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Die Villa im Dschungel: Selbst-Okzidentalisierung in der israelischen Linken

5. Juli 2016 | 18:30 - 21:00

Während der rassische Antisemitismus des 19. Jahrhundert die Juden Europas als ‚orientalisches Fremdvolk‘ ausgrenzte, so versteht das siedler-koloniale Paradigma den jüdischen Staat im Vorderen Orient als ein Staatsprojekt ‚weißer europäischer Siedler‘. Um den Umschwung dieses rassifizierten Diskurses nachzuvollziehen, analysiert im Rahmen der diesjährigen Nahost-Debatte Prof. Dr. Johannes Becke (Ben-Gurion-Lehrstuhl für Israel und Nahoststudien, Universität Heidelberg) okzidentalistische Perspektiven auf das zionistische Projekt sowie den Prozess der Selbst-Okzidentalisierung in der israelischen Linken. Im Mittelpunkt steht dabei der Prozess der ‚halluzinatorischen Weißwerdung‘ (Frantz Fanon) als typische Kulturformation von kreolisierten Gesellschaften.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Seminar für Judaistik/Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe Nahost-Debatten.

Details

Datum:
5. Juli 2016
Zeit:
18:30 - 21:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Löwengebäude, Uniplatz, Raum XIV
Halle (Saale), Deutschland