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Umkämpfte Zone – Lesung mit Ines Geipel

10. März | 19:30 - 21:30

Umkämpfte Zone
Mein Bruder, der Osten und der Hass
Buchvorstellung und Gespräch mit Ines Geipel

Seit 2015 haben sich die politischen Koordinaten unseres Landes stark verändert – insbesondere im Osten Deutschlands. Was hat die breite Zustimmung zu Pegida, AfD und rechtsextremem Gedankengut möglich gemacht? Ines Geipel folgt den politischen Mythenbildungen des neu gegründeten DDR-Staates, seinen Schweigegeboten, Lügen und seinem Angstsystem, das alles ideologisch Unpassende harsch attackierte. Seriöse Vergangenheitsbewältigung konnte unter diesen Umständen nicht stattfinden. Vielmehr wurde eine gezielte Vergessenspolitik wirksam, die sich auch in den Familien spiegelte – paradigmatisch sichtbar in der Familiengeschichte der Autorin.

Ines Geipel war Weltrekord-Athletin in der DDR und ist heute Professorin für Verskunst an der Hochschule „Ernst Busch“ und Schriftstellerin. Mit ihr sprechen wir im Anschluss über verdrängte deutsche Geschichte, politische Umschreibungen nach der deutschen Einheit und darüber, warum es aus ihrer Sicht einen Neustart der DDR-Aufarbeitung braucht und wie dieser aussehen könnte.

Moderation: Bastian Wierzioch (Journalist, u.a. MDR Kultur)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit der Stadtbibliothek Magdeburg.
Der Eintritt ist frei.

Details

Datum:
10. März
Zeit:
19:30 - 21:30
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