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Tigris Rebellen

21. September | 18:00 - 20:00

‚Leben! Frei und einzeln wie ein Baum, brüderlich wie ein Wald‘

Wie das berühmte “letzte gallische Dorf”, leisteten die Bewohner des kurdischen Dorfes Schkefta, 30 km südlich der Provinzstadt Batman, jahrzehntelang Widerstand gegen die grausame Unterdrückung des Großgrundbesitzers und des türkischen Militärs. Die einen wollten die Ländereien der Bauern aneignen, die anderen wollten in ihrem Krieg gegen die PKK-Guerillas bezahlte Söldner aus ihnen machen. Nur sehr knapp entging der kleine Ort in den 1990er Jahren der kompletten Zerstörung durch die türkische Armee.

Die Bewohner von Schkefta gründeten dann eine Kooperative und kauften einen Bagger um Sand aus dem Tigris zu verarbeiten. Mitten in einer rauhen Landschaft entwickelte sich Schkefta zum vermutlich schönsten Dorf am Tigris. Die Straßen wurden gepflastert, Abwasserleitungen angeschlossen; das Dorf ist heute umringt von Gärten und Feldern. Doch auch heute ist das Dorf bedroht, nämlich durch den Bau des Ilisu-Staudamms 60 km flußabwärts. Wenn er in Betrieb geht, werden über hundert Dörfer, darunter Schekfta und die benachbarte antike Stadt Hasankeyf überflutet.

Mit Stationen u.a. in einem irakisch-kurdischen Flüchtlingslager und dem damals umkämpften Kobane erzählt dieser Film die Geschichte von einfachen Menschen, die darauf bestehen – wie der Dichter sagt – zu “Leben! Frei und einzeln wie ein Baum, brüderlich wie ein Wald.”

Nach dem Film steht Regisseur Nedim Hazar für Fragen zu Verfügung.

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Heinrich-Böll-Stiftung.

Eintritt: 3,00 Euro

Details

Datum:
21. September
Zeit:
18:00 - 20:00
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstaltungsort

Zazie Kino und Bar
Kleine Ulrichstraße 22
Halle (Saale) , Deutschland