<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt &#187; Politik</title>
	<atom:link href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/category/themen/politik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 Feb 2012 17:30:45 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Arbeiten und Leben in gesicherter Existenz (Dessau)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 17:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1343</guid>
		<description><![CDATA[Weniger Abh&#228;ngigkeit von bezahlter Arbeit und mehr Zeit f&#252;r andere Dinge im Leben bedeutet: Es muss auf andere Weise daf&#252;r gesorgt sein, dass Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz f&#252;hren k&#246;nnen. Welche Konzepte gibt es f&#252;r eine Neudefinition des Arbeitsbegriffs?
Anfang 2012 in Dessau]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1345" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Existenzsicherung1.gif" alt="" width="112" height="232" /></p>
<p>Vor dem Hintergrund der neueren Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – der Erosion von Normalarbeitsverh&#228;ltnissen, „Flexicurity“ und der Zunahme von Minijobs –  stellt sich die grundlegende Frage, welche neuen Modelle zur Einkommenssicherung angemessen und notwendig sind. Diskutiert werden muss auch die Frage, ob sich Formen der Arbeit, die von vornherein nicht dem Broterwerb dienen, wie etwa Kindererziehung, die Pflege von Familienangeh&#246;rigen oder ehrenamtliches Engagement aller Art, in diese Modelle integrieren lassen. Kurzum: Wie kann daf&#252;r gesorgt werden, dass Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz f&#252;hren k&#246;nnen?</p>
<p>Ist die Entkopplung von Arbeit und Einkommen – beispielsweise in Form des bedingungslosen Grundeinkommens – eine Alternative? Welche Folgen h&#228;tte dann die zunehmende Abkehr von der Lohnarbeit? Bereits heute ist an den derzeitigen Entwicklungen des Arbeitsmarktes sichtbar, dass der klassische Arbeitsbegriff zu eng gefasst ist, dementsprechend m&#252;ssen alternative Konzepte und Leitbilder erarbeitet werden, die die klassische Vorstellung von fordistischer Erwerbsarbeit erg&#228;nzen oder ersetzen k&#246;nnen.</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Die Veranstaltung findet Anfang 2012 in Dessau statt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Arbeiten und Leben in gesicherter Existenz (Halle)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz-halle/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz-halle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 18:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1356</guid>
		<description><![CDATA[Weniger Abh&#228;ngigkeit von bezahlter Arbeit und mehr Zeit f&#252;r andere Dinge im Leben bedeutet: Es muss auf andere Weise daf&#252;r gesorgt sein, dass Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz f&#252;hren k&#246;nnen. Welche Konzepte gibt es f&#252;r eine Neudefinition des Arbeitsbegriffs?
23. Februar 2012, 19.00 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1344" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Existenzsicherung.gif" alt="" width="112" height="232" /></p>
<p>Vor dem Hintergrund der neueren Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – der Erosion von Normalarbeitsverh&#228;ltnissen, „Flexicurity“ und der Zunahme von Minijobs –  stellt sich die grundlegende Frage, welche neuen Modelle zur Einkommenssicherung angemessen und notwendig sind. Diskutiert werden muss auch die Frage, ob sich Formen der Arbeit, die von vornherein nicht dem Broterwerb dienen, wie etwa Kindererziehung, die Pflege von Familienangeh&#246;rigen oder ehrenamtliches Engagement aller Art, in diese Modelle integrieren lassen. Kurzum: Wie kann daf&#252;r gesorgt werden, dass Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz f&#252;hren k&#246;nnen?</p>
<p>Ist die Entkopplung von Arbeit und Einkommen – beispielsweise in Form des bedingungslosen Grundeinkommens – eine Alternative? Welche Folgen h&#228;tte dann die zunehmende Abkehr von der Lohnarbeit? Bereits heute ist an den derzeitigen Entwicklungen des Arbeitsmarktes sichtbar, dass der klassische Arbeitsbegriff zu eng gefasst ist, dementsprechend m&#252;ssen alternative Konzepte und Leitbilder erarbeitet werden, die die klassische Vorstellung von fordistischer Erwerbsarbeit erg&#228;nzen oder ersetzen k&#246;nnen.</p>
<p>Referent:</p>
<p><strong><a href="http://www.soziologie.uni-jena.de/KlausDoerre.html" target="_blank">Prof. Dr. Klaus D&#246;rre</a></strong>, Universit&#228;t Jena, Inhaber des Lehrstuhls f&#252;r Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie am Institut f&#252;r Soziologie.<strong><a href="http://umwelt.wiwi.uni-halle.de/team/lehrstuhlinhaber/" target="_blank"><br />
 </a></strong></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Donnerstag, 23. Februar 2012<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Schaufenster (Gro&#223;e Ulrichstra&#223;e 51)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2012/arbeiten-und-leben-in-gesicherter-existenz-halle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Afghanistan and the Regional Power Play</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/afghanistan-and-the-regional-power-play/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/afghanistan-and-the-regional-power-play/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1397</guid>
		<description><![CDATA[Im Rahmen ihrer Nahost-Debatten laden wir gemeinsam mit dem Orientalischen Institut der MLU zu einem (englischsprachigen) Vortrag &#252;ber die Rolle Afghanistans nach dem angek&#252;ndigten Abzug der NATO-Truppen.
14. Dezember 2011, 19.00 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>A Pakistani Perspective</strong></p>
<p>Das Orientalische Institut der MLU Halle-Wittenberg und die Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt laden ein im Rahmen ihrer NAHOST-DEBATTEN</p>
<p>mit Frau Amina Khan<br />
vom Institute of Strategic Studies und National Defence University, Islamabad (Pakistan)</p>
<p> The withdrawal of NATO troops from Afghanistan in 2014 portends a transition for all countries in the region; their future is going to depend on how they frame their relationships and cooperate in the face of further conflicts. Pakistan, on the frontline of the present conflict, is perhaps most directly involved; it faces significant challenges, particularly in its so-called tribal belt, that may become insurmountable if they are not addressed with a focus on regional stability. In this context, Pakistan’s relationship with India has special significance. Though the problems in the region necessitate reconciliation between the two South Asian neighbours, they seemingly envisage different futures for Afghanistan. This lecture addresses the issues mentioned, and looks at possible and desirable scenarios.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Mittwoch, 14. Dezember 2011<br />
19.00 Uhr</p>
<p>Melanchthonianum (H&#246;rsaal XV, Universit&#228;tsplatz)<br />
Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/afghanistan-and-the-regional-power-play/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wege zum Wandel (Magdeburg)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-magdeburg/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-magdeburg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 18:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1354</guid>
		<description><![CDATA[Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg der gesellschaftlichen Umgestaltung mitzunehmen und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?
06. Dezember 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wir gesellschaftliche Ver&#228;nderungen erfolgreicher gestalten k&#246;nnen</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1348" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Wandel.gif" alt="" width="114" height="198" />&#220;berzeugende Konzepte und Zukunftsentw&#252;rfe gibt es viele. Und auch der Konsens, in welche Richtung die Reise unserer Wirtschaft und Gesellschaft gehen soll, scheint heute gr&#246;&#223;er zu sein als noch vor ein, zwei Jahrzehnten: Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Wohlstand – dar&#252;ber l&#228;sst sich noch Einigkeit erzielen.</p>
<p>Schwieriger wird es, wenn es um die konkrete Umsetzung von Zielen geht. Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg „mitzunehmen“ und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?</p>
<p>Impuls:</p>
<p><strong><a href="http://www.stephankuehn.com/" target="_blank">Stephan K&#252;hn</a></strong>, verkehrspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN und Sprecher der Arbeitsgruppe Ost.</p>
<p>Kommentare und Diskussionen:</p>
<p><strong><a href="http://www.iwh-halle.de/asp/Person.asp?mrd&amp;Lang=d" target="_blank">Prof. Dr. Martin Rosenfeld</a></strong>, Leiter der Abteilung Stadt&#246;konomie am Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung Halle</p>
<p><strong>N.N.</strong>, IHK Magdeburg (angefragt)</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Dienstag, 06. Dezember 2011<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Kulturzentrum Moritzhof (Moritzplatz 1)<br />
 Magdeburg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-magdeburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wege zum Wandel (Dessau)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 17:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1347</guid>
		<description><![CDATA[Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg der gesellschaftlichen Umgestaltung mitzunehmen und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?
06. Dezember 2011, 18.30 Uhr, Dessau]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wir gesellschaftliche Ver&#228;nderungen erfolgreicher gestalten k&#246;nnen</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1348" title="Wandel" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Wandel.gif" alt="" width="114" height="198" />&#220;berzeugende Konzepte und Zukunftsentw&#252;rfe gibt es viele. Und auch der Konsens, in welche Richtung die Reise unserer Wirtschaft und Gesellschaft gehen soll, scheint heute gr&#246;&#223;er zu sein als noch vor ein, zwei Jahrzehnten: Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Wohlstand – dar&#252;ber l&#228;sst sich noch Einigkeit erzielen.</p>
<p>Schwieriger wird es, wenn es um die konkrete Umsetzung von Zielen geht. Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg „mitzunehmen“ und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?</p>
<p>Impuls:</p>
<p>Dr. <a href="http://www.oekom.de/nc/buecher/neuerscheinungen/buch/wege-zum-wandel.html" target="_blank">Kora Kristof</a>, Umweltbundesamt, Leiterin der Abteilung „Nachhaltigkeitstrategien, Ressourcenschonung und Instrumente“, Autorin des Buchs „Wege zum Wandel“</p>
<p>Kommentar und Diskussion:</p>
<p><a href="http://claudia-dalbert.de/">Prof. Dr. Claudia Dalbert</a>, Psychologin und Vorsitzende der Fraktion B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN im Landtag von Sachsen-Anhalt</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Dienstag, 06. Dezember 2011<br />
 18.30 Uhr</p>
<p>Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322)<br />
 Dessau</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wege zum Wandel (Halle)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-halle/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-halle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 18:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1361</guid>
		<description><![CDATA[Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg der gesellschaftlichen Umgestaltung mitzunehmen und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?
01. Dezember 2011, 19.00 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wir gesellschaftliche Ver&#228;nderungen erfolgreicher gestalten k&#246;nnen</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1348" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Wandel.gif" alt="" width="114" height="198" />&#220;berzeugende Konzepte und Zukunftsentw&#252;rfe gibt es viele. Und auch der Konsens, in welche Richtung die Reise unserer Wirtschaft und Gesellschaft gehen soll, scheint heute gr&#246;&#223;er zu sein als noch vor ein, zwei Jahrzehnten: Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Wohlstand – dar&#252;ber l&#228;sst sich noch Einigkeit erzielen.</p>
<p>Schwieriger wird es, wenn es um die konkrete Umsetzung von Zielen geht. Wie kann es gelingen, m&#246;glichst viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen auf diesen Weg „mitzunehmen“ und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Ver&#228;nderungen einzubinden?</p>
<p>Impuls:</p>
<p><strong><a href="http://sebastian-striegel.de/" target="_blank">Sebastian Striegel</a></strong>, Parlamentarischer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der  Fraktion B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN im Landtag von Sachsen-Anhalt.</p>
<p>Diskussion und Kommentare:</p>
<p><strong><a href="http://www.iwh-halle.de/asp/Person.asp?mrd&amp;Lang=d" target="_blank">Prof. Dr. Martin Rosenfeld</a></strong>, Leiter der Abteilung Stadt&#246;konomik am Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung Halle</p>
<p><strong>N.N.</strong>, Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (angefragt)</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Donnerstag, 01. Dezember 2011<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Schaufenster (Gro&#223;e Ulrichstra&#223;e 51)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wege-zum-wandel-halle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zu wichtig, um zu scheitern</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/zu-wichtig-um-zu-scheitern/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/zu-wichtig-um-zu-scheitern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiviert]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1387</guid>
		<description><![CDATA[Die Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt und die Gr&#252;nen Hochschulgruppe der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenbergs hatten zu einer Podiumsdiskussion &#252;ber die Zukunft Europas geladen, die sich zu einer spannenden Diskussion zwischen Podium und Publikum entwickelte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bericht von der Podiumsdiskussion &#8220;<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/europa-am-scheideweg/">Europa am Scheideweg</a>&#8220;</strong><br />
 <strong>vom 14. November 2011</strong></p>
<p>Die Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt und die Gr&#252;ne Hochschulgruppe der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenbergs hatten zu einer Podiumsdiskussion &#252;ber die Zukunft Europas geladen, die sich zu einer spannenden Diskussion zwischen Podium und Publikum entwickelte.</p>
<p>Nach einer halbst&#252;ndigen Runde von Eingangsstatements der PodiumsteilnehmerInnen, die &#220;berblicke &#252;ber aktuelle politische Entwicklungen (Lisa Paus, MdB), den Mechanismus der Staatsfinanzierung durch Kredite (Prof. Tietje) und institutionelle Entwicklungstheorien (Prof. Renzsch) boten, nahm das Publikum &#252;ber die restlichen 90 Minuten die Gelegenheit wahr, Fragen an das von Sebastian L&#252;decke moderierte Podium zu richten.</p>
<p>Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Europa bereits auf vielen Gebieten einen hohen Integrationsgrad aufweist. Jedoch ist sichtbar geworden, dass mit dem Vertrag von Lissabon die Entwicklung noch nicht am ihrem Ende angekommen sein kann, wenn die Euro-Zone an den wirtschaftlichen und fiskalischen Problemen ihrer Mitglieder nicht zerbrechen soll. Ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, in dem den 17 Euro-Staaten die Vorreiterrolle zukommt, wurde als vern&#252;nftiger, gangbarer Weg bewertet. Die Entwicklung weise auf ein Mehr an Integration hin, wobei Frau Paus darauf hinwies, dass ihr eine St&#228;rkung der Mitsprachem&#246;glichkeiten der EU-B&#252;rger statt der bisherigen Fixierung auf intergouvernementale Koordination wichtig sei. Einen definitiven Ausblick, wo Europa in zwei oder f&#252;nf Jahren als Institution stehen k&#246;nnte, wollte keine(r) der PodiumsteilehmerInnen wagen. Einigkeit herrschte jedoch in der Ansicht, dass Europa zu wichtig sei, um zu scheitern.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_4016.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1393" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_4016-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a> <a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40181.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1391" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40181-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a> <a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40151.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1390" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40151-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40121.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1389" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40121-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a> <a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40061.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1388" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40061-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a> <a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40211.jpg" rel="lightbox[1387]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1392" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_40211-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/zu-wichtig-um-zu-scheitern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wohlstand und Wirtschaftswachstum (Magdeburg)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-magdeburg/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-magdeburg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 18:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1352</guid>
		<description><![CDATA[Das &#252;bliche Ma&#223; f&#252;r den Wohlstand einer Gesellschaft ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Doch tragen auch Kosten von Verkehrsunf&#228;llen und Kosten der Beseitigung von Umweltverschmutzungen zum BIP bei. Wie k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden?
22. November 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probleme und Perspektiven der Messung</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1339" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nachhaltigkeit.gif" alt="" width="110" height="145" />Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.</p>
<p>Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.</p>
<p>Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?</p>
<p>Referent:</p>
<p><a href="http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/ffu/ueber_das_ffu/team/mitarbeiter/zieschank_roland/index.html" target="_blank">Roland Zieschank</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum f&#252;r Umweltpolitik der Freien Universit&#228;t Berlin</p>
<p>
Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Dienstag, 22. November 2011<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Kulturzentrum Moritzhof (Moritzplatz 1)<br />
 Magdeburg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-magdeburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wohlstand und Wirtschaftswachstum (Halle)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-halle/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-halle/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 18:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1359</guid>
		<description><![CDATA[Das &#252;bliche Ma&#223; f&#252;r den Wohlstand einer Gesellschaft ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Doch tragen auch Kosten von Verkehrsunf&#228;llen und Kosten der Beseitigung von Umweltverschmutzungen zum BIP bei. Wie k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden?
17. November 2011, 19.00 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probleme und Perspektiven der Messung</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1339" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nachhaltigkeit.gif" alt="" width="110" height="145" />Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.</p>
<p>Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.</p>
<p>Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?</p>
<p>Referent:</p>
<p><strong><a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/gremien/enquete/wachstum/biografien/reuter.html" target="_blank">Dr. Norbert Reuter</a></strong>, Wirtschaftsexperte im Bereich Wirtschaftspolitik beim ver.di-Bundesvorstand und Privatdozent f&#252;r Volkswirtschaftslehre</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Donnerstag, 17. November 2011<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Goldene Rose (Rannische Stra&#223;e 19)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum-halle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wohlstand und Wirtschaftswachstum (Dessau)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 17:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1340</guid>
		<description><![CDATA[Das &#252;bliche Ma&#223; f&#252;r den Wohlstand einer Gesellschaft ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Doch tragen auch Kosten von Verkehrsunf&#228;llen und Kosten der Beseitigung von Umweltverschmutzungen zum BIP bei. Wie k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden?
16. November 2011, 18.30 Uhr, Dessau]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probleme und Perspektiven der Messung</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1339" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nachhaltigkeit.gif" alt="" width="110" height="145" />Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.</p>
<p>Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.</p>
<p>Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?</p>
<p>Referent:</p>
<p><a href="http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/ffu/ueber_das_ffu/team/mitarbeiter/zieschank_roland/index.html" target="_blank">Roland Zieschank</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum f&#252;r Umweltpolitik der Freien Universit&#228;t Berlin</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>“.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Mittwoch, 16. November 2011<br />
 18.30 Uhr</p>
<p>Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322)<br />
 Dessau</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Wohlstand und Wirtschaftswachstum<br />
 Probleme und Perspektiven der Messung<br />
 Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht. <br />
 Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.<br />
 Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?<br />
 Referent: <br />
 Roland Zieschank, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum f&#252;r Umweltpolitik der Freien Universit&#228;t Berlin</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Veranstaltungsort und -zeit<br />
 Dessau 	Mi., 16. November 2011<br />
 Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322) 	18.30 Uhr</p>
<p>Wohlstand und Wirtschaftswachstum</p>
<p>Probleme und Perspektiven der Messung</p>
<p>Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.</p>
<p>Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.</p>
<p>Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?</p>
<p>Referent:</p>
<p>Roland Zieschank, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum f&#252;r Umweltpolitik der Freien Universit&#228;t Berlin</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Veranstaltungsort und -zeit</p>
<p>Dessau 	Mi., 16. November 2011</p>
<p>Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322) 	18.30 Uhr</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Wohlstand und Wirtschaftswachstum</p>
<p>Probleme und Perspektiven der Messung</p>
<p>Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.</p>
<p>Die heute &#252;bliche „Messlatte“ daf&#252;r ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragw&#252;rdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunf&#228;lle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.</p>
<p>Wie also k&#246;nnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es daf&#252;r und wie k&#246;nnen diese gemessen werden?</p>
<p>Referent:</p>
<p>Roland Zieschank, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum f&#252;r Umweltpolitik der Freien Universit&#228;t Berlin</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Veranstaltungsort und -zeit</p>
<p>Dessau 	Mi., 16. November 2011</p>
<p>Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322) 	18.30 Uhr</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/wohlstand-und-wirtschaftswachstum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Europa am Scheideweg</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/europa-am-scheideweg/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/europa-am-scheideweg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 18:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1379</guid>
		<description><![CDATA[Die Diskussion &#252;ber die zuk&#252;nftige Form Europas ist durch die Schuldenkrisen erneut entfacht worden. Wir haben ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik zu einer Diskussion &#252;ber die Perspektiven f&#252;r Europa eingeladen.
14. November 2011, 19.00 Uhr, Halle]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/Europa_am_Scheideweg.gif" rel="lightbox[1379]"><img class="alignright size-medium wp-image-1380" title="Europa am Scheideweg" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/11/Europa_am_Scheideweg-300x215.gif" alt="" width="210" height="151" /></a>Die Schuldenkrisen einzelner Staaten im Euro-Raum zeigen die Verflechtung aller Mitglieder auf. Gleichzeitig werden die M&#228;ngel bei den zu Verf&#252;gung stehenden Mitteln sichtbar. F&#252;hrt die gemeinsame W&#228;hrung jetzt zu einer weiteren wirtschaftlichen und politischen Integration, oder zerbricht der Euro an den Unterschieden seiner Teilnehmer? Was f&#252;r Auswirkungen haben die Entwicklungen der Euro-Zone auf die Europ&#228;ische Union?</p>
<p>Die Diskussion &#252;ber die zuk&#252;nftige Form Europas ist durch die Schuldenkrisen erneut entfacht worden. Wir haben ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik zu einer Diskussion &#252;ber die Perspektiven f&#252;r Europa eingeladen. Es soll gezeigt werden, wie aus den Krisen einzelner Staaten die Krise Aller werden kann.</p>
<p>Vor allem aber soll ausgelotet werden, was f&#252;r M&#246;glichkeiten f&#252;r eine weitere Integration Europas bestehen und was f&#252;r Chancen sie bietet. Dar&#252;ber diskutieren:</p>
<ul>
<li><strong>Lisa Paus </strong>MdB, Mitglied im Finanz- und Europaausschuss (B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN)</li>
<li><strong>Prof. Dr. Wolfgang Renzsch</strong>, Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls f&#252;r European Studies an der Otto-von-Guericke-Universit&#228;t Magdeburg</li>
<li><strong>Prof. Dr. Christian Tietje</strong>, Inhaber des Lehrstuhls f&#252;r &#214;ffentliches Recht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht an der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg</li>
</ul>
<p>Eine Veranstaltung der Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gr&#252;nen Hochschulgruppe Halle.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Montag, 14. November 2011 <br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Melanchthonianum (H&#246;rsaal B, Universit&#228;tsplatz)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/europa-am-scheideweg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit und Wachstum (Magdeburg)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum-magdeburg/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum-magdeburg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 18:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1350</guid>
		<description><![CDATA[L&#228;sst sich Wachstum mit Nachhaltigkeit verbinden und gibt es vielleicht sogar so etwas wie “nachhaltiges Wachstum”? Oder ist das ein Widerspruch in sich und das Nachhaltigkeitsparadigma erfordert letztlich eine Abkehr vom Wachstum?
01. November 2011, 19.00 Uhr, Magdeburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein innerer Widerspruch?</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1341" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nachhaltigkeit1.gif" alt="" width="115" height="193" />„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile ein Zauberwort, das sich alle auf die Fahnen schreiben. Gerade Industrieunternehmen und Wirtschaftsverb&#228;nde nutzen es f&#252;r ihr Image – oft knapp an der Grenze zum sogenannten Greenwashing.</p>
<p>Der Begriff Nachhaltigkeit steht f&#252;r die R&#252;cksichtnahme auf begrenzte Ressourcen und die Vermeidung negativer Folgen unseres Handelns f&#252;r kommende Generationen. Die konsequente Integration von Nachhaltigkeitsstrategien in unser Wirtschaftssystem wird daher nicht ohne Konflikte verlaufen. Nur wenige k&#246;nnen sich zum Beispiel vorstellen, dass ein Ausweg aus der aktuellen Wirtschaftskrise ohne Wachstum zu bew&#228;ltigen ist.</p>
<p>Was also wollen und k&#246;nnen wir tun? L&#228;sst sich Wachstum mit Nachhaltigkeit verbinden? Gibt es vielleicht sogar so etwas wie  „nachhaltiges Wachstum“? Oder ist das ein Widerspruch in sich und das Nachhaltigkeitsparadigma erfordert letztlich eine Abkehr vom Wachstum?</p>
<p>Referent:</p>
<p><a href="http://www.uni-magdeburg.de/vwl3/" target="_blank">Prof. Dr. Joachim Weimann</a>, Inhaber des Lehrstuhls f&#252;r Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universit&#228;t Magdeburg.</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe &#8220;<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>&#8220;.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Dienstag, 01. November 2011<br />
 19.00 Uhr</p>
<p>Kulturzentrum Moritzhof (Moritzplatz 1)<br />
 Magdeburg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum-magdeburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit und Wachstum (Dessau)</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 17:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1335</guid>
		<description><![CDATA[L&#228;sst sich Wachstum mit Nachhaltigkeit verbinden und gibt es vielleicht sogar so etwas wie "nachhaltiges Wachstum"? Oder ist das ein Widerspruch in sich und das Nachhaltigkeitsparadigma erfordert letztlich eine Abkehr vom Wachstum?
19. Oktober 2011, 18.30 Uhr, Dessau]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein innerer Widerspruch?</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1341" title="Erhan Ergin / Fotalia.com" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/10/Nachhaltigkeit1.gif" alt="" width="115" height="193" />„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile ein Zauberwort, das sich alle auf die Fahnen schreiben. Gerade Industrieunternehmen und Wirtschaftsverb&#228;nde nutzen es f&#252;r ihr Image – oft knapp an der Grenze zum sogenannten Greenwashing.</p>
<p>Der Begriff Nachhaltigkeit steht f&#252;r die R&#252;cksichtnahme auf begrenzte Ressourcen und die Vermeidung negativer Folgen unseres Handelns f&#252;r kommende Generationen. Die konsequente Integration von Nachhaltigkeitsstrategien in unser Wirtschaftssystem wird daher nicht ohne Konflikte verlaufen. Nur wenige k&#246;nnen sich zum Beispiel vorstellen, dass ein Ausweg aus der aktuellen Wirtschaftskrise ohne Wachstum zu bew&#228;ltigen ist.</p>
<p>Was also wollen und k&#246;nnen wir tun? L&#228;sst sich Wachstum mit Nachhaltigkeit verbinden? Gibt es vielleicht sogar so etwas wie  „nachhaltiges Wachstum“? Oder ist das ein Widerspruch in sich und das Nachhaltigkeitsparadigma erfordert letztlich eine Abkehr vom Wachstum?</p>
<p>Referent:</p>
<p><a href="http://www.holger-rogall.de" target="_blank">Prof. Dr. Holger Rogall</a>, Professor an der Hochschule f&#252;r Wirtschaft und Recht Berlin mit den Schwerpunkten Nachhaltige &#214;konomie, &#214;kologische &#214;konomie und Neue Umwelt&#246;konomie</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe &#8220;<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/gesellschaft/2011/welche-wirtschaft-wollen-wir/">Welche Wirtschaft wollen wir?</a>&#8220;.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Mittwoch, 19. Oktober 2011<br />
 18.30 Uhr</p>
<p>Bauhaus (Gropiusallee 38, Raum 322)<br />
 Dessau</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/nachhaltigkeit-und-wachstum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gr&#252;nes Besch&#228;ftigungswunder f&#252;r Sachsen-Anhalt</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/gruenes-beschaeftigungswunder-fuer-sachsen-anhalt/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/gruenes-beschaeftigungswunder-fuer-sachsen-anhalt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 09:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=1203</guid>
		<description><![CDATA[Sachsen-Anhalt braucht mehr Arbeitspl&#228;tze. Auch wenn trotz Finanzmarktkrise und &#246;kologischen Herausforderungen die Arbeitsmarktbilanz bundesweit erfreulich gut ausf&#228;llt, gibt es in der Region viel zu tun. Es geht um die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit an Elbe und Saale.
17. Februar 2011, 10.00 Uhr, Magdeburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie kann das gelingen?</strong></p>
<p><em>Tagung am 17. Februar 2011 in Magdeburg</em></p>
<p>Sachsen-Anhalt braucht mehr Arbeitspl&#228;tze. Auch wenn trotz Finanzmarktkrise und &#246;kologischen Herausforderungen die Arbeitsmarktbilanz bundesweit erfreulich gut ausf&#228;llt, gibt es in der Region viel zu tun. Es geht um die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit an Elbe und Saale.</p>
<p>Die Pr&#228;sentation einer Expertise zu <a href="http://www.sachsen-anhalt.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/367/367238.neue_jobs_an_elbe_und_saale_durch_gruene.pdf" target="_blank">„Besch&#228;ftigungspotenzialen einer nachhaltigen Wirtschaft &#8211;  30 000 Arbeitspl&#228;tze f&#252;r das Musterland Sachsen-Anhalt&#8221;</a> bildet den Auftakt dieser Tagung. Die Expertise analysiert die Ausgangslage und schl&#228;gt f&#252;r verschiedene Handlungsfelder Strategien zur Erschlie&#223;ung gro&#223;er Besch&#228;ftigungspotenziale in der Region vor.</p>
<p>Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft er&#246;rtern und diskutieren im Anschluss die Herausforderungen und die Chancen f&#252;r mehr Besch&#228;ftigung in Sachsen-Anhalt. F&#252;r verschiedene Bereiche und Branchen wird eine Agenda f&#252;r mehr Jobs erarbeitet: f&#252;r das Handwerk, die Ingenieurs­wissenschaften und den Umweltbereich. Hier wird gefragt, ob gr&#252;ne Jobs auch gute Jobs sind.</p>
<p><a href="http://greennewdeal.boellblog.org/" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-1208" title="greennewdeal" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/02/greennewdeal.gif" alt="" width="185" height="110" /></a>Wie kann ein Jobwunder in Gr&#252;n gelingen? Was sind die Bedingungen hierf&#252;r?  Was ist zu tun und von wem?</p>
<p>Ein Green New Deal f&#252;r Sachsen-Anhalt &#8211; es gibt viel zu tun, lassen Sie sich inspirieren und machen Sie mit, wir laden Sie herzlich dazu ein.</p>
<p>Mit u.a.<br />
 <a href="http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=16962" target="_blank">Thomas Pleye</a> (Staatssekret&#228;r im Ministerium f&#252;r Wirtschaft und Arbeit Sachsen-Anhalt)<br />
 <a href="http://www.sachsen-anhalt.dgb.de/kontakt/landesvorsitz/?-C=" target="_blank">Udo Gebhardt</a> (Vorsitzender DGB Sachsen-Anhalt),<a href="http://www.ipw.ovgu.de/Renzsch.html" target="_blank"><br />
 Prof. Dr. Wolfgang Renzsch</a> (Politikwissenschaftler, Universit&#228;t Magdeburg),<br />
 <a href="http://www.solarvalley.org/ansprechpartner" target="_blank">Dr. Peter Frey</a> (Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Solar Valley GmbH) und<br />
 <a href="http://www.sachsen-anhalt.gruene-partei.de/cms/default/rubrik/10/10332.christoph_erdmenger_landesvorsitzender.htm" target="_blank">Christoph Erdmenger</a> (Landesvorsitzender von B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen Sachsen-Anhalt)</p>
<p>Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p>Anmeldung:<br />
 Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt, T 0345-2023927, E <a href="mailto:info@boell-sachsen-anhalt.de">info@boell-sachsen-anhalt.de</a></p>
<h3><strong><strong>Veranstaltungsort und -zeit:</strong></strong></h3>
<p>Donnerstag, 17. Februar 2011<br />
 10.00 bis 17.00 Uhr</p>
<p><a href="http://www.roncalli-haus.de/cms/cms/front_content.php?idcatart=20&amp;lang=1&amp;client=1" target="_blank">Roncalli-Haus</a> (Max-Josef-Metzger-Str. 12/13)<br />
 Magdeburg</p>
<hr style="width: 491px;" />
<p><strong>Programm der Tagung „Gr&#252;nes Besch&#228;ftigungswunder f&#252;r Sachsen-Anhalt“</strong></p>
<p>Donnerstag, 17. Februar 2011 von 10.00 bis 18.00 Uhr<br />
 im <a href="http://www.roncalli-haus.de/cms/cms/front_content.php?idcatart=20&amp;lang=1&amp;client=1" target="_blank">Roncalli Haus</a> (Max-Josef-Metzger-Str. 12/13) in Magdeburg</p>
<p><strong>10.00 Uhr</strong></p>
<p>Vortrag: <em>Zukunft der Wirtschaft – Herausforderungen und Potentiale</em><br />
 Dr. Joachim Ragnitz (ifo-Institut Dresden)</p>
<p><strong>11:00 Uhr</strong></p>
<p>Vorstellung der Studie: <em>„Besch&#228;ftigungspotentiale einer nachhaltigen Wirtschaft – 30.000 Arbeitspl&#228;tze f&#252;r das Musterland Sachsen Anhalt“</em><br />
 Philipp Marek (Diplom-Volkswirt, B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN)</p>
<p>anschlie&#223;end Diskussion &#252;ber Chancen, Herausforderungen und Handlungsfelder in Sachsen Anhalt</p>
<p><strong>12.00 Uhr</strong> Mittagspause</p>
<p><strong>13.00 – 15.00 Uhr </strong>Workshops</p>
<p>Wie kann das gr&#252;ne Jobwunder gelingen? Wie stellt sich die Ausgangssituation dar? Welche Voraussetzungen m&#252;ssen geschaffen werden? Wer ist Akteur?</p>
<p><em>1. Handwerk hat gr&#252;nen Boden</em></p>
<p>Themen: Energetische Sanierung, Finanzierung von Sanierungsprojekten, Auswirkungen auf Besch&#228;ftigungssituation vor Ort, Ausbildung im Handwerk</p>
<p>Mit:<br />
 Jost Riecke, Verbandsdirektor Verband der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e.V.<br />
 Enrico D&#228;gelmann, Handwerkskammer Halle und<br />
 N.N., Umweltbank (angefragt)</p>
<p><em>2. Gr&#252;ne Ingenieurwissenschaften als Motor f&#252;r Wirtschaft und Wissenschaft</em></p>
<p>Themen: Zukunft der Ausbildung von IngenieurInnen, Hochschulentwicklung, Weiterentwicklung von Inhalten und Methoden der Ausbildung, Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft</p>
<p>Mit:<br />
 Dr. Peter Frey, Solar Valley,<br />
 Burkhard May, Enercon in Aurich (angefragt) und<br />
 N.N., Wissenschaftliche Weiterbildung und Absolventenvermittlung Uni Magdeburg</p>
<p><em>3. Gr&#252;ne Jobs = Gute Jobs?</em></p>
<p>Themen: Besch&#228;ftigungspotentiale im Umweltbereich, B&#252;ndnispartnerInnen f&#252;r einen Green New Deal</p>
<p>Mit:<br />
 Erhard Koppitz, IG BCE Bezirksleitung Magdeburg-Halle,<br />
 Uwe Schmorl, Betriebsratsvorsitzender bei Q-Cells und<br />
 Prof. Dr. Wolfgang Renzsch, Politikwissenschaftler Uni Magdeburg</p>
<p><strong>15.00 – 15.30 Uhr</strong> Kaffeepause</p>
<p><strong>15.30 &#8211; 17.30 Uhr</strong> Abschlussdebatte:</p>
<p>Ein Green New Deal f&#252;r Sachsen Anhalt  &#8211; Es gibt viel zu tun!</p>
<p>Mit:</p>
<p>Thomas Pleye, Staatssekret&#228;r im Ministerium f&#252;r Wirtschaft und Arbeit Sachsen-Anhalt,<br />
 Christoph Erdmenger, Landesvorsitzender B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN Sachsen Anhalt,<br />
 Udo Gebhardt, DGB Vorsitzender Sachsen Anhalt und<br />
 Klaus Olbricht, Pr&#228;sident IHK Magdeburg</p>
<p>Ralf F&#252;cks, Vorstand der Heinrich B&#246;ll Stiftung (Moderation)</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Eine gemeinsame Veranstaltung von:</strong><img class="alignright size-full wp-image-1206" title="Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/02/hbs_logo_mailings.jpg" alt="" width="78" height="76" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1205" title="Heinrich-B&#246;ll-Stiftung" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2011/02/logo_de_390x53-web-300x40.jpg" alt="" width="240" height="32" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2011/gruenes-beschaeftigungswunder-fuer-sachsen-anhalt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie weiter in Afghanistan?</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2010/wie-weiter-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2010/wie-weiter-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 19:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüner Salon]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=960</guid>
		<description><![CDATA[Die Sicherheitslage in Afghanistan ist insbesondere f&#252;r die Zivilbev&#246;lkerung weiterhin kritisch. Der Gr&#252;ne Salon der Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt will eine Bilanz des deutschen Engagements ziehen und darauf aufbauend m&#246;gliche Szenarien f&#252;r einen Abzug deutscher Truppen diskutieren.
25. M&#228;rz 2010, 20.00 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gr&#252;ner Salon der Heinrich-B&#246;ll-Stiftung</strong></p>
<p>Die Sicherheitslage in Afghanistan ist insbesondere f&#252;r die Zivilbev&#246;lkerung weiterhin kritisch.  Wenn dabei verst&#228;rkt deutsche Soldaten in Gefechte mit aufst&#228;ndischen Taliban geraten, flammt auch bei uns die Debatte um die deutsche Beteiligung &#252;ber den Einsatz am Hindukusch auf. Kritiker des Einsatzes fordern einen m&#246;glichst schnellen Abzug der <img class="alignright size-full wp-image-1007" title="Afghanistan" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2010/03/Afghanistan.gif" alt="" width="249" height="200" />dort stationierten Bundeswehrsoldaten.</p>
<p>Der Gr&#252;ne Salon der Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen-Anhalt will eine Bilanz des deutschen Engagements ziehen und darauf aufbauend m&#246;gliche Szenarien f&#252;r einen Abzug deutscher Truppen diskutieren. Sind die stationierten Truppen Garant oder St&#246;rfaktor f&#252;r eine zivile Konfliktl&#246;sung? Wie kann Afghanistan langfristig befriedet werden?</p>
<p>Zu Gast sind:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.nachtwei.de/" target="_blank"><strong>Winfried Nachtwei</strong></a> (MdB f&#252;r B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN bis 2009 und Fraktionssprecher f&#252;r Sicherheits- und Abr&#252;stungspolitik)</li>
<li><strong><a href="http://aan-afghanistan.com/index.asp?id=49" target="_blank">Thomas Ruttig</a></strong> (Afghanistan Analyst Network)</li>
<li><strong>Reinhard Kammerer</strong> (Generalmajor der Bundeswehr<strong>, </strong>Kommandeur 13. Panzergrenadierdivision)</li>
<li><strong>Dr. Danko Knothe</strong> (Politikwissenschaftler, Moderation)</li>
</ul>
<p><strong>Veranstaltungsort und -zeit:</strong></p>
<p>Donnerstag, 25. M&#228;rz 2010<br />
 20.00 Uhr</p>
<p><a href="http://www.oekoase-halle.de" target="_blank">&#214;koase</a> (Kleine Ulrichstra&#223;e 2)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2010/wie-weiter-in-afghanistan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Quo vadis Israel?</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/zeitgeschichte/2010/quo-vadis-israel/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/zeitgeschichte/2010/quo-vadis-israel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 09:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=956</guid>
		<description><![CDATA[Der Journalist Igal Avidan liest in der Aula der KGS Ulrich-von-Hutten vor Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern aus seinem Buch "Israel - Ein Staat such sich selbst".
5. Februar 2010, 10.30 Uhr, Halle (Saale)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Igal Avidan im Gespr&#228;ch mit Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern der KGS Ulrich-von-Hutten</strong></p>
<p>2008 feierte der Staat Israel seinen 60. Geburtstag. Igal Avidan unternimmt in seinem Buch &#8220;Israel &#8211; Ein Staat sucht sich selbst&#8221; den Versuch, Bilanz zu ziehen. Der Journalist, 1968 in Tel Aviv geboren, schildert darin anhand von Interviews und Hintergrundberichten die Geschichte des Landes.</p>
<p>Igal Avidan liest in der Aula der KGS Ulrich-von-Hutten aus seinem Buch und stellt sich anschlie&#223;end den Fragen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler.</p>
<h3>Veranstaltungsort und -zeit:</h3>
<p>Freitag, 05. Februar 2010<br />
 10.30 Uhr</p>
<p>KGS Ulrich-von-Hutten (Ro&#223;bachstra&#223;e)<br />
 Halle (Saale)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/zeitgeschichte/2010/quo-vadis-israel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meinungsfreiheit, die pers&#246;nliche, verbale</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit-die-persoenliche-verbale/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit-die-persoenliche-verbale/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=848</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Rudolf Ke&#223;ner im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Rudolf Ke&#223;ner</strong></p>
<p>Ich geh&#246;re zu den Menschen die behaupten und auch bezeugen k&#246;nnen: Meinungsfreiheit war in der DDR-Diktatur zumindest in den letzten 20 Jahren, die ich &#252;berblicken konnte, im Prinzip gew&#228;hrt und damit m&#246;glich; es haben sich nur zu Wenige  dieses Grundrecht genommen und gelebt. Gewiss bin ich nicht blau&#228;ugig, wenn ich sage: es war Jedem m&#246;glich seine Meinung in jedem Kreis zu &#228;u&#223;ern und daf&#252;r einzustehen. Der Grundtenor der Meinungs-&#196;u&#223;erung musste allerdings „konstruktiv“ sein und nicht destruktiv. Wir haben es nur zu wenig praktiziert. Meinungsfreiheit mit Hilfsmitteln (Demonstrationen, gedruckte Papiere, in den Medien u.a.m.) war nur sehr eingeschr&#228;nkt m&#246;glich.</p>
<p>Wo war aber der Haken? Wir lebten in einem System, einer Diktatur, die aus dem Prinzip der eigenen Machterhaltung beim Menschen Angst erzeugen sollte und wohl musste. Davor hatten die Menschen Angst. Wir lebten also in st&#228;ndiger Angst vor der Angst. Jeder Dialog verschlang sich, noch bevor er beginnen konnte, an sich selbst; er fand nicht statt. Getrauten wir uns doch diese Freiheit in Anspruch zu nehmen, waren wir eines gro&#223;en Interesses gewiss. Es interessierte eine Vielzahl Menschen, was und wie sich der Einzelne &#228;u&#223;erte; auch der Staat beobachtete dieses mit Argusaugen.</p>
<p>Die Meinung ist frei, hei&#223;t es heute Land auf Land ab, wir leben schlie&#223;lich in einer Demokratie. Ist dies wirklich der Fall? Nehmen wir uns wirklich die Freiheit eine Meinung zu &#228;u&#223;ern? Was ist Meinungsfreiheit? Ist Meckern und Herumn&#246;len, das permanente sich Erheben &#252;ber den Andern, ja gar das Unterdr&#252;cken der Meinung des Andersdenkenden bereits Meinungsfreiheit? K&#246;nnen wir es uns &#252;berhaupt leisten frei die Meinung zu &#228;u&#223;ern? &#220;ber den Vorgesetzten? Wegen menschenunw&#252;rdiger L&#246;hne f&#252;r die Arbeitsleistung? &#220;ber den Arzt, der uns Kassenpatienten viel zu lange warten l&#228;sst auf einen Termin? &#220;ber einen wichtigen Kunden, der immer mehr die Preise dr&#252;ckt, dass es sich nicht mehr lohnt zu arbeiten? &#220;ber den Ausbildungsbetrieb, der den billigen Azubi die Facharbeiten erledigen l&#228;sst um zu sparen?&#8230;?&#8230;?</p>
<p>Wenn wir die Meinung frei &#228;u&#223;ern durch Sprache, Demonstration, im Film in der Musik, bemerken wir oft: es interessiert niemandem. Es frustriert, gegen W&#228;nde zu laufen.</p>
<p>Ich bin dennoch der Meinung: Wir k&#246;nnen nicht nur palavern. Wir m&#252;ssen etwas tun! Wir m&#252;ssen eingreifend die Meinung &#228;u&#223;ern mit Herz, Mund und Hand. Wir m&#252;ssen dem &#246;kologischen Imkermeister, der das ihm nicht geh&#246;rende Feld vom gef&#228;hrlichen genmanipulierten Mais „befreite“  und nun im Gef&#228;ngnis Suhl-Goldlauter daf&#252;r einsitzt, beistehen. Wir m&#252;ssen unsere Meinung klar sagen: Stop dem Verbrechen an der Menschlichkeit! Stop Genmanipulation, Kriegswaffenexporten, Atominduistrie&#8230;</p>
<p>Ja, wo sind wir pl&#246;tzlich, in welchem Land leben wir, wir alten B&#252;rgerrechtler? Sind das nicht &#228;hnlich notwendige Worte wie vor drei&#223;ig Jahren? M&#252;ssen wir uns nicht st&#228;ndig neu den Mut zur Freiheit erarbeiten? Kostet das heute nicht genauso viel Kraft, Mut und Zeit wie fr&#252;her? Hat sich denn gar nichts ge&#228;ndert?</p>
<p>Doch! Es gibt ein verbrieftes Recht auf diese Meinungsfreiheit. H&#252;ten wir es vor allen Angriffen!</p>
<p>(<span>16. September 2009</span>)</p>
<hr />
<p><strong>Rudolf Ke&#223;ner</strong>, Jahrgang 1950, selbst&#228;ndiger Flexografenmeister und Medienunternehmer in Weimar, verheiratet, vier Kinder, inzwischen rehabilitiert wegen &#220;bergriffe der SED-Diktatur.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/meinungsfreiheit/">zur&#252;ck</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit-die-persoenliche-verbale/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Toleranz und Intoleranz</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz-und-intoleranz/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz-und-intoleranz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=855</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Prof. Dr. Erhard St&#246;lting im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von  <strong>Erhard St&#246;lting</strong></p>
<p>Wie viele politische Schl&#252;sselbegriffe wirkt der der Toleranz auf den ersten Blick recht einfach. Es ist aber wichtig, doch etwas genauer hinzusehen und einige Differenzierungen zu bedenken.</p>
<p><strong>1.</strong> Das alte Brandenburg-Preu&#223;en gilt als eine der Wiegen der Toleranz. Tats&#228;chlich ist an seiner sehr wechselhaften Tolerierungspraxis erkennbar, da&#223; einerseits die religi&#246;sen Unterschiede noch bedeutungsvoll waren und da&#223; zugleich mit dem Aufstieg der Aufkl&#228;rung die religi&#246;se Legitimierung des Gemeinwesens zur&#252;ckging. Die staatsbegr&#252;ndende Bedeutung der Religion hielt sich allerdings bei den preu&#223;ischen Konservativen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Sie stand hinter der Zwangsvereinigung von lutherischer und reformierter Kirche im Jahre 1817 und reichte &#252;ber Bismarcks immer wieder aufbrechende politische Feindschaft gegen&#252;ber Katholiken und Juden hinaus.</p>
<p>Andere Unterschiede hingegen, die es auch gab, waren zun&#228;chst nicht wichtig, Die unterschiedlichen Idiome, die Untertanen sprachen, wurde vom Staat nicht einfach toleriert, sie waren ihm gleichg&#252;ltig. Je wichtiger aber die Sprache f&#252;r die Selbstdefinition Preu&#223;ens wurde, desto intoleranter wurde es in dieser Hinsicht. Die sprachliche Toleranz, die die reformatorische lutherische Bewegung weitgehend gekennzeichnet hatte, verschwand im 19. Jahrhundert. Das traf auch die protestantischen Sorben in der schlesischen Lausitz, die protestantischen Litauer in Ostpreu&#223;en, vor allem aber die Bev&#246;lkerungen polnischer Sprache, einschlie&#223;lich der protestantischen Masuren. Diese Intoleranz ist Indikator daf&#252;r, da&#223; die Sprache ins Zentrum der Definition des preu&#223;isch-deutschen Staates r&#252;ckte.</p>
<p>Der daraus zu erschlie&#223;ende allgemeine Mechanismus w&#228;re, da&#223; Toleranz gegen&#252;ber Unterschieden, die politisch und gesellschaftlich als unwichtig gelten, leicht f&#228;llt bzw. da&#223; die Bereitschaft, Unterschiede zu tolerieren, bedeuten kann, da&#223; man sie nicht f&#252;r wichtig h&#228;lt. Als die Sprache wichtiger wurde, stieg die sprachliche Intoleranz; als Religion unwichtiger wurde, stieg die religi&#246;se Toleranz.</p>
<p><strong>2.</strong> Am Rassismus, der in Deutschland seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert immer ernster genommen wurde, der zwischen 1933 und 1945 seinen H&#246;hepunkt erreichte und der noch heute als popul&#228;re und bedrohliche Ideologie fortbesteht, l&#228;&#223;t sich das zeigen: Der Rassismus wird vor allem mit dem richtigen Argument bek&#228;mpft, da&#223; er erwiesener Unsinn ist. Charakteristische Unterschiede im Aussehen oder vorgebliche sonstige Unterschiede, die biologisch begr&#252;ndet werden, haben keine fundamentale Bedeutung f&#252;r das Gemeinwesen und m&#252;ssen daher eigentlich nicht toleriert werden. Sie sind selbstverst&#228;ndlich da und bed&#252;rfen keiner Legitimation. Die Rassisten selbst sehen das anders und sind daher in diesem Sinne intolerant. Die Bek&#228;mpfung der bis in die Bildungsschichten reichenden und noch immer starken rassistischen Stereotype verlangt also nicht eigentlich Toleranz, sondern eine Aufkl&#228;rung verklebter Gehirne.</p>
<p><strong>3.</strong> Deutschland ist dank Einwanderungen vielf&#228;ltiger und bunter geworden. Das braucht an dieser Stelle nicht im einzelnen belegt zu werden; es gen&#252;gt ein Gang durch die St&#228;dte – selbst die ostdeutschen St&#228;dte.</p>
<p>Der verbreiteten Intoleranz gegen&#252;ber Immigranten wird nun immer wieder die Forderung nach Toleranz entgegengesetzt. Die Toleranz soll sich auf kulturelle Unterschiede richten und eigentlich die Anerkennung umfassen, da&#223; sie die eigene Gesellschaft bereichern. Das ist richtig und freundlich. Der Rekurs auf Kultur ist gleichwohl zweideutig. Es stehen sich zwei Denkrichtungen gegen&#252;ber:</p>
<p>Die eine l&#228;&#223;t sich paradigmatisch an dem j&#228;hrlich in Berlin zelebrierten „Karneval der Kulturen der Welt“ verdeutlichen. Er zeigt anschaulich, da&#223; die zugewanderten Kulturen in der gleichen Stadt nebeneinander einen Platz finden und da&#223; alle zu ihrer Lebendigkeit und erw&#252;nschten Vielfalt beitragen. Das schw&#228;bische Restaurant kann friedlich neben dem t&#252;rkischen, dem griechischen, dem italienischen, dem &#228;thiopischen, dem amerikanischen, dem georgischen usw. koexistieren. Die Unterschiede werden nicht m&#252;hsam toleriert, sondern emphatisch begr&#252;&#223;t.</p>
<p>Auf der anderen Seite gibt es, oft aus dem gleichen Munde, auch einen Gegendiskurs. Die durch die Immigrationen entstandene kulturelle Vielfalt erscheint als Problem. Meist ohne weitere Begr&#252;ndung gilt eine angebliche „Parallelgesellschaft“ als Gefahr. An ihr werden Unterschiede gesehen, die nicht toleriert werden sollen – etwa wirkliche oder unterstellte Erziehungsstile t&#252;rkischer und arabischer Familien, die Position von Frauen und M&#228;dchen unter Muslimen, die gewaltbereite Absonderung t&#252;rkischer und arabischer Jugendgangs und die elenden sozialen Perspektiven ihrer Mitglieder usw. Ob und wieweit diese Bef&#252;rchtungen fundiert sind oder nicht, l&#228;&#223;t sich an dieser Stelle nicht differenziert pr&#252;fen. Auf jeden Fall zeigen die Bef&#252;rchtungen, wo die gesellschaftliche Toleranz ihre Grenze findet und was in unserer Gesellschaft f&#252;r wichtig gehalten wird und was nicht. Auch hier gibt es unfundierte Stereotypen, die ganz &#228;hnlich den rassistischen Resten pr&#228;sent und au&#223;erordentlich wirksam sind, obwohl sie falsch sind.</p>
<p>Aber manche dieser Bef&#252;rchtungen werden auch von den F&#252;rsprechern der kulturellen Toleranz geteilt. Das zeigt sich im Verh&#228;ltnis zum Islam. Tolerierbar ist offenbar nicht der offizielle saudi-arabische, sudanesische oder iranische Islam und erst recht sind es nicht deren terrorbereite Austriebe. Tolerierbar ist nur ein Islam, der mit der deutschen Verfassung und den in langer Geschichte m&#252;hevoll erk&#228;mpften und f&#252;r unverzichtbar gehaltenen Errungenschaften der europ&#228;ischen Aufkl&#228;rung kompatibel ist. Da kann es geschehen, da&#223; christliche oder weltliche deutsche Experten beanspruchen, besser &#252;ber den Koran bescheid zu wissen als die Gelehrten in Kairo oder Qom. Die Duldung hat eine Grenze, die argumentativ gezogen wird, aber dabei auch das Unverzichtbare definiert.</p>
<p>Tolerant mu&#223; man also nicht gegen&#252;ber der griechischen Eckkneipe sein und nicht gegen&#252;ber der t&#252;rkischen Buchhandlung, z&#228;hnknirschend ertragen soll man allenfalls die kurdische Musik im Treppenhaus, weil man sie nicht gerne h&#246;rt. Aber gegen&#252;ber dem, was man f&#252;r religi&#246;sen Fanatismus h&#228;lt, will man nicht tolerant sein. Die Grenze zwischen Tolerierbaren und nicht Nicht-Tolerierbaren ist hier nicht immer klar zu erkennen, aber es gibt sie, weil es Merkmale gibt, die f&#252;r wichtig gehalten werden.</p>
<p><strong>4.</strong> Die Situation ist damit kategorial der des ausgehenden 17. Jahrhunderts vergleichbar. Intoleranz gilt gegen&#252;ber dem, was man nach seinen jeweiligen Begr&#252;ndungen f&#252;r wichtig h&#228;lt. Das aber kann sich &#228;ndern. Die Relevanzen des 21. Jahrhunderts sind andere als die des 17. Zugleich k&#246;nnen die Auseinandersetzungen um das, was akzeptabel ist, sich gegen unsinnige und gef&#228;hrliche rassistische oder kulturalistische Bestrebungen richten. Aber eine ernsthafte Diskussion dar&#252;ber, was nicht tolerierbar ist, l&#228;&#223;t sich eigentlich nicht vermeiden.</p>
<p><strong>5.</strong> Als provokantes Beispiel f&#252;r bevorstehende Diskussionen: In einer Zeit, in der die innereurop&#228;ische Kommunikation, in der das deutsche Hochschulwesen, in der die ausw&#228;rtige deutsche Kulturpolitik, in der die oberen Etagen der Wirtschaft auf die englische Sprache umgestellt werden und die meisten modernen deutschen Subkulturen und die popul&#228;re Musik sich ohnehin l&#228;ngst dominant auf englisch artikulieren, ist es sicherlich unsinnig und beleidigend, von den Immigranten weiterhin zu verlangen, sie sollten durch und durch deutsch werden. Das Deutsche wird ohnehin zunehmend zu einer Unterschichtensprache ohne kulturelles Prestige. W&#228;re es also nicht vern&#252;nftiger sprachliche Toleranz zu &#252;ben – nicht im Sinne eines m&#252;hseligen Ertragens, sondern im Sinne eines „anything goes“. Dem Staat kann es heute gleichg&#252;ltig sein, welche Idiome seine B&#252;rger verwenden; die B&#252;rger k&#246;nnen die Vielfalt genie&#223;en und sich zur Not &#252;ber die Sprachgrenzen hinweg auf Englisch verst&#228;ndigen. Nachdem das Gemeinwesen sich nicht mehr auf die Religion wie in der fr&#252;hen Neuzeit und nicht mehr auf Sprache wie im Zeitalter der Nationalgesellschaften st&#252;tzt, sondern auf Rechtsstaatlichkeit, B&#252;rgerrechte und Menschenrechte, w&#228;re es an der Zeit, auch die Sprache zur Tolerierung freizugeben und sich in der Festlegung des Nichttolerierbaren auf unabdingbare Verfassungsgrunds&#228;tze zu beschr&#228;nken, statt eine Radikalanpassung an Lebensformen zu fordern, die eine kleine bildungsb&#252;rgerliche Subkultur f&#252;r deutsch h&#228;lt.</p>
<p>(<span>9. Oktober 2009</span>)</p>
<hr />
<p><strong>Prof. Dr. Erhard St&#246;lting</strong>, geboren 1942, seit 1994 Professor f&#252;r allgemeine Soziologie an der Universit&#228;t Potsdam, Arbeitsschwerpunkte u. a. Geschichte der Sozialwissenschaften, politische Soziologie, gesellschaftliche Entwicklung Russlands, Hochschulwesen.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/toleranz/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz-und-intoleranz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>T &#8211; wie Toleranz &#8211; vielleicht wird&#8217;s ja doch noch was?</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/t-wie-toleranz/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/t-wie-toleranz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=854</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Jan Gr&#252;nfeld im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Jan Gr&#252;nfeld</strong></p>
<p>„Sei doch mal tolerant“ sagte meine Mutter zu mir, wenn ich mich mal wieder &#252;ber etwas furchtbar aufregte: Ich war eben mitten drin in den sp&#228;ten Achtzigern: mit Schneejeans, Schnauzb&#228;rten, Vokuhilas, Stasi-Stinos, Trabivoranmeldern, SED-Diktatoren, Pink Cadillacs im ZDF und dann die fr&#252;hen Neunziger mit ihren Gesch&#228;ftsf&#252;hrern, Bankberatern, Neuwagenk&#228;ufern, Skinheadarmeen, Ewigkeitskanzlern und anderem t&#228;glichen Ungemach, welches mit lockerem H&#252;ftaufschwung meine Toleranzschwelle &#252;berwand.</p>
<p>In der DDR, dem Land in dem ich geboren wurde, geh&#246;rte aber Toleranz zum guten Ton. Vor allen solchen Dingen gegen&#252;ber, die eh´ nicht zu &#228;ndern waren: der m&#246;glichen Bespitzelung, dem Neid auf kleinstem Niveau, der schulischen Indoktrination und den unz&#228;hligen Einschr&#228;nkungen, Fettn&#228;pfchen und Verboten. Mit ein bischen Toleranz ist man da ganz gut durchgerutscht. Das DDR-Volk war offenbar sehr tolerant den t&#228;glichen Beschneidungen gegen&#252;ber. Auch ziemlich tolerant gegen&#252;ber dem intoleranten System.</p>
<p>Diese Toleranz machte mich krank. Und viele andere in meinem Alter auch. Wir waren eben noch nicht weichgeklopft vom System.</p>
<p>Dann wurde ich 18, 1988 und zusammen mit meiner Vollj&#228;hrigkeit ruckte und zuckte es im Land. Wir glaubten den Funktion&#228;ren nicht, dass sie nur unser Bestes wollten. Und viele hauten einfach ab und kamen gro&#223; ins Fernsehen. Und dann ein Jahr sp&#228;ter machte es unh&#246;rbar Plopp, der Flaschengeist war drau&#223;en und die Herrschaft der Intoleranz zerbrach.</p>
<p>Aber wie gro&#223; die Entt&#228;uschung, als inmitten der sch&#246;nsten Montagsdemozeit, als unser Herz laut pochte, ob so viel Gl&#252;ck eines selbstbestimmten Lebens, als da pl&#246;tzlich Deutschlandfahnen wehten und das ehemals so tolerante DDR-Volk die Stra&#223;e &#252;bernahm. Die haben nicht mal Danke gesagt, dass die Vopos weg waren. „Wir sind EIN Volk!“ – „Nee stimmt nicht ganz, ey, denkt doch mal nach, wir sind so viele unterschiedliche Menschen, es gibt Millionen M&#246;glichkeiten.“ – „Nein, es gibt nur eine“, schallte die Masse entschlossen zur&#252;ck.</p>
<p>Eine Revolution der Gartenzwerge, dachte ich. Schnell &#252;bernahmen die das Ruder und saugten kr&#228;ftig am Nektar der Marktwirtschaft – und wurden einfach nicht satt. Immer war da einer, der mehr abbekommen hatte oder zum ersten Mal mitschlecken wollte. Asylbewerber zum Beispiel, Ausl&#228;nder. Gesocks. Das einig Zwergenvolk grillte in den Think Tanks der Vor- und Schreberg&#228;rten eine stinkende Wolke der Intoleranz zurecht &#8211; all denen gegen&#252;ber, die anders aussahen, anders dachten, auch gegen mich, gegen dich. Mussten wir das tolerieren? Mussten wir nicht.</p>
<p>Wir wollten damals ´89 eine Gesellschaft der vielen Stimmen. Ohne absolute Mehrheiten und Wahrheiten. Eine diversifizierte Gesellschaft, die die Toleranz zum Lebensprinzip erhebt. Das geht nicht ohne eine geh&#246;rige Portion Intoleranz – all denen gegen&#252;ber, welche diesen vielstimmigen Chor bedrohen: „WIR sind das Volk!“ Vielleicht wird´s ja doch noch was? Ich denke schon.</p>
<hr />
<p><strong>Jan Gr&#252;nfeld</strong>, 1970 in Halle (Saale) geboren, ist seit 1999 Diplom-Politikwissenschaftler. Er arbeitet heute als Texter und Konzeptioner in der Werbung und als Musiker und lebt seit 2007 auf einem Bio-Bauernhof in Freienorla in Th&#252;ringen.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/toleranz/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/t-wie-toleranz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Toleranz</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=830</guid>
		<description><![CDATA[Eine demokratische Gesellschaft ist in der Lage, ihre eigene Identit&#228;t kontinuierlich zu definieren, also auch zu &#228;ndern. Sie wird sich mit Unbekanntem im Wissen um die eigene Identit&#228;t mit Neugier auseinandersetzen und sie wird abweichendes Verhalten in diesem Bewusstsein integrieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/toleranz284.jpg" rel="lightbox[830]"><img class="alignright size-medium wp-image-843" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/toleranz284-212x300.jpg" alt="Toleranz" width="148" height="210" /></a>Eine demokratische Gesellschaft ist in der Lage, ihre eigene Identit&#228;t kontinuierlich zu definieren, also auch zu &#228;ndern. Sie wird sich mit Unbekanntem im Wissen um die eigene Identit&#228;t mit Neugier auseinandersetzen und sie wird abweichendes Verhalten in diesem Bewusstsein integrieren. Demokratie braucht, da sie immer wieder neu Minderheiten einschlie&#223;en will, eine aktive Toleranz, ein einschlie&#223;endes Verhalten gegen&#252;ber verschiedenen Arten von Differenz: sexueller und kultureller, politischer und religi&#246;ser, ethnischer und sozialer Differenz.</p>
<p>Sie wird sich wo notwendig von grunds&#228;tzlich demokratiefeindlichen Ideologien abgrenzen.</p>
<p>Toleranz kann in staatlichen Institutionen verankert werden, zu einer Eigenschaft einer Gesellschaft wird sie aber dadurch, dass B&#252;rgerinnen und B&#252;rger daf&#252;r verantwortlich f&#252;hlen und sich darin &#252;ben.</p>
<p>Heute schon tolerant gewesen?</p>
<p>Aus dem Projekt “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>” der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<h3>Kommentare:</h3>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/t-wie-toleranz/"><strong>T &#8211; wie Toleranz &#8211; vielleicht wird&#8217;s doch noch was?</strong><br />
 von Jan Gr&#252;nfeld</a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz-und-intoleranz/"><strong>Toleranz und Intoleranz</strong><br />
 von Erhard St&#246;lting</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/toleranz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Debatte</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/debatte/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/debatte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:18:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=823</guid>
		<description><![CDATA[Der Osten hatte es im Umgang mit den kleinen und gro&#223;en Vertretern des Staates besonders gut gelernt: Aufmerksam lesen und zuh&#246;ren, interpretieren, Argumente hinterfragen und Wahrheit und Klarheit einfordern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/debatte2842.jpg" rel="lightbox[823]"><img class="alignright size-medium wp-image-835" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/debatte2842-212x300.jpg" alt="Debatte" width="148" height="210" /></a>Der Osten hatte es im Umgang mit den kleinen und gro&#223;en Vertretern des Staates besonders gut gelernt: Aufmerksam lesen und zuh&#246;ren, interpretieren, Argumente hinterfragen und Wahrheit und Klarheit einfordern. Obwohl also gerade die Revolution&#228;re des Jahres 1989 die geschicktesten Debattierer und Debattiererinnen waren und sein mussten, ist der Osten dieses Kernelementes der Demokratie besonders m&#252;de. &#8220;Es wird zu viel diskutiert!&#8221;, &#8220;H&#246;rt doch mal auf zu streiten!&#8221; ist h&#228;ufige Klage. Ist das das Ende der Debattenkultur? Wo findet heute Austausch von Argumenten statt? Ist die Debatte durch den Talk zur Show verkommen? Kann der Streit zur&#252;ck gewonnen werden?</p>
<p>Aus dem Projekt &#8220;<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>&#8221; der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/debatte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rechtsstaatlichkeit als Verpflichtung</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaatlichkeit-als-verpflichtung/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaatlichkeit-als-verpflichtung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=853</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Behlert im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Wolfgang Behlert</strong></p>
<p>Dass der Rechtsstaat schon sehr fr&#252;hzeitig nach der politischen Zeitenwende der Jahre 1989/1990 das Ziel von Vorw&#252;rfen und Anfeindungen derjenigen war, die in seiner Folge den Verlust von in der DDR erworbenen Rechts(?)positionen bef&#252;rchten mussten, soll an dieser Stelle nicht weiter er&#246;rtert werden. Die allermeisten derer, die damals Begriffe wie „Siegerjustiz“ oder „Strafrentensystem“ in die politische Debatte einf&#252;hrten, m&#252;ssten sich mittlerweile im R&#252;ckblick auf die realen geschichtlichen Abl&#228;ufe, insbesondere auch auf die einschl&#228;gige Rechtssprechung der obersten bundesdeutschen Gerichte, zu &#252;berzeugten Bef&#252;rwortern des Rechtsstaates gewandelt haben. Anderen freilich wird sich m&#246;glicherweise eine f&#252;r sie so nicht vorherzusehende Interpretationsm&#246;glichkeit der ber&#252;hmten Sentenz bei Marx von der „Expropriation der Expropriateure“ er&#246;ffnet haben, die sie im g&#252;nstigeren Fall nachdenklich gemacht hat.</p>
<p>Doch auch f&#252;r einige Akteure der B&#252;rgerrechtsbewegung war der Rechtsstaat von Anfang an Projektionsfl&#228;che von Irritationen. Sie tr&#228;umten den Traum der Gerechtigkeit und erwachten in der Realit&#228;t des Rechtsstaats. Die hiermit verbundenen Entt&#228;uschungen w&#228;ren freilich unter der Bedingung eines h&#246;heren Ma&#223;es an Informiertheit vermeidbar gewesen. Sie m&#246;gen aber auch damit in Zusammenhang stehen, dass der Begriff des Rechtsstaates in Literatur, Rechtsprechung und Politik zuweilen in einer Weise eine wertem&#228;&#223;ige Aufladung erf&#228;hrt, die der Absch&#228;tzung seiner funktionalen Leistungsf&#228;higkeit nicht zutr&#228;glich sein kann. Dies tritt auch- aber beileibe nicht nur!- in der inzwischen wieder aufgeflammten Debatte darum, ob die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, zu Tage. Der Ausdruck steht f&#252;r eine bestimmte geschichtlich begr&#252;ndete und moralisch wertende Sichtweise; etymologisch kommt er als Antonym zu „Rechtsstaat“ nicht in Betracht. Zwar kann mit dem Rechtsphilosophen Gustav Radbruch kein Zweifel daran bestehen, dass die Gerechtigkeit die „Idee des Rechts“ schlechthin ist. Jedoch handelt es sich hierbei erstens um einen normativen und zweitens um einen formalen Zusammenhang von Gerechtigkeit und Rechtsstaat. Dies soll nicht gering gesch&#228;tzt, aber auch nicht in einen transzendenten Wertehorizont hinein &#252;berdehnt werden. Daf&#252;r n&#228;mlich, dass Gerechtigkeit das normative Gebot, das Verspechen des Rechtsstaates sein mag, keinesfalls jedoch ein empirisch gesicherter Befund, gibt es gegenw&#228;rtig kein bedr&#252;ckenderes Symbol als Guantánamo. Und um zu erfahren, dass der Kern eines rechtsstaatlich inspirierten Gerechtigkeitsdenkens zun&#228;chst und zu erst in einer formalen Gleichbehandlung im Recht besteht und nicht etwa in der Herstellung einer- von wem und unter welchen Voraussetzungen auch immer erschauten- „materiellen“ Gerechtigkeit- gen&#252;gt bereits ein fl&#252;chtiger Blick auf die soziale Wirklichkeit, die uns umgibt- von den Hartz IV- Gesetzen bis zu den aktuell wieder in der Diskussion stehenden rechtlichen Rahmenbedingungen f&#252;r Bildung, insbesondere auch Hochschulbildung.</p>
<p>Wollen wir den Rechtsstaat also loben, dann sollten wir zumindest einigerma&#223;en pr&#228;zise fragen, wof&#252;r. Und soll er Gegenstand kritischer Zeitdiagnose sein, dann w&#228;re zuvor jedenfalls zun&#228;chst jedes Mal zu beurteilen, ob er denn auch der jeweils richtige Adressat einer solchen Kritik ist. Gleichwohl gibt es sowohl Anlass, sich seiner Vorz&#252;ge zu vergewissern als auch auf gegenw&#228;rtige Gef&#228;hrdungen hinzuweisen. Denn einerseits erreichte das, was Legislative und Exekutive (das Prinzip der Gewaltenteilung hat sich in dieser Beziehung nahezu vollst&#228;ndig nivelliert) etwa im Kontext von „Terrorismusbek&#228;mpfung“, „Bek&#228;mpfung des organisierten Verbrechens“ etc. an Zumutungen in Form der &#220;berwachung, des Eingriffs in individuelle Freiheitsrechte und des R&#252;ckbaus normativer Freiheitsgarantien in den letzten Jahren hervorgebracht haben, ein im Vorhinein wohl kaum f&#252;r m&#246;glich gehaltenes Ausma&#223;. Rasterfahndung, Telefon&#252;berwachung, Online- Durchsuchung, Video- &#220;berwachung &#246;ffentlicher Pl&#228;tze, automatische Erfassung von Kfz- Kennzeichen und andere polizeiliche &#220;berwachungsmethoden, sog. „Nacktscanner“ auf Flugh&#228;fen, biometrischer Reisepass und vieles andere sind hierf&#252;r die einschl&#228;gigen Stichworte. All die genannten Ma&#223;nahmen gen&#252;gen wohl schon allein deshalb nicht den Anforderungen des Rechtsstaatsgebotes, weil in ihnen zumindest der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeitsgrundsatz nicht ber&#252;cksichtigt wird: Sie sind alle miteinander nicht geeignet, den in ihnen angestrebten Zweck, die Herstellung oder auch nur Verbesserung der „inneren Sicherheit“, auch tats&#228;chlich zu erreichen. Dem gegen&#252;ber steht aber, und unter anderem dies unterscheidet dann eben den Polizeistaat vom Rechtsstaat, eine Justiz, insbesondere in Gestalt des Bundesverfassungsgerichts, die einen Gro&#223;teil der genannten Ma&#223;nahmen in die durch das Grundgesetz vorgegebenen Begrenzungen zur&#252;ckverwiesen hat.</p>
<p>Allerdings: Wie fragil eine rechtsstaatliche Balance ist, in der die eine Seite- Exekutive und Legislative- immer wieder bis an die Grenzen des von der Verfassung gerade noch abgedeckten gesetzgeberischen und politischen Agierens geht und dabei das eine um das andere Mal auch den Verfassungsbruch billigend und kalkuliert in Kauf nimmt, zeigt nicht zuletzt die Grundgesetz&#228;nderung zum Grundrecht auf Asyl aus dem Jahr 1993. Dem Urteil des BVerfG vom 14. Mai 1996, das diesen sog. „Asylkompromiss“ best&#228;tigte, hielten drei der Richter des erkennenden Senats, unter ihnen die damalige Pr&#228;sidentin des BVerfG, in ihren abweichenden Voten u.a. entgegen, seinerseits in eklatanter Weise rechtsstaatlichen Standards nicht mehr zu gen&#252;gen. Dies spricht f&#252;r sich. Auch Beispiele aus neuerer Zeit lie&#223;en sich finden. So vertrat erst k&#252;rzlich (2008) ein Richter des BVerfG &#246;ffentlich und nachlesbar, dass es f&#252;r ihn Konstellationen geben k&#246;nne, in dem eine Relativierung der Menschenw&#252;rde jedenfalls „nicht von vorn herein“ ausgeschlossen werden k&#246;nne. Gemeint war die Relativierung eines absoluten Folterverbotes.</p>
<p>Nein, die fast zwanzig Jahre w&#228;hrende Verankerung des Rechtsstaates nun auch im Osten Deutschlands muss nicht gefeiert werden. Das Feiern von Jubil&#228;en gilt als eine Spezialit&#228;t des vorangegangenen Staates. Angemessen w&#228;re es aber, uns zu vergegenw&#228;rtigen, welch hohes Gut mit dem Rechtsstaat auf uns gekommen ist, und dass uns hieraus eine Verpflichtung erw&#228;chst, auf aktuell zu beobachtende Auszehrungstendenzen hinzuweisen und ihnen entgegen zu treten.</p>
<hr />
<p><strong>Wolfgang Behlert</strong> ist Jurist und Rechtssoziologe. Professor f&#252;r Recht an der Fachhochschule Jena, war viele Jahre Mitglied der Fachkommission Intergovernmental Organizations bei amnesty international. Er war Mitglied des Stadtrates von Jena f&#252;r „B&#252;ndnis 90/ Die Gr&#252;nen“. Heute ist er Vertrauensdozent der HBS und engagiert sich vor allem in lokalen und regionalen Projekten wie Refugio, einem Tr&#228;gerverein f&#252;r ein psychosoziales Beratungs- und Behandlungszentrum f&#252;r traumatisierte Fl&#252;chtlinge und Folteropfer.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/rechtsstaat/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaatlichkeit-als-verpflichtung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vor der Demokratie steht die Rechtsstaatlichkeit</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/vor-der-demokratie-steht-die-rechtsstaatlichkeit/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/vor-der-demokratie-steht-die-rechtsstaatlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=852</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Dr. Dietrich Herrmann im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Dr. Dietrich Herrmann</strong></p>
<p>Vor der Demokratie steht die Rechtsstaatlichkeit. Das gilt nicht nur f&#252;r die Revolutionen des 18. Jahrhunderts, es gilt auch f&#252;r die Revolution 1989 in der DDR.</p>
<p>Seit der Protektion durch die sowjetische Besatzungsmacht hatte die SED stets die F&#252;hrungsrolle inne, die – dem Text nach eher b&#252;rgerliche – DDR-Verfassung von 1949 war nachrangig. Diese Verfassungswirklichkeit – die alles dominierende Rolle der Partei – wurde 1968 in der neuen „sozialistischen Verfassung“ als Artikel 1 vor s&#228;mtlichen anderen Regelungen fixiert. Im Zweifelsfall galt also stets: Erst die Partei, dann die Verfassung.</p>
<p>Sei es die Teilnahme an der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar 1988, als einige Oppositionelle mit Transparenten „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ auftraten. Sei es, als B&#252;rgerrechtlerInnen im Mai 1989 die Ausz&#228;hlung der Kommunalwahlen &#252;berwachten. Ihnen ging es zun&#228;chst nicht darum, die Mehrheiten von SED, CDU, LDPD &amp; Co bei Wahlen in Frage zu stellen, ihnen ging es um den Vorrang und die Einhaltung der minimalen rechtsstaatlichen Verfahren. De facto richteten sich diese Aktionen gegen die F&#252;hrungsrolle der SED.</p>
<p><strong>Keine Demokratie ohne Rechtsstaat</strong></p>
<p>Es war daher nur folgerichtig, dass die Opposition, als sie im Herbst 1989 an Kraft gewann, am 1. Dezember von der Volkskammer erzwang, die Festschreibung der F&#252;hrungsrolle der SED in Artikel 1 der Verfassung zu streichen. Dieser Schritt bedeutete eine zentrale Umkehrung: Erst die Verfassung, ihre Grundlagen und ihre Verfahren, dann die Politik durch Gruppen, Initiativen und Parteien. Die Unterf&#252;tterung dieser Umkehrung dauerte freilich einige Monate, doch legte der Runde Tisch mit seiner Verfassungsdiskussion wichtige Grundlagen. Auch wenn sein Entwurf selbst nicht mehr zum Tragen kam.</p>
<p>Diese Grundprinzipien, dass Grundrechte und ein Spielregelwerk an Verfahren vor der Macht von Gruppen, Parteien oder Einzelnen stehen, dass Macht, auch durch demokratische Wahlen und Abstimmungen legitimierte Macht, durch verfassungsrechtliche Regeln beschr&#228;nkt wird, bildeten nach den furchtbaren Erfahrungen der Weimarer Republik den Rahmen f&#252;r die neue verfassungsrechtliche Ordnung der alten Bundesrepublik, im Grundgesetz, das vor 60 Jahren verabschiedet wurde.</p>
<p>Wir d&#252;rfen nicht vergessen, dass 1949 in der alten Bundesrepublik und 1989 in der DDR nicht eine Demokratie eingef&#252;hrt und erk&#228;mpft wurde, die sich auf Wahlen und Abstimmungen beschr&#228;nkt. Voraussetzung f&#252;r das Funktionieren der Demokratie ist eine gelebte Verfassung mit der Einhaltung von Verfahrensregeln und der unmittelbaren, vor Gericht einklagbaren Geltung von Grundrechten. Das haben die M&#252;tter und V&#228;ter des Grundgesetzes genauso erkannt wie die B&#252;rgerrechtlerInnen der Wendezeit.</p>
<p>1948/49 wurde das Grundgesetz unter der Protektion der West-Alliierten geschrieben. Umst&#228;ndehalber blieb eine Ratifizierung durch die B&#252;rgerInnen selbst aber aus. Das Besondere an 1989 ist, dass der Wandel vor allem durch den Druck der Opposition und das Engagement der B&#252;rgerInnen vorangebracht wurde. Es ist gerade vor diesem Hintergrund mehr als ein Sch&#246;nheitsfehler, dass die Konservativen Anfang der 1990er Jahre eine Volksabstimmung &#252;ber das reformierte Grundgesetz als gesamtdeutsche Verfassung verhindert haben. Die Zustimmung durch den Souver&#228;n, das Volk, w&#228;re mehr als ein symbolischer Ausdruck f&#252;r die Anerkennung der Verfassung gewesen. Es h&#228;tte uns die M&#246;glichkeit gegeben, Vor- und Nachteile von Elementen der Verfassung zu diskutieren und an bestimmten Stellen Korrekturen zu erzwingen.</p>
<p><strong>Kein Rechtsstaat ohne B&#252;rgerengagement</strong></p>
<p>Es ist allerdings keineswegs so, dass mit dem einmal ratifizierten Grundgesetz der Diskurs &#252;ber die Verfassung abgeschlossen ist. Zwar gilt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts als letztes Wort &#252;ber die Verfassungsm&#228;&#223;igkeit eines Gesetzes oder politischer Praktiken, doch ist das Verfassungsgericht nur so stark wie es sein Ansehen unter den politischen Akteuren und in der Bev&#246;lkerung insgesamt ist. Auch wenn das Verfassungsgericht gegenw&#228;rtig ein Bollwerk gegen die &#220;berwachungsmanie der Gro&#223;en Koalition zu sein scheint – ohne stetige Wachsamkeit der &#214;ffentlichkeit k&#246;nnte das Verfassungsgericht auf Dauer dem Druck nicht standhalten. Oder die Karlsruher Entscheidungen w&#252;rden wom&#246;glich durch Verfassungs&#228;nderungen gekippt.</p>
<p>Es liegt sehr viel an den B&#252;rgerInnen selbst, wie Verfassung und Verfassungsgerichtsentscheidungen umgesetzt werden, wie Machtmissbrauch Einhalt geboten wird, wie daf&#252;r gesorgt wird, dass im demokratischen Alltag rechtsstaatliche Verfahren nicht nur formal, sondern auch in der Substanz gelebt werden. Das ist ein gemeinsames Erbe des Grundgesetzes und der Revolution von 1989.</p>
<p>(<span>10. Juni 2009</span>)</p>
<hr />
<p><strong>Dr. Dietrich Herrmann</strong> ist Politikwissenschaftler und seit 1998 Vorstand von Weiterdenken &#8211; Heinrich-B&#246;ll-Stiftung Sachsen. Im Herbst kandidiert er f&#252;r den Bundestag.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/rechtsstaat/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/vor-der-demokratie-steht-die-rechtsstaatlichkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rechtsstaat</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaat/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaat/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=828</guid>
		<description><![CDATA[Vor 20 Jahren war der Rechtsstaat im Osten ein weitgehend unbekanntes Wesen und doch erw&#252;nscht und erhofft. Die kaum &#252;berpr&#252;fbare Allmacht von Partei- und Staatsf&#252;hrung hatte die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zu machtlosen Untertanen degradiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/Rechtsstaat_neu-_284.jpg" rel="lightbox[828]"><img class="alignright size-medium wp-image-841" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/Rechtsstaat_neu-_284-272x300.jpg" alt="Rechtsstaat" width="152" height="168" /></a>Vor 20 Jahren war der Rechtsstaat im Osten ein weitgehend unbekanntes Wesen und doch erw&#252;nscht und erhofft. Die kaum &#252;berpr&#252;fbare Allmacht von Partei- und Staatsf&#252;hrung hatte die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zu machtlosen Untertanen degradiert. Rechtsstaatlichkeit schafft Institutionen und Verfahren, die Macht an Recht binden und Macht &#252;berpr&#252;fbar machen.</p>
<p>Trotzdem scheint der Rechtsstaat f&#252;r Ostdeutsche oft eine Entt&#228;uschung zu sein: Es kommt auch nicht immer die Gerechtigkeit heraus, wie ich sie mir vorstelle. Haben wir zu viel erwartet? Oder ist unser Blick durch wenige F&#228;lle auf das gute Funktionieren im Alltag verstellt? Haben wir auf eine objektive, immerg&#252;ltige Instanz der Gerechtigkeit gehofft? Demokratie ohne Rechtsstaat ist ohne inneren Halt, aber ein Rechtsstaat entwickelt sich auch st&#228;ndig durch das demokratische Leben der Gesellschaft und wird gestaltet.</p>
<p>Deshalb ist auch der Rechtsstaat eine best&#228;ndige Baustelle der Demokratie. Die Unabh&#228;ngigkeit der Gerichte und Richter muss immer aufs Neue gesichert werden, um Gesetze gerungen werden.</p>
<p>Aus dem Projekt “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>” der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<h3>Kommentare:</h3>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/vor-der-demokratie-steht-die-rechtsstaatlichkeit/"><strong>Vor der Demokratie steht die Rechtsstaatlichkeit</strong><br />
 von Dr. Dietrich Herrmann</a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaatlichkeit-als-verpflichtung/"><strong>Rechtsstaatlichkeit als Verpflichtung</strong><br />
 von Wolfgang Behlert</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/rechtsstaat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opposition</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition-2/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=849</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Peter Hettlich im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Peter Hettlich</strong></p>
<p>Ich zog im Herbst 1990 aus K&#246;ln nach Sachsen, wenige Wochen nach einer denkw&#252;rdigen Bundestagswahl, bei der die westdeutschen Gr&#252;nen an der 5%-H&#252;rde gescheitert waren. Sie hatten zwar mit ihrem Motto „Alle reden von Deutschland, wir reden vom Wetter“ ein wichtiges Thema – n&#228;mlich den Klimaschutz – thematisiert, daf&#252;r allerdings grandios den falschen Zeitpunkt gew&#228;hlt. Ihr Sturz in die au&#223;erparlamentarische Opposition wurde nur dadurch abgemildert, da&#223; die ostdeutsche Listenvereinigung B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen den Einzug in den Deutschen Bundestag schaffte. Und ihre 8 ParlamentarierInnen leisteten in den folgenden vier Jahren heroische Oppositionsarbeit, sie waren der Rettungsanker, ohne den 1994 der Wiedereinzug der dann gesamtdeutschen B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen und erst recht unsere Regierungsbeteiligung 1998 kaum denkbar gewesen w&#228;re.</p>
<p>„Opposition ist Mist. Lasst das die anderen machen &#8211; wir wollen regieren“ sagte Franz M&#252;ntefering am 21.03.2004 als er von Gerhard Schr&#246;der den Parteivorsitz &#252;bernahm. Ob er sich heute nach weiteren 5 qu&#228;lenden Jahren in einer Regierung nicht doch heimlich nach den Oppositionsb&#228;nken sehnt, wer wei&#223;? Ich habe in meinen sieben Jahren Bundestag drei Jahre rotgr&#252;ne Koalition und vier Jahre Opposition erlebt, und ich kann partout nicht best&#228;tigen, da&#223; die vergangenen vier Oppositionsjahre Mist waren. Ganz im Gegenteil, auch B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen waren nach sieben Jahren in Regierungsverantwortung mit einem immer weniger zuverl&#228;ssigen Partner SPD physisch und psychisch verschlissen. In den vergangenen Oppositionsjahren haben wir uns personell und vor allem inhaltlich regenerieren k&#246;nnen.</p>
<p>Aber wir sollten nicht vergessen, Oppositionsarbeit in einem Parlament ist vergleichsweise angenehm im Vergleich zu einer au&#223;erparlamentarischen Opposition, wie wir sie in Sachsen 10 Jahre oder in Th&#252;ringen 15 Jahre „erdulden“ mu&#223;ten. B&#252;ndnisgr&#252;ne Landespolitik wurde in diesen Zeiten fast ausschlie&#223;lich von ehrenamtlichen PolitikerInnen vertreten. Wir waren auf die Gnade von wohlmeinenden Journalisten angewiesen, wenn wir einen Artikel in die Zeitung bringen wollten. Und wie wollte man &#214;ffentlichkeit herstellen und seine guten Ideen und Vorschl&#228;ge den W&#228;hlerInnen vermitteln, wenn beim Schatzmeister Ebbe in der Kasse herrschte?</p>
<p>Und selbst das ist noch h&#246;chst komfortabel im Vergleich zur Opposition in der DDR, unter immerw&#228;hrendem Druck einer Obrigkeit, die keinen Kratzer am Hochglanzlack ihres deutschen Arbeiter- und Bauernstaates duldete. Was es hei&#223;t, unter solchen Umst&#228;nden Oppositionsarbeit zu leisten, das kann ich nur erahnen. Ich habe zu mindestens aus vielen Erz&#228;hlungen ein Gef&#252;hl bekommen, was es bedeutete, konspirativ arbeiten und der Stasi einen Schritt voraus sein zu m&#252;ssen, noch dazu in der Sorge, da&#223; die Kumpel oder Freunde an Deiner Seite Dich m&#246;glicherweise morgen verraten k&#246;nnten. Aber manchmal klingt aus den Erz&#228;hlungen etwas Wehmut heraus &#252;ber eine vergangene Zeit, die viele Menschen f&#252;r ihr Leben pr&#228;gte und in der Opposition noch f&#252;r Mut, Courage und den Kampf gegen eine Diktatur stand.</p>
<p>(<span>12. Oktober 2009</span>)</p>
<hr />
<p><strong>Peter Hettlich</strong>, geb. 1959 in K&#246;ln, seit 1990 wohnhaft in Sachsen, von 2002-2009 Mitglied des Bundestages f&#252;r B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen und u.a. Sprecher der AG Ost der Bundestagsfraktion.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/opposition/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opposition</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=826</guid>
		<description><![CDATA[Vor 1989 war alles Opposition: Haarschnitt und Jeans, der andere Fernsehsender und das andere Magazin, Wehrdienst ohne Waffe und Jugend ohne Weihe, der Wunsch nach Informationen und der nach echter Wahl, Kirchenkreis und Kreistanz, Neugier und Witz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/opposition284.jpg" rel="lightbox[826]"><img class="alignright size-medium wp-image-838" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/opposition284-212x300.jpg" alt="Opposition" width="148" height="210" /></a>Vor 1989 war alles Opposition: Haarschnitt und Jeans, der andere Fernsehsender und das andere Magazin, Wehrdienst ohne Waffe und Jugend ohne Weihe, der Wunsch nach Informationen und der nach echter Wahl, Kirchenkreis und Kreistanz, Neugier und Witz. Alles richtet sich gegen den normierenden Staat, der ein Menschen- und Gesellschaftsbild wissenschaftlich erarbeitet hatte und planm&#228;&#223;ig durchzusetzen versuchte. Die kleine und die gro&#223;e Opposition im Alltag und in den Demonstrationen des Herbstes 1989 brachten diesen Staat ohne Demokratie zu Fall.</p>
<p>Danach wird die Revolution&#228;rin, wird der Revolution&#228;r wieder: m&#252;de. Er hat ja die Diktatur gest&#252;rzt und seine Demokratie erreicht, muss da Opposition dann wirklich noch sein? M&#252;ssen wir nicht jetzt alle an einem Strang ziehen? Welche Wertsch&#228;tzung erh&#228;lt die Opposition in der jungen Demokratie? Wie nimmt sie selber ihre Rolle an? Wie macht sie sich selber wertvoll?</p>
<p>Aus dem Projekt “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>” der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<h3>Kommentar:</h3>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition-2/"><strong>Opposition</strong><br />
 von Peter Hettlich</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/opposition/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demokratie und Europa</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-und-europa/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-und-europa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=857</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Prof. Dr. Timm Beichelt im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Prof. Dr. Timm Beichelt</strong></p>
<p>Das Verh&#228;ltnis von Demokratie und Europa wird derzeit vor allem so diskutiert: Wurde oder wird die – im Nationalstaat organisierte – Demokratie durch die europ&#228;ische Integration ausgeh&#246;hlt? Viele Feuilletonisten, aber auch die Linkspartei und Teile der CSU behaupten das, wie nicht zuletzt die Verfassungsklagen gegen den Lissabon-Vertrag beweisen. Aber auch jenseits der verh&#228;rteten EU-Kritiker macht sich ein zunehmendes Unbehagen gegen Br&#252;ssel breit. Ablesen l&#228;sst sich dies an den Umfragen des Eurobarometer, die l&#228;ngst nicht mehr &#252;berwiegend wohlwollend gegen&#252;ber der EU ausfallen.</p>
<p>Bef&#252;rworter der Europ&#228;isierung von Politik halten der wachsenden EU-Kritik eine Reihe von Argumenten entgegen. Erstens habe das europ&#228;ische Projekt Frieden und Wohlstand nach Europa gebracht. Fr&#252;her trafen sich die Europ&#228;er auf dem Schlachtfeld, heute im Terminal von EasyJet. Zweitens folge die europ&#228;ische Integration wenigstens in Deutschland den demokratischen Pr&#228;ferenzen, denn jahrzehntelang haben die Parteien mit europafreundlichen Programmen geworben und sind (auch) daf&#252;r gew&#228;hlt worden. Drittens erfordere die Auseinandersetzung von Problemen, die nicht an den Grenzen der Nationalstaaten haltmachen, ganz prinzipiell eine transnationale Dimension von Politik. Gerade aus der Umweltpolitik lie&#223;e sich eine Reihe alter gr&#252;ner Forderungen aufz&#228;hlen, die erst auf der europ&#228;ischen Ebene zum Durchbruch kamen. Viertens sei eine europ&#228;ische Gesellschaft im Entstehen begriffen, siehe Studierende und das Erasmus-Programm. Mithin werde sich mittelfristig auch eine st&#228;rker europ&#228;isch ausgerichtete Demokratie entwickeln.</p>
<p>All diesen Argumenten ist letztlich zuzustimmen, und doch bleibt ein schaler Beigeschmack. Die wachsende Distanz zwischen B&#252;rgerInnen und Eliten kann vielleicht erkl&#228;rt werden, wenn europ&#228;ische Politik gewisserma&#223;en aus sich selbst heraus auf b&#252;rokratischen Praktiken beruht. Befriedigend ist es allerdings nicht, denn Demokratien sind nicht besonders entwicklungsf&#228;hig, wenn sich ihre Politik &#252;berwiegend auf Verwaltungsapparate st&#252;tzen muss. Die EU-Institutionen – die Kommission und das Europ&#228;ische Parlament – geben sich zwar offen und laden zur Kontaktaufnahme ein. Letztendlich bedeutet europ&#228;ische Demokratie aber heute, dass in Europa nur diejenigen mitwirken und geh&#246;rt werden kann, wer gut organisiert und am besten mehrsprachig dazu in der Lage ist.</p>
<p>Aber definiert sich Demokratie ausschlie&#223;lich &#252;ber politische Mitwirkung, z.B. in Verb&#228;nden oder Parteien? Eine andere Begriffsbestimmung l&#228;uft darauf hinaus, dass in der Demokratie politische Ergebnisse im &#220;bereinklang mit den W&#252;nschen der B&#252;rgerInnen erzielt werden. Hier ist die EU viel st&#228;rker als in Sachen Partizipation. Ohne die EU h&#228;tte es kein Verbot Energie verschwendender Gl&#252;hbirnen gegeben! Wer also bereit ist, politische Ziele z.B. in Nichtregierungsorganisationen zu verfolgen, findet in Europa Mitwirkungsm&#246;glichkeiten jenseits der Parteien. Dies bedeutet eine &#196;nderung des Charakters von Demokratie, aber nicht unbedingt einen Demokratieverlust.</p>
<p>(<span>9. Oktober 2009</span>)</p>
<hr />
<div>
<p><span lang="de"><strong>Prof. Dr. Timm Beichelt</strong> ist seit</span> 2003 Juniorprofessur f&#252;r Europa-Studien an der Europa-Universit&#228;t Viadrina Frankfurt (Oder)<br />
 Leiter des Studiengangs &#8220;Master of European Studies&#8221; an der Europa-Universit&#228;t Viadrina.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/europa/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-und-europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>E wie Europa</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/e-wie-europa/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/e-wie-europa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 15:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=858</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Berg im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von  <strong>Wolfgang Berg</strong></p>
<p>Wenn dieser Tage die irischen Wahlb&#252;rger/innen dem Lissabonner Vertrag zugestimmt haben und am Workshop der Hochschule Merseburg Studierende aus Cluj/Rum&#228;nien, Leszno/Polen und der Tschechischen Republik (Hradec Kralove und Prag)  ebenso wie aus Belgien oder Frankreich teilnehmen, wird mir wieder einmal bewusst, dass zur deutschen Demokratie auf jeden Fall das letzte „e“ geh&#246;rt:</p>
<p>Die friedliche Revolution in der DDR war durch politische Bewegungen in den Nachbarl&#228;ndern stimuliert; die Deutsche Einheit, &#252;brigens zugleich der Beitritt der DDR zur EU, kam im Einvernehmen mit den europ&#228;ischen Partnerl&#228;ndern zustande.</p>
<p>Die Erkenntnis, dass Demokratien generell friedlicher sind als autorit&#228;re Regime oder geschlossene Gesellschaften, geht ja weiter: Demokratien k&#246;nnen nicht nationalistisch sein, da viele Probleme und Interessen nicht an den Grenzen haltmachen, also auch die B&#252;rger und B&#252;rgerinnen in anderen Staaten betreffen und deren Beteiligung erfordern. Gewiss, wer wo in der EU Entscheidungen trifft ist nicht leicht nachzuvollziehen; immerhin haben die Regierungen der Mitgliedsstaaten, allesamt durch ihre Parlamentsmehrheiten legitimiert, das letzte Wort.</p>
<p>Zu einer europ&#228;ischen Demokratie geh&#246;rt aber vor allem, dass die B&#252;rger und B&#252;rgerinnen – der europ&#228;ische Demos – in Firmen und Verwaltungen, in Vereinen und Verb&#228;nden, Parteien und Kirchen, in B&#252;rgerinitiativen und Lobbys zusammenkommen. Hier sind noch viele Potentiale ungenutzt, wie ich vor ein paar Tagen merkte: Ein Kollege meinte, die sachsen-anhaltische Kooperation mit  polnischen Hochschulen sei nicht so wichtig, das geschehe in den Grenzregionen schon ausreichend. Professionelle wie b&#252;rgerschaftliche Aktivit&#228;ten sollten wir nicht delegieren.</p>
<p>Dass wir mittels  der  Europ&#228;ischen Union wirtschaftlich mit anderen L&#228;ndern engstens und vorteilhaft verbunden sind, wissen wir. Dass wir uns damit auch in komplexen Interessenslagen und kultureller Vielfalt bewegen, ist nicht immer bewusst oder akzeptiert. Eben diesen Pluralismus, diese Vielfalt k&#246;nnen wir nur mit Demokratie leben.</p>
<p>(26. Oktober 2009)</p>
<hr />
<p><strong>Prof. Dr. Wolfgang Berg</strong>, Jahrgang 1949, ist Hochschullehrer an der FH Merseburg f&#252;r Europastudien.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/europa/">zur&#252;ck</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/e-wie-europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Europa</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/europa/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/europa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=832</guid>
		<description><![CDATA[Im Alltag ist Europa l&#228;ngst ein herrlicher Ort des Genusses und der Freiheit, ein Raum des Austausches, des gemeinsamen Lernens, Liebens und Wirtschaftens. In der politischen Sph&#228;re scheint es ein anderes Europa zu geben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/europa284.jpg" rel="lightbox[832]"><img class="alignright size-medium wp-image-845" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/europa284-212x300.jpg" alt="Europa" width="148" height="210" /></a>Im Alltag ist Europa l&#228;ngst ein herrlicher Ort des Genusses und der Freiheit, ein Raum des Austausches, des gemeinsamen Lernens, Liebens und Wirtschaftens.</p>
<p>In der politischen Sph&#228;re scheint es ein anderes Europa zu geben: unerkl&#228;rlich, undurchschaubar, unbeeinflussbar. Wie ein dunkler Schatten schwebt es bedrohlich &#252;ber den Parlamenten in den L&#228;ndern und Kommunen. Wer oder was produziert dieses Bild? Wird Europa als Popanz von feigen Politikerinnen und Politikern missbraucht, die auf andere zeigen, wenn sie sich f&#252;r ihre Entscheidungen nicht verantworten wollen oder keine Entscheidungen treffen wollen?</p>
<p>Ist eine Union in dieser Gr&#246;&#223;e transparent und demokratisch zu gestalten? Haben wir ausreichend gemeinsame Interessen, um die politische Union auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs weiter zu entwickeln?</p>
<p>Der Zauber Europas entsteht durch die Kombination aus unseren F&#228;higkeiten und Eigenheiten in Europa, aus der Nutzung der vielen M&#246;glichkeiten des Austausches. Auch wenn der Lissabonvertrag offiziell keine Hymne und keine Fahne f&#252;r Europa enth&#228;lt, sind die gelben Sterne auf blauem Grund und Beethovens Ode an die Freude l&#228;ngst lebendige Symbole der Union geworden.</p>
<p>Wie entwickeln wir aus den europ&#228;ischen Programmen, Fonds und Institutionen ein lebendiges, demokratisches Europa?</p>
<p>Aus dem Projekt “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>” der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<h3>Kommentare:</h3>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-und-europa/"><strong>Demokratie und Europa</strong><br />
 von Prof. Dr. Timm Beichelt</a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/e-wie-europa/"><strong>E wie Europa</strong><br />
 von Wolfgang Berg</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meinungsfreiheit</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=825</guid>
		<description><![CDATA[Obwohl Ostdeutschland oft als skeptisch gegen&#252;ber der parlamentarischen Demokratie beschrieben wird, finden bestimmte Prinzipien der Demokratie im Osten sogar tendenziell h&#246;here Zustimmung. Meinungsfreiheit ist ein solches, hoch angesehenes Gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/meinungsfreiheit284.jpg" rel="lightbox[825]"><img class="alignright size-medium wp-image-837" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/meinungsfreiheit284-212x300.jpg" alt="Meinungsfreiheit" width="152" height="213" /></a>Obwohl Ostdeutschland oft als skeptisch gegen&#252;ber der parlamentarischen Demokratie beschrieben wird, finden bestimmte Prinzipien der Demokratie im Osten sogar tendenziell h&#246;here Zustimmung. Meinungsfreiheit ist ein solches, hoch angesehenes Gut. Der Wiedergewinn einer freien Sprache und die Wiederentdeckung f&#252;r die Verantwortung f&#252;r die eigene Meinung geh&#246;ren zu den spannendsten, anstrengendsten und rasantesten Prozessen im Verlauf der Jahre 1989 und 1990 f&#252;r die Ostdeutschen. Dazu geh&#246;rt auch die Grundforderung von freiem Zugang zu Informationen, die sich 1989 in der Forderung nach Umweltdaten, Wahlergebnissen, Freigabe von Zeitschriften, Abschaffung von Zensur bis hin zur Offenlegung der Stasi-Akten Bahn brach.</p>
<p>20 Jahre sind wir immer noch vom Ideal des wissenden und verstehenden Demokraten weit entfernt. Gibt es zu wenige oder zu viele Informationen. Sind wir informiert oder unterhalten? M&#252;ssen wir zu Allem eine Meinung haben?</p>
<p>Meinungsfreiheit ist auch ein Gut, das auch neonazistische Organisationen f&#252;r sich in Anspruch nehmen und sich gleichzeitig als Opfer intoleranter Verleumdung und einseitiger Medienmanipulation pr&#228;sentieren. Die ostdeutsche Gesellschaft findet schwer einen Weg zwischen der Verteidigung von Freiheitsrechten und aktiver Auseinandersetzung mit Antidemokraten und der Grenzziehung zu verfassungsfeindlichen &#196;u&#223;erungen.</p>
<p>Andere sehen ihre Meinungsfreiheit eingeschr&#228;nkt, wenn sie als Arbeitnehmerinnen ihrem Arbeitgeber gegen&#252;ber zu Loyalit&#228;tsbekundungen gezwungen werden.</p>
<p>Was ist uns Meinungsfreiheit wert und wo h&#246;rt sie auf? Wieviel Meinung schaffen wir?</p>
<p>Aus dem Projekt “<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>” der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<h3>Kommentar:</h3>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit-die-persoenliche-verbale/"><strong>Meinungsfreiheit, die pers&#246;nliche, verbale</strong><br />
 von Rudolf Ke&#223;ner</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/meinungsfreiheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was wir aus der Geschichte lernen k&#246;nnen</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/was-wir-aus-der-geschichte-lernen-koennen/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/was-wir-aus-der-geschichte-lernen-koennen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=847</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Elisabeth Schroedter MdEP im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Elisabeth Schroedter</strong></p>
<p>B&#252;rgerschaftliches Engagement ist ein unerl&#228;sslicher Bestandteil lebendiger Demokratie.</p>
<p>Mit den folgenden Zitaten, die aus einem historischen Text stammen, m&#246;chte ich daran erinnern, was b&#252;rgerschaftliches Engagement bewirken kann.</p>
<p>„In unserem Land ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gest&#246;rt. Belege daf&#252;r sind die weitverbreitete Verdrossenheit bis hin zum R&#252;ckzug in die private Nische oder zur massenhaften Auswanderung. (…) Die gest&#246;rte Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft st&#246;rt die sch&#246;pferischen Potenzen unserer Gesellschaft und behindert die L&#246;sung der anstehenden lokalen und globalen Aufgaben. Wir verzetteln uns in &#252;belgelaunter Passivit&#228;t und h&#228;tten doch wichtigeres zu tun f&#252;r unsere Leben, unser Land und die Menschheit. (…) Es kommt darauf an, dass in der gegenw&#228;rtigen gesellschaftlichen Entwicklung</p>
<ul>
<li>eine gr&#246;&#223;ere Anzahl von Menschen an gesellschaftlichen Reformprozess mitwirkt,</li>
<li>die vielf&#228;ltigen Einzel- und Gruppenaktivit&#228;ten zu einem Gesamthandeln zusammenfinden.</li>
</ul>
<p>Wir bilden deshalb gemeinsam eine politische Plattform (…), die es Menschen aus allen Berufen, Lebenskreisen, Parteien und Gruppen m&#246;glich macht, sich an der Diskussion und Bearbeitung lebenswichtiger Gesellschaftsprobleme in diesem Land zu beteiligen. F&#252;r eine solche &#252;bergreifende Initiative w&#228;hlen wir den Namen NEUES FORUM.“[1]</p>
<p>Dieser Aufruf hat zusammen mit anderen Initiativen wie dem Aufruf von DEMOKRATIE JETZT „Aufruf zur Einmischung in eigener Sache“ die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR eingeleitet. Es gibt f&#252;r mich kein anschaulicheres Beispiel daf&#252;r, wozu b&#252;rgerschaftliches Engagement in der Lage ist. Das System der DDR konnte sich solange halten, weil b&#252;rgerschaftliches Engagement und die kritische Auseinandersetzung mit der bestehenden Situation im Keim erstickt wurden. Im Umkehrschluss m&#246;chte ich die These aufstellen: Findet kein b&#252;rgerschaftliches Engagement mehr statt, gibt es keine den Menschen dienende gesellschaftliche Entwicklung. Dann fehlt das wichtige Korrektiv zu Verwaltungsentscheidungen bzw. zu Politik. Dann fehlt der Dialog und das Ringen um die beste L&#246;sung zum Wohle und Nutzen von allen Mitgliedern in der Gesellschaft und Verwaltungen verselbstst&#228;ndigen sich. Das l&#228;sst, wie es die DDR gezeigt hat, Demokratie sterben und gef&#228;hrdet Menschenrechte und b&#252;rgerliche Grundfreiheiten. W&#228;hrend damals Eigeninitiative unterbunden wurde, weil gesellschaftliche Ver&#228;nderung nicht gewollt war, breitet sich heute vielerorts Passivit&#228;t gegen&#252;ber den ungel&#246;sten Problemen aus, vertrauen viele nicht mehr der Bewegungskraft. Doch nur dort, wo sich B&#252;rger und B&#252;rgerinnen in eigener Sache friedlich einmischen, findet gesellschaftliche Entwicklung statt. Meckern oder der „Hinweis“ auf „die da oben“, die „werden es schon richten“, reicht eben nicht aus, um aus einer gesellschaftlichen Krisensituation herauszukommen. Unzufriedenheit muss im „Einmischen in eigener Sache“, also im b&#252;rgerschaftlichen Engagement m&#252;nden. Dann k&#246;nnen enorme Kr&#228;fte entwickelt werden. Dann k&#246;nnen Missst&#228;nde behoben werden.</p>
<p>Im R&#252;ckblick auf das, was wir in den B&#252;rgerbewegungen im Herbst 89 erreicht haben, ist es mir ein gro&#223;es Anliegen, diese Erfahrung der Ver&#228;nderungskraft des b&#252;rgerschaftlichen Engagements an die n&#228;chste Generation weiter zu geben.</p>
<p>[1] Aufbruch 89 – Neues Forum: Auszug aus dem Gr&#252;ndungsaufruf des Neuen Forum vom 10. September 1989.</p>
<hr />
<p><strong>Elisabeth Schroedter</strong> ist P&#228;dagogin, Umweltberaterin und Mutter von drei S&#246;hnen. Die 1959 geborene Dresdnerin wohnt jetzt in der N&#228;he von Potsdam im Land Brandenburg. 1989 engagierte sich Elisabeth Schroedter im Neuen Forum, eine der B&#252;rgerrechtsbewegungen der DDR. Anfang 1990 wurde sie Mitglied der Gr&#252;nen Partei in der DDR, die im Dezember 1990 mit den Gr&#252;nen (West) fusionierte. Als 1994 erstmalig Ostdeutsche ins Europ&#228;ische Parlament gew&#228;hlt wurden, geh&#246;rte Elisabeth Schroedter dazu.</p>
<p style="padding-left: 450px;"><a href="../themen/politik/2009/engagement/">zur&#252;ck</a></p>
<p style="padding-left: 60px;"> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/was-wir-aus-der-geschichte-lernen-koennen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Engagement</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=824</guid>
		<description><![CDATA[Ein demokratisches Gemeinwesen lebt nicht vorrangig in den formalen Institutionen und in den formalisierten Abl&#228;ufen. Es lebt durch seine B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, die sich engagieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/engagement2841.jpg" rel="lightbox[824]"><img class="alignright size-medium wp-image-861" src="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2009/12/engagement2841-212x300.jpg" alt="Engagement" width="148" height="210" /></a>Ein demokratisches Gemeinwesen lebt nicht vorrangig in den formalen Institutionen und in den formalisierten Abl&#228;ufen. Es lebt durch seine B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, die sich engagieren. Sie engagieren sich in den politischen Parteien und Gremien, aber Meinungen entstehen und verbreiten sich vor allem in der viel beschworenen Zivilgesellschaft. Im &#246;ffentlichen Diskurs wird die ostdeutsche Zivilgesellschaft meist als weniger entwickelt beschrieben. Stimmt das? Oder organisiert sie sich nur anders und entlang anderer Themen und Probleme?</p>
<p>Aus dem Projekt &#8220;<a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/demokratie-buchstabiert/">Demokratie buchstabiert</a>&#8221; der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen zum Jubil&#228;um der Herbstereignisse 1989.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Kommentare:</p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement-2/"><strong>Engagement</strong><br />
 von Silke Gajek</a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/was-wir-aus-der-Geschichte-lernen-koennen/"><strong>Was wir aus der Geschichte lernen k&#246;nnen</strong><br />
 von Elisabeth Schroedter</a></p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement-3/"><strong>Engagement</strong><br />
 von Claudia Dalbert</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Engagement</title>
		<link>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement-2/</link>
		<comments>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Praktikum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.boell-sachsen-anhalt.de/?p=846</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Silke Gajek im Rahmen des Projektes "Demokratie buchstabiert" der Heinrich-B&#246;ll-Stiftungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Silke Gajek</strong></p>
<p>Mit dem Jahr 1989 verbinde ich pers&#246;nlich Freiheit – Freiheit selbst zu bestimmen und Freiheit die Richtung (fast) selbst vorgeben zu k&#246;nnen. Wenn ich mein Engagement in den letzten drei Jahrzehnten reflektiere, gibt es gro&#223;e Ver&#228;nderungen, leider auch Ern&#252;chterung, aber immer noch Ideale. In DDR-Zeiten zeichnete sich mein Engagement dadurch aus, dass ich mich so wenig wie m&#246;glich f&#252;r das politische System engagierte. D.h., ich habe mir Nischen gesucht, in denen ich einiger Ma&#223;en unbeschadet (&#252;ber)leben konnte. Dann in den Vorwendemonaten kam die Chance, gesellschaftlich etwas zu ver&#228;ndern, mitzugestalten und auch teilzuhaben. Nun wandelte sich mein Engagement: Ich wurde politisch aktiv. Bei uns zu Hause traf sich eine Arbeitsgruppe des Neuen Forum, die eine Ver&#228;nderung im Bildungsbereich anstrebte (AG „Umweltbewusstes und ganzheitliches Lernen“). Unser Sohn war f&#252;nf Jahre und von daher war das Thema f&#252;r mich pers&#246;nlich hoch aktuell. F&#252;r Bildungspolitik interessierte ich mich dann noch viele Jahre und war meistens im schulischen Bereich engagiert. Aufgrund meiner ostdeutschen Erfahrungen war eine Parteizugeh&#246;rigkeit f&#252;r mich bis 1996 nicht denkbar.</p>
<p>Mit der 1996 geplanten Schlie&#223;ung des Autonomen Frauenhauses, welches ich 1990 mit aufgebaut hatte, &#228;nderte sich meine Meinung nachhaltig. Mir wurde bewusst, dass sich Frau auch parteipolitisch engagieren muss, um etwas in ihrem Sinne zu ver&#228;ndern bzw. mitzugestalten. Es ist m&#252;hsam darauf zu warten, dass M&#228;nner dies f&#252;r uns tun. Als ich f&#252;r den Erhalt des Autonomen Frauenhauses bei den Fraktionen der damaligen Stadtvertretung warb, stellte ich fest, dass in allen entscheidenden Funktionen durchweg M&#228;nner sa&#223;en. Als ich denen von der Misere und vor allem politischen Brisanz erz&#228;hlte, verstanden die nur Bahnhof. Wie bitte, sollten sich nun diese M&#228;nner f&#252;r unsere Ziele einsetzen. F&#252;r mich pers&#246;nlich sah ich nur eine Konsequenz: Ich kann Rahmenbedingungen nur ver&#228;ndern, indem ich mich einmische und mitgestalte. Bis Ende 2001 habe ich durchgehalten! Die Position der damaligen rot-gr&#252;nen Regierung zum Afghanistan-Krieg f&#252;hrte dazu, dass ich bei B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN ausstieg. Ich verabschiedete mich jedoch nicht g&#228;nzlich von der Politik. 2002 kandidierte ich f&#252;r die B&#252;ndnisgr&#252;nen als parteilose Oberb&#252;rgermeisterkandidatin. Au&#223;enstehende registrierten oftmals nicht, dass ich nicht mehr Mitglied war. Wichtig war ihnen, dass ich f&#252;r b&#252;ndnisgr&#252;ne Positionen wie Feminismus und Gewaltfreiheit stand.</p>
<p>Der R&#252;ckblick auf 20 Jahre Wende war wiederum ausschlaggebend f&#252;r mich, es nochmals mit dieser Partei zu probieren. Ende 2008 wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen k&#246;nne den Landesvorsitz von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN f&#252;r Mecklenburg-Vorpommern zu &#252;bernehmen. Tage- und n&#228;chtelang habe ich &#252;berlegt, habe das F&#252;r und Wider abgewogen und mich entschieden. Ausschlaggebend f&#252;r meinen erneuten Eintritt waren die immer noch vorhandenen Ideale von 1989, meine Praxiserfahrungen aus den Wendejahren und die Ankunft in der so genannten Sozialen Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts. Ich habe zwei Systeme erleben d&#252;rfen, die mich gepr&#228;gt und geformt haben, von deren Erfahrungen ich heute mehr denn je profitieren kann. Ferner ist der Sachverhalt nicht zu untersch&#228;tzen, dass B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN bis heute in Mecklenburg-Vorpommern nicht wirklich angekommen ist. Dies muss sich &#228;ndern! Ich kann nicht tatenlos zuschauen, wie meine Ideale und Visionen von 1989 in Mittelm&#228;&#223;igkeit, Machtstreben und Ignoranz untergehen. Mir scheint, dass es sich lohnt, anderen Menschen etwas von sich mitzugeben wie den eigenen Mut auf Ver&#228;nderung. F&#252;r mich sind das &#228;hnliche Motive, wie ich sie in der Wende hatte.</p>
<p>Die Zeit ist reif f&#252;r einen gesellschaftlichen Wandel, lasst uns erinnern und aufbrechen…</p>
<hr />
<p><strong>Silke Gajek</strong>, 1962 in Schwerin geboren, Ausbildung und Arbeit als Sekret&#228;rin, 1990 Aufbau des Autonomen Frauenhauses und bis 1992 deren Mitarbeiterin, 1993-1999 Studium an der Hochschule f&#252;r Wirtschaft und Politik in Hamburg, Schwerpunkt Feministische Politik. Von 1996 bis 2001 Sprecherin B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN KV Schwerin. Seit 2000 Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Selbsthilfekontaktstelle Schwerin. Seit 2004 Stadtvertreterin Schwerin. Seit 2008 Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfekontaktstellen MV und Landessprecherin B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN Mecklenburg-Vorpommern.</p>
<p><a href="http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement/">zur&#252;ck</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/politik/2009/engagement-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

