Nutzen statt Besitzen

Auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur

Warum muss man eigentlich Dinge besitzen, wenn man sie nur nutzen möchte? Unter dem Schlagwort „Collaborative Consumption“ dh. gemeinschaftlicher Konsum, scheint sich ein neuer gesellschaftlicher Trend abzuzeichnen, der von der geliehenen Bohrmaschine über Teilauto bis zum gemeinschaftlich genutzten Garten reicht. Aber auch Dinge wie Kleidung, die wir traditionell besitzen wollen, werden inzwischen immer häufiger auf Kleiderparties, beim Second-Hand-Laden oder im Internet bei Kleiderkreisel, einer Tauschbörse für Anziehsachen, erworben oder eben miteinander getauscht.

Entsteht durch dieses gemeinsame Nutzen und Tauschen eine neue Form des Konsums, die die (globalen) Ressourcen schonen kann oder bleibt dieses Modell eher eine Nische für ökologisch besonders bewusste Menschen? Und hat die Tauschmentalität auch einen Einfluss auf unser soziales Miteinander? Schließlich treten wir über das Teilen und Tauschen mit anderen Menschen in Kontakt, profitieren von deren Hilfe oder geben selber Tipps. Um diese Fragen zu klären, haben die Heinrich-Böll-Stiftung und der Naturschutzbund e.V. (NABU) die Kurzstudie „Nutzen statt Besitzen – auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur“ beim Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie in Auftrag gegeben.

Mitautorin Kristin Leismann wird die Ergebnisse dieser Studie präsentieren und einen Blick auf die untersuchten Praxisbeispiele werfen. Anschließend wollen wir mit Martin Huber (Marketingleiter Kleiderkreisel) und Götz Meister (Stadtbüroleiter Halle, teilAuto) über die unterschiedlichen Aspekte und Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung von Dingen diskutieren. Moderieren wird Lisa Kossolobow (Umweltbundesamt Dessau-Roßlau).


Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Szenarien für eine ökologische Wende„.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 20. Juni 2013
19:00 Uhr

Franckesche Stiftungen (Amerikazimmer, Franckeplatz 1, Haupthaus)
Halle (Saale)

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