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Ausstellungseröffnung in Wittenberg: Justiz im Nationalsozialismus

28. Oktober | 11:00 - 13:00

Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes | Sachsen-Anhalt
Ausstellungseröffnung und Ausstellung

Am 28. Oktober 2019, 11:00 Uhr Uhr wird die Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus. Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes“ im Amtsgericht Wittenberg eröffnet.

Die Ausstellung führt den Besuchern vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Stiftung Gedenkstätten, die Landeszentrale für politische Bildung, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung haben die zunächst für die Landgerichte in Sachsen-Anhalt und das Oberlandesgericht Naumburg konzipierte Wanderausstellung um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert. Entstanden ist eine Ausstellung, die den Blick auf die gesamte Region lenkt.

Die Justiz stellt sich damit ihrer Vergangenheit. Sie benennt Unrecht, gibt Opfern ein Gesicht und zeigt, wie einzelne Richter agierten. Gelungen ist dies, weil Jurist*innen, Historiker*innen und Vertreter*innen von Vereinen und Verbänden auf Initiative der Veranstalter*innen gemeinsam geforscht haben. So ist seit dem Jahr 2008 eine breit gefächerte Ausstellung zusammen getragen worden, die jetzt – wiederum ergänzt – in Eisleben gezeigt wird.

Die Ausstellung, die von Vorträgen, Filmvorführungen und Lesungen begleitet wird, stellt das Justizsystem zur Zeit des Nationalsozialismus dem Rechtsstaat in der Demokratie gegenüber. Sie klärt auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus.

Das Ausstellungs- und Bildungsprojekt wird aktuell gemeinsam vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt verantwortet und von unterschiedlichen regionalen Partner*innen unterstützt.

Die Ausstellung wird durch Grußworte von Johannes Nolte (Direktor des Amtsgerichts Wittenberg), Prof. Dr. Wolfgang Böhmer (Ministerpräsident a.D.), Anne-Marie Keding (Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt), Torsten Zugehör (Oberbürgermeister der Stadt Lutherstadt Wittenberg) und Dr. Kai Langer (Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt) eröffnet. Im Anschluss führt Michael Viebig (Leiter der Gedenkstätte ROTER OCHSE und Ausstellungsmacher) durch die Ausstellung.

Details

Datum:
28. Oktober
Zeit:
11:00 - 13:00