Terror ohne Ende?

Der „Islamische Staat“ und der Krieg in Syrien und im Irak – Hintergründe und aktuelle Entwicklungen

Der Nahe Osten ist wieder in aller Munde, aktuell mit Bildern von schwarzen Fahnen und Toyota-Pickups. Doch was genau ist dieser „ISIS“, und wo kommt er her? Wo und wie konnte er seine Herrschaft errichten, und was zeichnet diese aus? Welche Rolle spielen die sogenannten Jihadisten in Syrien und den Nachbarländern? Und was ist der Unterschied zwischen Jihadismus, Islamismus oder Salafismus? Diese und andere Fragen versucht der Vortrag zu beantworten, indem er das Phänomen „ISIS“ vor dem Hintergrund der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens analysiert – mit Exkursen zur Kolonialzeit, zum libanesischen Bürgerkrieg oder zum Irakkrieg. Um die Dynamik der Gewalt der letzten Jahre besser verstehbar zu machen, liegt ein Fokus zudem auf der zentralen Rolle und dem direkten und indirekten Eingreifen regionaler und internationaler Mächte. Spätestens in der Diskussion wird angesichts von Zusammenstößen zwischen ISIS-Sympathisanten und Kurden in deutschen Städten schließlich die Frage aufkommen: Inwiefern findet der Konflikt auch direkt vor der Haustür statt?

Hans Goldenbaum ist Islamwissenschaftler und Historiker. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des arabischen Nationalismus und Islamismus im 20. Jahrhundert.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Orientalischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen der Reihe “Nahost Debatten – politische Positionen und wissenschaftliche Analysen”.

Veranstaltungsort und -zeit

Dienstag, 09. Dezember 2014
19:00 Uhr

Hallischer Saal (Universitätsplatz 5)
Halle (Saale)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische, islamophobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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