Auf der Suche nach der verlorenen Demokratie

Die Zeitkrise im politischen Raum

Liegt in der Orientierung auf Postwachstumsgesellschaften der Schlüssel zur Legitimität und dem Funktionieren der Demokratie im Zeitalter der beschleunigten Moderne? Oder anders gefragt: ist die repräsentative Demokratie zu langsam für die globalisierte Welt mit ihrem rasanten ökonomisch-technischen Fortschreiten? Nach der Auffassung des Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa (Friedrich-Schiller-Universität Jena) hinkt das politische System anderen gesellschaftlichen Systemen zeitlich hinterher, und diese Desynchronisation führt dazu, dass die Demokratie die an sie gerichteten gesellschaftlichen Erwartungen nur noch begrenzt erfüllen kann.

Wir diskutieren mit dem Beschleunigungsforscher über die temporalen Voraussetzungen von Politik und fragen nach den Folgen der Zeitkrise im politischen Raum. Ist die stetig zunehmende Desynchronisierung unwiderrufliches Schicksal oder kann die politische Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit zurückerobert werden? Und welche Rolle spielt die ökonomische Steigerungslogik des Kapitalismus, in diesem Zusammenhang?

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Lehrbereiches für Politische Theorie und Ideengeschichte (Institut für Japanologie und Politikwissenschaft) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Projektes „Gut Vertreten? – Update für Repräsentation und Beteiligung“ des Stiftungsverbunds der Heinrich-Böll-Stiftungen statt.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 21. Oktober 2014
19:00 Uhr

Hallischer Saal (Burse zur Tulpe, über der Mensa)
Universitätsplatz 5, Halle

 

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