Artgerechte Tierhaltung: Widerspruch an sich oder ethisches Minimum? Diskussion | 27.05.

Der menschliche Umgang mit Tieren erscheint paradox. Während wir Haustiere liebevoll umsorgen, leben sogenannte Nutztiere in Ställen oder Käfigen unter miserablen Mindeststandards in industrieller Massentierhaltung und werden nach kurzer Mastdauer getötet. Immer mehr Menschen setzen jedoch nach etlichen Haltungs- und Lebensmittelskandalen auf eine gänzlich fleischlose Ernährung – oder auf den Konsum von Bio-Fleisch.

Die Haltungsbedingungen für Tiere aus ökologischer Landwirtschaft sind an höheren Standards orientiert und versprechen Fleisch von glücklichen Tieren. Doch auch ökologische Tierhaltung muss sich am Ende „rechnen“ und nicht selten landen Bio-Tiere am Ende auf industriellen Schlachthöfen. Die grüne politische Forderung „artgerecht statt massenhaft“ setzt auf ökologische Tierhaltung als Standard sowie eine generelle Überarbeitung von Tierhaltungsbestimmungen. „Artgerecht ist nur die Freiheit“ meinen dagegen prominente TierethikerInnen wie Hilal Sezgin und fordern eine radikale Umgestaltung unseres Ernährungsverhaltens.

Gemeinsam mit der Philosophin Friederike Schmitz, der Bio-Landwirtin Julia Bartal und der grünen Landtagsabgeordneten Dorothea Frederking wollen wir deshalb über die Möglichkeit(en) artgerechter Tierhaltung und die Frage von ethischem Fleischkonsum diskutieren.

Mittwoch | 27. Mai 2015 | 19:00 Uhr
Aula im Löwengebäude | Universitätsplatz | Halle (Saale)

 

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Grünen Hochschulgruppe Halle im Rahmen der Reihe „Wie wollen wir morgen leben?“.

 

Eintritt frei.ghg_logo_rgb

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