Nein heißt Nein – und alles gut?

Bislang war bei sexuellen Übergriffen ein klares „Nein“ war nicht ausreichend, um Widerwillen auszudrücken. Wer sich nicht deutlich genug wehrte, fiel durch die Lücke im Strafgesetz, die Täter wurden freigesprochen. Erst nach den rassistisch aufgeladenen Debatten zu Silvesterübergriffen in Köln wurde im Jahr 2016 der §177 des Strafgesetzbuchs reformiert. Im Vortrag wird sich die Juristin Romy Klimke kritisch mit der Strafrechtsreform auseinandersetzen.

Religionsfreiheit und Gleichberechtigung im int. Menschenrecht | Vortrag Ulrike Lembke

Ob Kopftuch, Burka oder die Teilnahme von Mädchen am Sportunterricht: Oft wird einer bestimmten Religion unterstellt, der Gleichberechtigung der Geschlechter entgegen zu wirken. Dabei haben alle großen Religionen sowohl starre Geschlechterbilder und Rollenvorstellungen als auch emanzipatorisches Potential für Geschlechtervielfalt. Stattdessen wird ein Kulturkampf angeheizt, in dem die Rede von der Gleichberechtigung vor allem dazu dient, islamische Religionen als rückständig und frauenfeindlich zu brandmarken und sich selbst als fortschrittlich und aufgeklärt darzustellen. Im Vortrag befasst sich Prof. Dr. Ulrike Lembke mit den Spannungsverhältnissen von Religion und Geschlechtergerechtigkeit.