Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!

Frauenwiderstand in der DDR

Anfang der 1980er Jahre gründen Frauen im Osten Deutschlands Oppositionsgruppen, die sich DDR-weit vernetzen und mit Protestaktionen die Öffentlichkeit suchen. Sie stellen sich dem SED-Regime entgegen und wehren sich gegen die zunehmende Militarisierung aller Lebensbereiche. Über Ländergrenzen und Militärblöcke, über den Eisernen Vorhang hinweg verbündet sich eine von Frauen getragene Protestbewegung gegen die atomare Rüstungsspirale. Die scheinbare Gleichberechtigung in der DDR wird hinterfragt, Willkür und Repression angeprangert. Es entwickelt sich eine Frauenbewegung, die schließlich auch Anteil an der Freiheitsrevolution von 1989 hat.

Mit der Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft „Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!“ betrachten wir den Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre genauer. Welche Ziele verfolgten die verschiedenen Frauenbewegungen? Welche Wirkung hatte ihre Arbeit? Und wie ist die Staatssicherheit mit den entstandenen Gruppierungen umgegangen?

Wir laden zur Ausstellungseröffnung mit Eröffnung durch Editha Beier (ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Magdeburg) und Fachvortrag von Birgit Neumann-Becker (Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen Sachsen-Anhalt) ein.

Eintritt frei. Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Frauenzentrum Courage c/o Volksbad Buckau. Die Ausstellung wird bis zum 20.12.2014 in den Räumen des Frauenzentrums zu sehen sein.

Veranstaltungszeit und –ort:

Donnerstag, 06. November 2014
19:00 Uhr

Frauenzentrum Courage c/o Volksbad Buckau (Karl-Schmidt-Straße 56)
Magdeburg

 

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