Reiche Böden, arme Menschen – Licht und Schatten in Lateinamerika

Lateinamerika erlebt seit vielen Jahren einen Rohstoffboom, von dem aber nur wenige profitieren. Der Aufstieg von Ländern wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, in denen die Nachfrage nach Konsumgütern steigt und exzessive Produktions- und Lebensweisen fördern diese Entwicklung. Peru zählt zu den großen Exporteuren von Kupfer, Gold und vielen anderen Metallen. Mehr als 15 Prozent des gesamten Landes wurden bereits für die Förderung von Bergbauvorhaben vergeben – dies führt zu erheblichen Konflikten mit der ansässigen Bevölkerung, die nicht wollen, dass ihr Land weggebaggert wird. Deshalb kommt es immer wieder zu Konflikten, die teils mit Gewalt ausgetragen werden. Die sozialen und ökologischen Folgen innerhalb des Landes sind noch nicht abzusehen.

Am Beispiel Peru wird Ulrich Goedeking darstellen, wie Konflikte rund um die Minenwirtschaft entstehen und dazu auch Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung aufzeigen. Ulrich Goedeking war bis 2011 Koordinator des Programms „Ziviler Friedensdienst“ (ZFD) in Peru und ist nun Berater zum ZFD bei Brot für die Welt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Friedenskreis e.V im Rahmen der Reihe: Engagiert für Frieden und Entwicklung zum Thema „Ressourcenkonflikte“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 14. Mai 2014
19:00 Uhr

Lichthaus (Dreyhauptstr. 3)
Halle (Saale)


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