Handel statt Almosen

Hat Entwicklungshilfe ausgedient?

Mehr als eine Billion Dollar wurde seit den 1950er Jahren für Entwicklungshilfe ausgegeben, dennoch sind sich ExpertInnen einig: diese Form der Hilfe hat den meisten Menschen in den betroffenen Ländern nichts gebracht. Statt dessen, so eine häufige Kritik, bereicherten sich einheimische Eliten an den Geldern und sicherten damit ihre Macht. Viele gutgemeinte Hilfsprojekte verliefen zudem als weiße Elefanten aufgrund der fehlenden kulturellen, traditionellen und sozio-ökonimischen Einbettung im Sande. Dass sich Entwicklungshilfe verändern muss, sieht man auch an den Begrifflichkeiten, so wird heute statt von ‚Hilfe‘ eher von Entwicklungszusammenarbeit gesprochen und die wirtschaftliche Dimension betont, die endlich die starken Ungleichheiten mindern soll. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion möchten wir im Vorfeld des Deutschen Entwicklungstages (DET) über grundlegende Fragen diskutieren: Welche Handlungsmöglichkeiten hat Entwicklungspolitik heute? Welche Erfahrungen machen Hilfsorganisationen vor Ort und was lernen sie daraus?  Und wie können die stärker industrialisierten Länder zu nachhaltigem wirtschaftlichen Wachstum in ärmeren Ländern beitragen?

Es diskutieren:

  • Dr. Stefan Hielscher (Wirtschaftsethik, Universität Halle-Wittenberg)
  • Ute Kozcy MdB (Entwicklungspolitische Sprecherin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • David Hachfeld (Referent für Handelspolitik, Oxfam)
  • Kathrin Fochtmann (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Moderation)

Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Entwicklungstages.

Veranstaltungort und -zeit:

Donnerstag, 23. Mai 2013
19:00 Uhr

Englischer Saal (Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Haus 26)
Halle (Saale)

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