Ressourcenkonflikte

Fataler Reichtum

Nahezu alle Gebrauchsgegenstände im Alltag basieren auf mineralischen Rohstoffen. Viele dieser natürlichen Ressourcen kommen aus Afrika, Lateinamerika und Asien. Hier werden sie oftmals nicht nur unter lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen gewonnen, sondern ihr Abbau durch große, multinationale Konzerne sorgt auch für kriegerische Auseinandersetzungen und immense Umweltschäden. Nur wenige Menschen profitieren von den vermeintlichen Vorteilen der ersehnten Entwicklung im globalen Süden. In diesem Zusammenhang wird daher oft von Fluch und Segen des Rohstoffreichtums gesprochen. Die Veranstaltungsreihe „Engagiert für Frieden und Entwicklung“ möchte in diesem Zusammenhang auf spezifische Beispiele in Lateinamerika, Afrika und Asien eingehen, um Möglichkeiten für eine gerechte Rohstoffgewinnung und zivile Konfliktbearbeitung aufzuzeigen.


Mehr über den Hintergrund der Veranstaltungsreihe findet sich unten.


Asiens Ressourcenreichtum: Ein Konfliktrisiko? 

Asien verfügt über immense Rohstoffvorkommen, gleichzeit steigt die Konsumnachfrage der wachsenden Mittelschicht. Darunter leidet insbesondere die ländliche Bevölkerung, die vielfach im Bergbau beschäftigt ist. Wir sprechen über die ökologischen und sozialen Konflikte.

Mittwoch, 23. April 2014, 19:00 Uhr, Halle (Saale)

weiterlesen…


Reiche Böden, arme Menschen – Licht und Schatten in Lateinamerika

Lateinamerika erlebt seit vielen Jahren einen Rohstoffboom, von dem aber nur wenige profitieren. Auch Peru zählt zu den großen Exporteuren. Dich die Förderung der Bergbauvorhaben führt zu erheblichen Konflikten mit der ansässigen Bevölkerung.

Mittwoch, 14. Mai 2014, 19:00 Uhr, Halle (Saale)

weiterlesen…


Ressourcenreichtum Afrikas – Rohstoffe auf Kosten der Armen

Der afrikanische Kontinent ist reich an natürlichen, nicht erneuerbaren Ressourcen. Der Abbau fossiler Energieträger  zieht häufig erhebliche soziale und ökologische Probleme nach sich, wie Korruption, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen.

Mittwoch, 28. Mai 2014, 19:00 Uhr, Halle (Saale)

weiterlesen…


Fataler Reichtum

Der Hintergrund der Veranstaltungsreihe

Viele der Menschenrechtsverletzungen weltweit entstehen durch die Ausbeutung von Rohstoffen im Öl, Gas und Minensektor. Der Wettlauf um globale Rohstoffe spiegelt sich in postkolonialen Strukturen wieder, in denen korrupte Eliten der Exportländer Gewinne abschöpfen und Unternehmen mit Sitz in Industrie- und zunehmend Schwellenländern ihren Profit maximieren wollen. Die Versprechungen multinationaler Konzerne lauten: Arbeitsplätze, Entwicklung, Wirtschaftswachstum und damit Wohlstand für die betreffenden Regionen. Nicht selten aber werden soziale, ökologische und politische Belange ausgeklammert. Die Folgen: Zwangsumsiedlungen, Zerstörung der Natur und die Entstehung sogenannter neuer Kriege, die mit militärischer Gewalt, Privatisierung und Übergriffen auf die Zivilgesellschaft einhergehen. Damit zählt der Rohstoffsektor zu einem der sozial wie ökologisch heikelsten Wirtschaftsbereichen der Welt, da es ohne ihn keine Energieversorgung, keine High-Tech-Industrie und keine Luxusgüter geben kann. Der Rohstoffbedarf für die Bevölkerung der Länder des globalen Nordens und den aufstrebenden Nationen wie China soll gesichert werden – um welchen Preis auch immer. Das bestätigt auch die Rohstoffstrategie der Europäischen Union: Handelsbegrenzungen wie Exportsteuern für Rohstoffe sollen abgeschafft und ausländische Direktinvestitionen gefördert werden. Doch die prekäre Lage in rohstoffreichen Ländern nimmt zu. Dieser Zerstörungszusammenhang gilt für die meisten Abbauprodukte, wie Gold, Diamanten, Kohle, Kupfer, Platin oder Coltan. Der Grund dafür: nahezu alle Gebrauchsgegenstände im Alltag basieren auf mineralischen Rohstoffen. Der auf Konsum ausgerichtete Lebensstil bedroht das ökologische Gleichgewicht und immer weniger Menschen profitieren von den vermeintlichen Vorteilen der ersehnten Entwicklung. Nicht nur zukünftige Generationen im globalen Norden werden die Konsequenzen der massiven Umweltbelastung spüren; in vielen Teilen der Erde sind die schädlichen Einflüsse für Land und Bevölkerung bereits heute allgegenwärtig. In diesem Zusammenhang wird daher oft von Fluch und Segen des Rohstoffreichtums gesprochen. Auch nachhaltiges Handeln, das eine zukunftsfähige Entwicklung für alle Menschen ermöglichen soll, im Sinne ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte, wird verwehrt. Eine entscheidende Rolle, um den dargelegten Entwicklungen entgegen zu steuern, spielt die Sensibilisierung der Konsumenten.

Die Veranstaltungsreihe möchte in diesem Zusammenhang auf spezifische Beispiele in Lateinamerika, Afrika und Asien eingehen und Möglichkeiten der zivilen Konfliktbearbeitung aufzeigen, um eine gerechte Rohstoffgewinnung zu etablieren. Die zentrale Fragestellung lautet dabei: Konkurrenz + Knappheit= Konflikte?

Eine gemeinsame Reihe mit dem Friedenskreis Halle e.V.





Posted in Globalisierung.