Wir müssen leider draußen bleiben

Die neue Armut in der Konsumgesellschaft

In Deutschlands Tafeln werden übrig gebliebene Lebensmittel an Menschen verteilt, die von Armut betroffen sind. Kathrin Hartmann findet an dieser scheinbar mildtätigen Geste vieles kritikwürdig, denn hier reproduziert sich eine soziale Schieflage. Die Journalistin beanstandet, dass in unserer stetig wohlhabender werdenden Gesellschaft die Zahl der Armen nicht stagniert, und dass Tafeln in Deutschland inzwischen zum festen Bestandteil gehören.

Aber da die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, nimmt Armut zu. Und mit ihr wächst auch die Angst der Privilegierten vor dem Absturz. Das Bedürfnis nach Abgrenzung von „denen da unten“ macht sich breit. Und so orientiert man sich nach oben, tritt nach unten und findet es legitim, immer neue Räume zu erschließen, aus denen die weniger Wohlhabenden verdrängt werden.

Für ihr Buch hat die Journalistin Kathrin Hartmann in der sogenannten Unterschicht recherchiert und mit Menschen gesprochen, denen die Teilhabe am sozialen Leben verwehrt ist. Im Anschluss an Ihre Lesung spricht Stephan Kosch (Magazin Zeitzeichen) mit ihr über die zunehmende gesellschaftliche Entsolidarisierung  und fragt, was unsere Konsumgesellschaft mit Armut zu tun hat und wie es gelingen kann, die soziale Spaltung zu überwinden.


Veranstaltungsort und -zeit

Mittwoch, 27. November 2013
19:00 Uhr

Georgenzentrum (Georgenstraße 15)
Dessau-Roßlau

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