Hellersdorf und anderswo

Die Unwillkommenskultur in Deutschland

Die Zahl der Menschen, die vor Kriegen, ethnischer, politischer oder religiöserVerfolgung und politischen Krisen nach Deutschland flüchten, steigt derzeit an.  Im vergangenen Jahr stellten rund 110.000 Menschen einen Antrag auf Asyl.   Da Asylsuchende in Deutschland nicht frei wählen können, wo sie wohnen und viele Kommunen in den vergangenen Jahren keine geeigneten Unterbringungskonzepte entwickelt haben, müssen vielerorts nun neue Aufnahmemöglichkeiten geschaffen werden  – und hier beginnen die Probleme. Ob in gutbürgerlichen Städten im Westen oder Neubaubezirken im Osten, die ablehnenden Reaktionen der AnwohnerInnen sind ähnlich. Nicht nur in Berlin-Hellersdorf waren pogromartige Szenen zu beobachten, die an die frühen 90er Jahre erinnerten. Sogenannten „Bürgerinitiativen“ werden aktiv, um gegen die (geplante) Unterbringung der Flüchtlinge zu hetzen und knüpfen an Vorurteile und Stereotype an, die auch in der ‚Mitte‘ der Gesellschaft verankert und anschlussfähig sind.

Im Gespräch mit Antje Arndt (Vorstandsvorsitzende Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V., Mobile Opferberatung Süd) und Christoph Beyer (Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt) soll es um das Ausmaß und die Einordnung dieser Proteste gehen. Wir fragen, wer hinter den sogenannten „Bürgerinitiativen“ steckt, wie wird der Protest typischerweise organisiert wird und welche Vorurteile bedient werden.
Außerdem sprechen wir über Möglichkeiten der Prävention: wie kann solchen Bewegungen gesellschaftlich und politisch begegnet werden?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungswoche „Respekt³- Eine Woche für mehr Vielfalt“ des Bündnisses ‚Halle gegen Rechts, Bündnis für Zivilcourage‘.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 20. März 2014
19:00 Uhr

RespektAufLaden (Martinstr. 11, ehemalige Sparkasse)
Halle (Saale


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Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.




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