Zelle Nr. 18. Eine Geschichte von Mut und Freundschaft

Buchvorstellung

Im Spätsommer 1943 warten in der Zelle 18 der Haftanstalt Berlin-Moabit die drei Polinnen Krystyna Wituska (23), Maria Kacprzyk (21) und Lena Dobrzycka (21) auf die Vollstreckung ihrer Strafe. Vom Reichskriegsgericht wegen Spionage verurteilt, droht ihnen der Abtransport in ein Straflager oder die Hinrichtung. Mit Hilfe ihrer Mutter, die zwangsverpflichtet in Moabit als Wärterin arbeitet, beginnt die 16-jährige Hedwig Grimpe einen heimlichen sehr persönlichen Briefkontakt zu den drei jungen Frauen. Simone Trieder (Journalistin) und Lars Skowronski (Historiker, Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle) haben anhand der Briefe, die Helga im »Kleeblattalbum« durch die Bombennächte rettete, und aufgrund von Gesprächen mit der überlebenden Maria Kacprzyk die Schicksale der vier Frauen rekonstruiert.

Krystyna Wituska wurde am 26. Juni 1944 im ROTEN OCHSEN hingerichtet, ihre Leiche wurde an das Institut für Anatomie der Martin-Luther-Universität übergeben und anonym auf einem Gräberfeld bestattet.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung “Justiz im Nationalsozialismus“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 25. Juni 2014
19:30 Uhr

Institut für Anatomie (Große Steinstraße 52)
Halle (Saale)


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