Debatten zu Silvesterübergriffen in Köln wurde im Jahr 2016 der §177 des Strafgesetzbuchs reformiert. Im Vortrag wird sich die Juristin Romy Klimke kritisch mit der Strafrechtsreform auseinandersetzen.

Seminar Populismus am Mittagstisch | Halle

Tagesseminar zur Einordnung rechter Aussagen im nahen Umfeld und zum Erlernen von Kommunikationsstrategien, um auf rechte Aussagen selbstbewusst und zielgerichtet zu reagieren.

„Ich komm auf Deutschland zu“

Der Vortrag des Migrationsexperten Jochen Oltmer verbindet die historische Analyse und die gegenwärtige Bewertung deutscher Migrations- und Flüchtlingspolitik. In deren Fokus stehen seit drei Jahren Menschen aus Syrien. Über die verzweifelte Lage in seinem Heimatland, seine Flucht und sein Ankommen in Deutschland hat der youtube-Star Firas Alshater das viel beachtete Buch „Ich komm auf Deutschland zu. Ein Syrer über seine neue Heimat“ geschrieben, aus welchem er in Auszügen lesen wird.

Religionsfreiheit und Gleichberechtigung im int. Menschenrecht | Vortrag Ulrike Lembke

Ob Kopftuch, Burka oder die Teilnahme von Mädchen am Sportunterricht: Oft wird einer bestimmten Religion unterstellt, der Gleichberechtigung der Geschlechter entgegen zu wirken. Dabei haben alle großen Religionen sowohl starre Geschlechterbilder und Rollenvorstellungen als auch emanzipatorisches Potential für Geschlechtervielfalt. Stattdessen wird ein Kulturkampf angeheizt, in dem die Rede von der Gleichberechtigung vor allem dazu dient, islamische Religionen als rückständig und frauenfeindlich zu brandmarken und sich selbst als fortschrittlich und aufgeklärt darzustellen. Im Vortrag befasst sich Prof. Dr. Ulrike Lembke mit den Spannungsverhältnissen von Religion und Geschlechtergerechtigkeit.

NS Verfolgung und Ausgrenzung | Film & Gespräch

Anhand des Schicksals der 14-jährigen Maria Potrzeba schildert der Film „…dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung“ den Umgang mit sogenannten „Asozialen“ im Dritten Reich und ihre Stigmatisierung bis in die Gegenwart.