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Kulturkampf von Rechts: Schwingt das Pendel zurück?

31. Mai | 18:00 - 20:00

Globalisierung als Bedrohungsszenario, Abstiegsangst, Nationalismus und Kulturkampf als Grundlagen des Rechtspopulismus

Seit längerem schon lässt sich beobachten, wie in der Öffentlichkeit nationalistisches, autoritäres und rassistisches Gedankengut wieder sagbar wird, im Alltag wie auch auf der großen politischen Bühne. Das Markenzeichen des Rechtspopulismus ist ein Kulturkampf, der sich auf den vermeintlichen Volkswillen beruft, um sich als Alternative gegen eine pauschal als dekadent diffamierte Elite und eine angeblich linksliberal dominierte öffentliche Meinung in Stellung zu bringen.
Rechtspopulisten machen hier Gegenangebote, indem sie völkische und restaurative politische Lösungen propagieren und bestehende Abstiegsängste auf „Überfremdung“ und „Bevölkerungsaustausch“ zurückführen. Das Volk im ethnischen Sinne soll wieder im Mittelpunkt stehen, die Identifikation mit der Nation zum obersten Wert werden. Die Zeit soll zurückgedreht werden, damit alles wieder „gut“ wird. Sozialpolitische Fragen, die in Wirklichkeit etwas mit der sozialen Unsicherheit im real existierenden Kapitalismus zu tun haben, werden so zu kulturpolitischen umgedeutet.
Schwingt also das Pendel der gesellschaftlichen Großwetterlage zurück und was könnte dies für das gesellschaftliche Zusammenleben und die politische Praxis bedeuten?

Referent:
Helmut Kellershohn, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechtspopulismus im Fokus: Ursachen, Wirkungen und (Gegen-)Strategien“, die gemeinsam von der HBS Sachsen-Anhalt und der Hochschule Merseburg, Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur. verantwortet wird.

Details

Datum:
31. Mai
Zeit:
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Ständehaus Merseburg
Oberaltenburg 2
Merseburg,