Hannes Heer: Mein 68

Hannes Heer, Jahrgang 1941, führt in die Geschichte der Revolte in zweifacher Weise ein – mit einem Vortrag und einem Film: „Mein 68. Ein verspäteter Brief an meinen Vater“ versucht eine im Leben gescheiterte und nur filmisch mögliche argumentative Auseinandersetzung des Autors mit seinem Vater. Dieser, früher NSDAP-Mitglied und nach dem Krieg CDU-Wähler, reagierte auf den politischen Aufbruch der damaligen Studentengeneration und seines eigenen Sohnes mit hasserfülltem Unverständnis und brach 1968 alle Brücken zu ihm ab.

DATEN – Das Öl des 21. Jahrhunderts?

Daten und der Rohstoff Öl – ein Vergleich, den Politiker, Wissenschaftler und Journalisten weltweit immer wieder bemühen. Doch inwiefern ist er überhaupt berechtigt? Und vor allem: Was kann man aus einem Jahrhundert des Öls für ein Jahrhundert der Daten lernen? Buchvorstellung und Gespräch mit dem Digitalexperten Malte Spitz.

Mediendebatte: Tagesschau forever?

Selten standen die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland und Europa so im Sturm der Kritik wie derzeit. Wir laden ein zur Debatte über die Reformvorschläge und darüber, was uns als Gesellschaft ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk wert sein sollte. Wie sollen die Öffentlich-Rechtlichen Medien zukünftig aufgestellt werden? Und was ist ihr (Bildungs-)Auftrag im digitalen Zeitalter? In Kooperation mit dem Presseclub Magdeburg e.V.

Schule, Schule

„SCHULE, SCHULE – die Zeit nach Berg Fidel“ knüpft an den Dokumentarfilm Berg Fidel – Eine Schule für alle an. David, Jakob, Anita und Samira haben an der inklusiven Grundschule „Berg Fidel“ in altersgemischten Klassen gelernt. Die eine oder andere Beeinträchtigung spielte dabei keine große Rolle, dafür hatten die Schüler*innen die Chance, ihre unterschiedlichen Potentiale zur Entfaltung zu bringen. Nach der vierten Klasse mussten sie sich trennen und auf unterschiedliche weiterführende Schulen wechseln. Filmgespräch mit der Regisseurin Hella Wenders!

Tigris Rebellen

Wie das berühmte “letzte gallische Dorf”, leisteten die Bewohner des kurdischen Dorfes Schkefta, 30 km südlich der Provinzstadt Batman, jahrzehntelang Widerstand gegen die grausame Unterdrückung des Großgrundbesitzers und des türkischen Militärs. Mit Stationen u.a. in einem irakisch-kurdischen Flüchtlingslager und dem damals umkämpften Kobane erzählt dieser Film die Geschichte von einfachen Menschen, die darauf bestehen – wie der Dichter sagt – zu “Leben! Frei und einzeln wie ein Baum, brüderlich wie ein Wald.” Filmgespräch mit Regisseur Nedim Hazar.

Good Bot, Bad Bot?

500 US-Dollar. Diese Summe genügt, um 10.000 fiktive Twitter-Accounts über eine Software im eigenen Sinne zu steuern. Eine Kleinstadt, die alles liken und retweeten kann, was man ihr befiehlt, eine Masse, die den eigenen Hashtag in die Trends katapultieren kann. Wir diskutieren, wie Social Bots die gesellschaftliche Meinungsbildung beeinflussen können, was der Einsatz von virtuellen Identitäten für die demokratische Streitkultur bedeutet und wie wir kreativ mit dem Phänomen der Social Bots in einer vernetzten Welt umgehen können.

Betzavta – Workshop zu demokratischen Gruppenstrukturen

Im Alltag navigieren wir regelmäßig zwischen unseren eigenen Interessen und den Bedürfnissen anderer. Im Betzavta-Workshop hinterfragen wir mit den Trainer*innen Judith Linde-Kleiner und Sandra Grosset unser Verständnis von demokratischen Entscheidungs- und Gruppenprozessen.

Der Schoß ist fruchtbar noch. Was also tun?

Der letzte Termin unserer Reihe „Rechtspopulimus im Fokus: Ursachen, Wirkungen und (Gegen-)Strategien steht ganz im Zeichen von Handlungsmöglichkeiten, Strategien und ‘guten Ratschlägen’ für den Haus-, Dienst- und Straßengebrauch. Wir wollen gemeinsam diskutieren, wie man sich hier und heute effektiv für eine offene Gesellschaft einsetzen kann.

Gegen Demagogie: Bildung für die offene Gesellschaft

Rechtspopulismus tritt in erster Linie als ressentimentgeladene Protestbewegung gegen eine ‘falsche’ politische Elite auf. Unzureichende politische Vorbildung erschwert es Jugendlichen wie Erwachsenen, konstruktiv an der politischen Auseinandersetzung mitzuwirken. Welche Ansätze stehen der politischen Erwachsenenbildung, Sozialen Arbeit und im Schulunterricht zur Verfügung? Welcher gesellschaftlichen Verantwortung sehen sich Praktiker*innen in Sozialer Arbeit und in der Schule gegenüber?

Demokratie.Macht.Schule

Die Schule ist ein prägender Ort. Hier (er)lernen wir nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Handlungsweisen und Einstellungen. Leider erleben viele Schüler*innen an Schulen aber auch Diskriminierung und Exklusion – mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und auf den eigenen Lebensweg als ‚Gewinner‘ oder ‚Verlierer‘ der (Bildungs-)Gesellschaft. Unsere Referentin Dorothea Schütze (Institut für Demokratietentwicklung) begleitet und berät längerfristige Schulentwicklungsprozesse nach dem Konzept der Demokratischen Schulentwicklung (Schütze/Hildebrandt). Sie stellt im Rahmen ihres Vortrags dieses Schulentwicklungskonzept vor.