Das grüne Gold der Einheit – 30 Jahre Nationalparkprogramm (Live-Stream)

Es war der Naturschutz-Coup in den 90er Jahren. Einer kleinen Gruppe von Naturschutz-Protagonist*innen in der ehemaligen DDR und ihren Unterstützer*innen aus dem Westen Deutschlands gelang es, dass 4,5% der Fläche der damaligen DDR, als Naturschutzgebiete in den Einigungsvertrag aufgenommen wurden. In Zeiten von Klimakrise und Artensterben ist dieses grüne Gold der Einheit ein kostbares Gut – wir erinnern an die Geschichte und diskutieren über gegenwärtige Herausforderungen.

Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR

„UFERFRAUEN“ ist ein Dokumentarfilm, der die Lebensgeschichten von sechs lesbischen Frauen nachzeichnet und portraitiert, wie diese in der DDR – in der Stadt und auf dem Land – gleichgeschlechtlich liebten und lebten. Diese sechs ganz unterschiedlichen Biografien stehen exemplarisch für die bisher unerzählte lesbische Geschichte in der Spannweite von innigen Liebesgeschichten bis hin zu staatlicher Unterdrückung. Mit anschließendem Filmgespräch mit Regisseurin und Protagonistinnen.

Live-Stream: Die Übernahme – Buchvorstellung und Gespräch

Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung wollen wir gemeinsam mit dem Geschichtswissenschaftler und Autoren Ilko-Sascha Kowalczuk Bilanz ziehen. Was genau lief im Osten ab, als er vom Westen übernommen wurde? Worin unterscheidet sich Ostdeutschland von anderen Regionen in der Bundesrepublik? Und weshalb sind Populisten und Extremisten hier so erfolgreich? Wir streamen das Gespräch, das von Ellen Schweda (u.a. mdr kultur) moderiert wird, live auf unserer Facebook-Seite.

Umkämpfte Zone – Lesung mit Ines Geipel

Seit 2015 haben sich die politischen Koordinaten unseres Landes stark verändert – insbesondere im Osten Deutschlands. Was hat die breite Zustimmung zu Pegida, AfD und rechtsextremem Gedankengut möglich gemacht? Ines Geipel folgt den politischen Mythenbildungen des neu gegründeten DDR-Staates, seinen Schweigegeboten, Lügen und seinem Angstsystem, das alles ideologisch Unpassende harsch attackierte.

30 Jahre Friedliche Revolution – Das freiheitlich-demokratische Erbe leben

Vor 30 Jahre folgten viele Menschen ihrem Traum von politischer Freiheit und gingen friedlich für ein demokratisches Land auf die Straße. Die Parolen „keine Gewalt“, „Offen für alle“ und „Schwerter zu Pflugscharen“ verdeutlichen die humanen Werte, von denen die Friedliche Revolution getragen wurde. Wie erlebten damals aktive Bürgerrechtlerinnen diese Zeit des Übergangs und des Wandels? Gemeinsam mit der damaligen Zeitzer Gemeindepädagogin Martina Franke, mit der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen Birgit Neumann-Becker und Dr. Ellen Überschär (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) wollen wir einen Blick zurück werfen, aber auch die Gegenwart und Zukunft in den Blick nehmen.

Wir bitten nicht länger um Erlaubnis

Auftakt zur Aktionstagung: Film und Filmgespräch zu Piratenradios in der BRD und DDR.
Am Bodensee ertönte „Radio Wellenbrecher“, in Offenburg „Radio Paranoia“, in Regensburg „Radio Freie Schnauze“, in Hamburg „Radio Hafenstraße“, in Köln „Radio Wahnsinn“ und in Göttingen „Radio Pflasterstein“. Auch in der BRD entstanden Ende der 70er Jahre illegale Piratensender, die selten länger als 30 Minuten pro Aktion und aus Protest gegen Umweltzerstörung, Atomkraftwerke oder Wohnraumnot via UKW agitieren. Sie wurden von Polizei und Bundespost verfolgt – wir sprechen mit früheren Aktivist*innen in der BRD und DDR.

Die doppelte Mauer – Rassismus zur Zeit der DDR bis heute

„Die doppelte Mauer“ bezeichnet nach Paulino Miguel neben der Grenzmauer zwischen West- und Ostdeutschland zudem die Erfahrung des Abgeschottetseins von Migrant*innen und PoCs in der Gesellschaft der ehemaligen DDR. Dabei sollen die Kontinuitäten von strukturellem sowie personellem Rassismus und Neonazismus seit Gründung der DDR bis hin zu aktuellen Verhältnissen aufgezeigt werden.
Im Podiumsgespräch mit Paulino Miguel und Antonio Jaime, ehemaligen Schülern der „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt sowie Ibraimo Alberto, einem ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeiter, wollen wir zum einen über ihre Erfahrungen und Erinnerungen an die ehemalige DDR sowie über ihre Wahrnehmung der „Doppelten Mauer“ und der gesellschaftlichen Verhältnisse reden.

Einladung zum Geschichts-Kaffee – Zonengrenze Wahrenberg an der Elbe

Die Elbe im schönen Storchendorf Wahrenberg ist ein malerischer Anblick – bis vor 30 Jahren war sie jedoch eine oft tödliche Zonengrenze. Heute zieht sich entlang des innerdeutschen Sperrgebiets der größte Biotop-Verbund Deutschlands, das Grüne Band, das Gedenkorte und Naturerlebnisse, aber auch Menschen miteinander verbindet.
Wie lebte es sich direkt an der Zonengrenze? Wir laden Sie herzlich auf einen “Geschichts-Kaffee” und zum Austausch mit Zeitzeug*innen aus der Region ein!