„Guten Tag, Herr Professorin!“

Geschlechtergerechtigkeit und Sprache

Deutschland im Jahre 2013: Ein Physikprofessor schlug in einer Sitzung vor, im Text der neuen Uni-Grundordnung nur noch die weibliche Schreibweise für Berufsbezeichnungen zu verwenden. Ein mehrheitlich männlich besetztes Gremium stimmte ab und nahm den Vorschlag an. Seither ist im neuen Grundordnungstext der Uni Leipzig nur noch von Professorinnen die Rede. Männliches Personal ist mitgemeint.

Doch was Frauen in der Alltagssprache tagtäglich erleben, löste im vergangenen Jahr eine Riesendebatte aus. „Guten Tag, Herr Professorin“ titelte kurz darauf der Spiegel. Auch Tageszeitungen zeigten sich empört. Die Rektorin der Uni Leipzig wurde bedroht und mit derben sexistischen Beleidigungen im Netz konfrontiert. Was war passiert?

In unserer Podiumsdiskussion wollen wir über den gesellschaftlichen und medialen Umgang mit Geschlechterthemen reden und fragen: Warum werden die Diskussionen so hitzig geführt? Lässt sich an solchen Debatten ein sozialer Wandel ablesen? Und was hat Gerechtigkeit überhaupt mit Sprache zu tun?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Luise Pusch (Sprachwissenschaftlerin und Publizistin)
Georg Teichert (Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig)
Michaela Frohberg
(Koordinierungsstelle Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt, Moderation)

Veranstaltungsort und -zeit

Donnerstag, 10. April 2014
19:00 Uhr

Tagungsraum, Universitätsbibliothek
Universitätsplatz 2, Magdeburg

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage und der Koordinierungsstelle Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt.

Außerdem eine herzliche Einladung zu unserer Aktion:

Mit der deutschlandweiten Kampagne „Wer braucht Feminismus?“ setzen wir alten Feminismus-Vorurteilen etwas entgegen. Dafür sammeln wir eure Statements und eure individuellen Argumente. Besucht uns von 15:00 bis 18:00 Uhr an unserem Aktionsstand vor der Uni-Bibliothek.


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