Syrien: Selbsterfüllende Prophezeiungen

Schiiten, Sunniten und der Krieg in Syrien

Im Rahmen unserer Reihe „Nahost-Debatten“ beschäftigen wir uns diesmal mit dem Thema Syrien. Im Vortrag von Daniel Gerlach wird es um die differenzierte Betrachtung der ethno-religiösen Kämpfe vor Ort gehen.
Als vor drei Jahren die Gewalt in Syrien begann, versuchte das Regime, den Aufstand als das Werk Al-Qaidas darzustellen, was ihm schließlich auch gelungen ist. Bis heute stellt sich das Haus Assad als Beschützer der Minderheiten gegen radikale Dschihadisten und als Garant für den Frieden zwischen den Konfessionen dar, nutzt aber deren Angst als Instrument der Macht. Aber welche Rolle spielt das schiitisch-sunnitische Problem in dem Konflikt und verändert dieser die Region?

Daniel Gerlach ist Journalist, Historiker und Orientalist (Universitäten Hamburg und Paris IV Sorbonne), Autor zahlreicher TV-Dokumentationen über die arabisch-islamische Welt und Chefredakteur des Magazins zenith. Seine derzeitigen Schwerpunkte sind Syrien und der Irak. Gemeinsam mit dem Verfassungsrechtler Naseef Naeem leitet er unter anderem die Arbeitsgruppe zenithCouncil.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Orientalischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen der Reihe “Nahost Debatten – politische Positionen und wissenschaftliche Analysen”.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 24. April 2014
18:30 Uhr

Melanchthonianum, Hörsaal XVIII (Uniplatz) 
Halle (Saale)


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