Sexuelle Vielfalt meets Hate Culture

Wege zu einer wertschätzenden Diskussionskultur

Vor 20 Jahren wurde in Deutschland der Paragraf 175 abgeschafft, der gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen unter Männern kriminalisierte. Schrittweise wurde seither geschlechtliche und sexuelle Vielfalt institutionell anerkannt. Der Bundestag und auch ein Großteil der Gesellschaft unterstützen diese Veränderungen, weil damit Diskriminierung abgebaut und Selbstbestimmung ermöglicht wird.

Dagegen regt sich Widerstand von Menschen, die ein traditionelles Geschlechts- und Sexualitätsverständnis bevorzugen. Neben Menschen, die ihre Fragen formulieren und kritische Positionen zu den Veränderungen beziehen, finden sich auch solche, die wüst beleidigen und verbal verletzen. Letztere diskreditieren Genderwissenschaften und bedrohen Wissenschaftlerinnen und Netz-Feministinnen. Sie sind es auch, die die Proteste in Baden-Württemberg gegen Lehrpläne – in denen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt berücksichtigt werden soll – dominieren. Und auch die französischen Proteste gegen die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule werden maßgeblich von Letzteren geprägt.

Wir diskutieren mit dem Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, der im Juli selbst Anfeindungen ausgesetzt war, über die aktuellen gesellschaftlichen Debatten. Welche Forderungen und welche widerstreitenden Positionen gibt es? Wie kann eine kritische und auch kontroverse Diskussion gelingen, ohne dass die Auseinandersetzungen verbal übergriffig werden? Wie gelingt eine wertschätzende Debatte zu Vielfalt?

Veranstaltungszeit und -ort:

Montag, 17. November
19:00 Uhr

Café im Mehrgenerationenhaus
Roßmarkt 2, Merseburg

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