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Kein Schlusswort

31. Mai | 19:00 - 21:00

 

KEIN SCHLUSSWORT IM NSU-PROZESS

Buchvorstellung und Gespräch mit Antonia von der Behrens

Es ist eines der aufwändigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des »National­sozialistischen Untergrunds« (NSU). Doch auch nach fünf Jahren Gerichtsverhandlung blieben die bohrenden Fragen der Betroffenen bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie groß war das an den Morden und Anschlägen beteiligte Unterstützernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbehörden – insbesondere der Verfassungsschutz – und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU überhaupt entstehen? So waren viele Plädoyers der über 90 Nebenkläger*innen auch eine Abrechnung mit dem gebrochenen Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin.

Die Anwältin Antonia von der Behrens vertritt im NSU-Prozess den Sohn des ermordeten Mehmet Kubaşık und hat vor kurzem das Buch „Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess“ herausgegeben. Die Plädoyers der Nebenklage entwerfen eine eindrucksvolle Gegenerzählung zum staatlichen Narrativ.

Im Gespräch mit ihr soll Bilanz gezogen werden. Doch wir wollen auch weiterdenken: wie ist weitere Aufklärung im NSU-Komplex nach dem Urteil gegen die mutmaßlichen Mitglieder und Unterstützer möglich?

Details

Datum:
31. Mai
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Schaufenster (neues theater)
Große Ulrichstr. 51
Halle (Saale),