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Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR

8. September | 17:30 - 20:00

Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR
Wie lebte es sich als lesbische Frau in der DDR?

„UFERFRAUEN“ ist ein Dokumentarfilm, der die Lebensgeschichten von sechs lesbischen Frauen nachzeichnet und portraitiert, wie diese in der DDR – in der Stadt und auf dem Land – gleichgeschlechtlich liebten und lebten. Diese sechs ganz unterschiedlichen Biografien stehen exemplarisch für die bisher unerzählte lesbische Geschichte in der Spannweite von innigen Liebesgeschichten bis hin zu staatlicher Unterdrückung. Wie lebten sie, die vom Sozialismus geprägten Mütter, Arbeiterinnen und Kämpferinnen, diese oftmals „unsichtbaren“ Lesben? Die „UFERFRAUEN“ bebildern ein in der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommenes Thema und erzählen ein spannendes Stück deutscher Geschichte.

Der Filmtitel „UFERFRAUEN“ übernimmt eine sinnbildliche Rolle und vermittelt das omnipräsente Gefühl der Frauen von der Einsamkeit als Außenseiterin, der gesellschaftlichen Tabuisierung von Homosexualität und dem Zwang nach Konformität und Anpassung in einem repressiven Staat – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren trockenen Ufer zu bleiben.

„Uferfrauen“ begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der ehemals sozialistischen Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: Christiane aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Elke und Langzeit-Paar Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt.

Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. So wird ergründet, wie das lesbische Sein unter den Bedingungen des sozialistischen Regimes und seiner Gesellschaft bis heute nachwirkt. Die portraitierten Frauen blieben sich selbst treu, richteten sich damit jedoch gegen die staatlichen Dogmen und waren deshalb Repressionen ausgesetzt.

Uferfrauen vermittelt das omnipräsente Gefühl von der Einsamkeit als Außenseiterin, der gesellschaftlichen Tabuisierung von Homosexualität, dem Zwang nach Konformität und der Anpassung in einem repressiven Staat – ein Leben am (privaten) Rand der Gesellschaft, immer im persönlichen Zwiespalt, ins kalte Wasser zu springen oder am sicheren Ufer zu bleiben. Dabei verfolgten die Protagonistinnen in ihrer Verschiedenheit doch das gleiche Ziel: Die Suche nach dem persönlichen (Liebes)Glück.

Die Regisseurin Barbara Wallbraun sowie zwei Protagonistinnen werden am Abend für ein Gespräch vor Ort sein.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Prideweek – eine Kooperation von Dornrosa e.V. und Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V..

Details

Datum:
8. September
Zeit:
17:30 - 20:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Zazie Kino und Bar
Kleine Ulrichstraße 22
Halle (Saale) , Deutschland