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Austellungseröffnung: Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora

13. März | 10:00 - 17:00

Die Nationalsozialisten nutzten die Gesetzgebung des Kaiserreichs und der Weimarer Republik zur „Bekämpfung des Zigeunerunwesens“, gleichzeitig verschärften sie den Verfolgungsdruck auf Sinti und Roma in Deutschland. Bereits Mitte der 30er Jahre wurden viele Sinti und Roma in städtische Sammellager verbracht und von dort später in die Vernichtungslager deportiert. Im Zuge der Auflösung des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz Anfang August 1944 ermordete die SS rund 3000 Sinti und Roma, etwa die gleiche Anzahl wurde zur Zwangsarbeit in andere Konzentrationslager verschleppt.

Die Ausstellung „Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau Dora“ zeigt einige Schicksale von Sinti und Roma, die in Sachsen-Anhalt unter katastrophalen Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten mussten und ständig vom Tode durch die SS bedroht waren.

Die Ausstellung wird am 13. März 2017, 10:00 Uhr in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) mit Gjulner Sejdi (Roma Respekt Weiterdenken, Vorsitzender des sächsischen Roma Vereins Romano Sumnal e.V.) und Pascal Begrich (Miteinander e.V.) eröffnet. In einem Kurzvortrag von Gjulner Sejdi wird es um historische und aktuelle Vorurteile gegen Sinti und Roma gehen.

Pascal Begrich beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Rolle Magdeburgs bei der Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Vor 82 Jahren, am 4. März 1935, beschloss die Stadtverwaltung Magdeburg die Errichtung eines „Zigeunerlagers“. Ab Mai 1935 mussten hier alle Sinti und Roma der Stadt unter widrigen Lebensbedingungen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, die 470 Bewohnerinnen und Bewohner nach Auschwitz deportiert. 340 von ihnen kamen dort ums Leben. Auf Grundlage kommunaler Akten wird die Beteiligung der Stadt an der Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation der Sinti und Roma aus Magdeburg nachgezeichnet.

Im Rahmen der Ausstellung werden wir weiterhin am 21. März den Film „23.000 Namen gegen das Vergessen“ zeigen, weitere Informationen zum Film und anschließenden Filmgespräch finden sich hier.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle besichtigt werden, der Eintritt ist frei:

Öffnungszeiten

Montag, Freitag: 10:00-14:00 UHr
Dienstag bis Donnerstag:
10:00 bis 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag*:
10:00 bis 17:00 Uhr
*jedes erstes Wochenende im Monat, an gesetzlichen Feiertagen bleibt die Gedenkstätte geschlossen

Die Ausstellung und das Ausstellungsprogramm sind eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) im Rahmen der „6. Bildungswochen gegen Rassismus“. Das gesamte Programm der Bildungswochen kann hier heruntergeladen werden!

Wir danken der Gedenkstätte KZ Mittelbau-Dora für die freundliche Zurverfügungstellung der Ausstellung!

Details

Datum:
13. März
Zeit:
10:00 - 17:00
Veranstaltung-Tags:
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