Kampf um Strom

Mythen, Macht und Monopole der Energiewende

Mit dem Klimawandel und zunehmender Rohstoffknappheit stehen wir vor großen klimapolitischen Herausforderungen. Während letztere von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft überwiegend anerkannt werden, tobt ein Streit um die richtigen Maßnahmen und Ideen zur Lösung dieser Herausforderungen. Noch sind alte Akteure und Strukturen stark, die den Weg hin zu erneuerbaren Energien behindern oder sogar blockieren.

Eigentlich müssten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam effiziente, gerechte und nachhaltige Strategien im Kampf gegen den Klimawandel entwickeln. In der Realität gibt es jedoch handfeste ökonomische Interessen die verhindern, dass sich Konzepte wie intelligenter Netzausbau oder die Dezentralisierung der Stromversorgung schnell durchsetzen. Claudia Kemfert beschreibt in ihrem neuen Buch, wie die ökologische Wende zum Schlachtfeld der Ideologien geworden ist. Es geht um’s Geschäft und Lobbyisten liefern sich einen Kampf um Macht und Monopole.

Nach der Lesung wollen wir mit Prof. Dr. Claudia Kemfert diskutieren, wie alte Strukturen aufgebrochen werden können. Welche Lösungsansätze gibt es und welche Argumente sprechen für eine zügige Energiewende?

Moderation: Dorothea Frederking (Sprecherin für Energiepolitik BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, MdL)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt (EEBLSA).

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Szenarien für eine ökologischen Wende“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 18. Februar 2014
18:00 Uhr

Forum Gestaltung (Brandenburger Str. 10)
Magdeburg


Über die Autorin

Prof. Dr. Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance in Berlin. Sie ist Wirtschaftsexpertin auf den Gebieten Energieforschung und Klimaschutz. Claudia Kemfert war Beraterin von EU-Präsident José Manuel Barroso und ist in den Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen sowie Bundes- und Landesministerien tätig. Sie ist eine mehrfach ausgezeichnete Spitzenforscherin und gefragte Expertin für Politik und Medien. 2011 wurde sie in den Club of Rome aufgenommen.

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