Digital ist besser

Ist das emanzipatorisch-demokratische Projekt des Internets am Ende? Gerade in den Anfangszeiten des Masseninternets waren die Erwartungen an neue politische Teilhabemöglichkeiten und inklusiverer politischer Partizipation groß. Es gab einen fast naiven Glauben an das dem Netz inhärente demokratische Potential, das übergehen sollte in eine neue Kultur der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Demokratie. Diese Erwartungen sind mittlerweile einer Ernüchterung gewichen, die nicht zuletzt mit den Erkenntnissen zu tun hat, das das Internet ein nie zuvor gekanntes Maß an digitaler Überwachung ermöglicht, die an unseren Grundrechten und Freiheiten rührt.

Mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org, Sachverständiger der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“) gehen wir deshalb den Fragen nach, wie demokratische Grundrechte in der digitalen Sphäre gewahrt werden können, welche emanzipatorischen demokratischen Potentiale heute überhaupt noch im Netz liegen und wie Plattformen wie „Adhocracy“ parlamentarische Verfahren durch Bürgerbeteiligung bereichern können.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Lehrbereiches für Politische Theorie und Ideengeschichte (Institut für Japanologie und Politikwissenschaft) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen, der Evangelischen Akademie Wittenberg und der Evangelischen Akademie Thüringen statt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Projektes „Gut Vertreten? – Update für Repräsentation und Beteiligung“ des Stiftungsverbunds der Heinrich-Böll-Stiftungen statt.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 3. November 2014
19:00 Uhr

Hallischer Saal (Burse zur Tulpe, über der Mensa)
Universitätsplatz 5, Halle

 

 

Zum Referenten:

Markus Beckedahl ist seit vielen Jahren netzpolitischer Aktivist und arbeitet nebenher auch als Journalist in Berlin. Er ist der Kopf der Internetplattform ‚netzpolitik.org‚, die in diesem Jahr mit dem renommierten Grimme Online Award für ihre kontinuierliche Bearbeitung und Bekanntmachung netzpolitischer Themen ausgezeichnet wurde. Weiterhin ist Beckedahl Veranstalter der bekannten Konferenz re:publica und Gründungsmitglied sowie Sprecher des Vereins ‚Digitale Gesellschaft e.V.‚.

 

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