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Faszinierende Fremdheit

30. Mai | 19:30 - 22:00

Faszinierende Fremdheit.
Von der touristischen Sehnsucht nach authentischen Erfahrungen und den ökologischen Folgen

Der Tourismus ist zu einer der größten Branchen der Erde geworden. Seine Entwicklungen vom Massentourismus, über nachhaltigen Tourismus und Individualtourismus sind hochkomplex, seine Ökonomisierung ist stark in der Kritik. In unserer Veranstaltung beleuchten wir zwei Seiten, die dem Reisen in die Ferne innewohnen. Prof. Dr. Alfred Schäfer widmet sich in seinem Vortrag dem persönlichen touristischen Motiv der authentischen Begegnung mit dem Fremden selbst: Von ihr erwartet man sich vor allem auch eine Veränderung des eigenen Selbstverständnisses. Auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten die Reisepraxis durch die Ausweitung der touristischen Infrastruktur verändert hat, und damit die „Fremde“ vielleicht nicht mehr so fremd erscheinen, bleibt dieses Motiv gerade unter Individualtouristen wirksam. Dabei hat sich die Vorstellung einer authentischen Begegnung mit dem Fremden allerdings längst mit der Rhetorik einer Selbstbehauptung unter fremden Bedingungen und mit einem selbstironischen Gestus verbunden.

Damit wir auch selbst in Bewegung kommen vertieft das Fahrradkino im Lindenhof den Vortrag noch einmal und widmet sich auch der zweiten Seite, nämlich der Kritik am Massentourismus und möglichen Gegenstrategien. Munter radelnd zeigen wir ab 21:00 Uhr im Historischen Lindenhof:

Unterwegs zu sich selbst – in der Heimat und der Ferne, 45‘
Pilgern liegt seit Jahren im Trend. Nachdem Paulo Coelho mit seinem „Jakobsweg“ und Harpe Kerkeling mit „Ich bin dann mal weg“ alle Verkaufsrekorde gebrochen haben, machen sich jährlich tausende für einige Wochen auf, um im Wandern auf alten Pilgerwegen sich selbst und ihren eigenen Zugang zu Spiritualität zu finden. Sie gehen in Gruppen, treffen andere und gewinnen Abstand vom Rhythmus unserer Gesellschaft.

Die Gans mit den Goldenen Eiern, 34´
Der Film beleuchtet die touristische Entwicklung an der Pazifikküste Costa Ricas. Dort wirken sich die Luxusresorts und all-inclusive Angebote zunehmend negativ auf die Natur und die Bevölkerung aus. Gestützt auf Interviews mit Behörden, BewohnerInnen, Wissenschaftlern und PolitikerInnen erzählt der Film von den Nachteilen des Massentourismus und stellt diesem den sogenannten Ökotourismus als mögliches positives Szenario gegenüber.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit den Franckeschen Stiftungen und dem Institut für Erziehungswissenschaften im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bewegte Zeiten“.

Details

Datum:
30. Mai
Zeit:
19:30 - 22:00
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