DIESE ANGST… Jürgen Fuchs als Schriftsteller im Widerstand

Eine Beschäftigung mit Jürgen Fuchs, dem charismatischen Dissidenten und talentierten Schriftsteller, lohnt immer. Wir werfen gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler Ernest Kuczinsky und der Autorin und Journalistin Doris Liebermann einen Blick auf sein Werk und die damaligen Lebensumstände in der DDR und West-Berlin.

Das Übersehenwerden hat Geschichte | Publikation

Dieser erweiterte Tagungsband des Fachtags „Das Übersehenwerden hat Geschichte“ beschäftigt sich mit Leerstellen in der historischen Betrachtung der DDR und der Homosexuellen- bzw. Lesbenbewegungen.

Tagung: „Das Übersehenwerden hat Geschichte“ | 8.5.

UPDATE: Online-Anmeldung nun möglich | So wie Frauen in der historischen Betrachtung meist unsichtbar blieben (und bleiben), so erging es den ostdeutschen Lesben mit Blick auf die Geschichtsschreibung zur Homosexualität in der DDR. Denn oft sind ausschließlich Schwule gemeint, wenn von „homosexuellen Gruppen“ die Rede ist. Die Existenz zahlreicher Lesbengruppen und ihr Engagement zur Zeit der friedlichen Revolution bleiben in zeitgeschichtlichen Betrachtungen meist unerwähnt. Mit unserem Fachtag wollen wir daher einen erneuten Blick auf die Geschichte werfen.
Freitag, 08. Mai 2015, 13:30 bis 19:00 Uhr, Halle

Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!

Die Ausstellung dokumentiert den Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre genauer. Die Frauengruppen kämpften gegen Militarisierung und atomare Aufrüstung. Mit Protestaktionen machten sie in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam und gerieten so in Konflikt mit dem SED-Regime. Wir fragen: Welche Wirkung hatte ihre Arbeit? Und wie ist die Staatssicherheit mit den entstandenen Gruppierungen umgegangen?
Donnerstag, 06. November 2014, 19:00 Uhr, Magdeburg

25 Jahre Friedliche Revolution – 25 Jahre revolutionäre Aufarbeitung?

Der Umgang der Bundesrepublik mit der Aufarbeitung SED-Diktatur in der ehemaligen DDR ist weltweit einmalig. Dennoch merken KritikerInnen an, dass im Aufarbeitungsprozess der Blick auf Alltagswirklichkeiten und Lebenserfahrungen fehlt, was sich unter anderem in „Rechtferigung(en) und Beschönigung(e) der Verhältnisse in der DDR“ (Robert Jahn, Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen) niederschlägt. Wir diskutieren über die ambivalenten Einschätzungen und fragen nach Lücken und Erfolgen der Aufarbeitung.
Mittwoch, 29. Oktober 2014, 19:00 Uhr, Halle (Saale)

Vor-Premiere! „Die Familie“ Dokumentarfilm

Die Familie“ befasst sich mit den Familien von Opfern von Mauerschützen. Der Film zeigt einstige Schauplätze, wirft einen Blick in Stasiakten und zeigt, welche Folgen das unmenschliche Grenzregime der DDR bis heute für die Angehörigen hat. Mit dem Regisseur Stefan Weinert sprechen wir über individuelle Schuld, Nostalgie und Aufarbeitung.
Dienstag, 28. Oktober 2014, 18:30 Uhr, Magdeburg

Mitgift – Umweltverbrechen in der DDR

„Mitgift“ nannte man in Westdeutschland das, was die DDR an Umweltschäden in die Wiedervereinigung mitbrachte. Der Film dokumentiert wie verheerend der Umgang der DDR mit Natur und Umwelt war. Anschließend diskutieren wir darüber, wie diese Umstände viele Menschen in den 80ern nachhaltig politisierten und werfen einen Blick auf die heutige Umweltpolitik.
Montag, 13. Oktober 2014, 18:00 Uhr, Dessau-Roßlau