Fritz Bauer – Tod auf Raten

„Wir Emigranten hatten so unsere heiligen Irrtümer. Dass Deutschland in Trümmern liegt, hat auch sein Gutes, dachten wir. Da kommt der Schutt weg, dann bauen wir Städte der Zukunft. Hell, weit und menschenfreundlich.“

Diese Sätze Bauers beschreiben den Enthusiasmus, mit dem der Jurist das Nachkriegsdeutschland aus den Fängen der Nazidiktatur in ein demokratisches und humanes Staatswesen überführen wollte. Nicht nur die Politik, vor allem auch die Rechtswissenschaften sollte hierzu ihren Beitrag leisten. Bauer ahnte nicht, dass dieses Vorhaben zu einem Weg voller Behinderung und Feindseligleiten werden würde, der in einem viel zu frühen Tod endete. Der Film „Tod auf Raten“ erzählt von Bauers mutigem Kampf für Gerechtigkeit. Dabei entsteht nicht nur die spannende Handlung eines beeindruckenden Lebens, sondern auch das eindrucksvolle Porträt eines der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts. Mit Fritz Bauers Namen verbinden sich die Überführung Eichmanns nach Israel, die Frankfurter Auschwitz-Prozesse und die Vorbereitung der Prozesse gegen die Euthanasie-Schreibtischtäter. (cvfilmsberlin)

Anschließendes Filmgespräch mit Rebecca Plassa (Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt).

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung “Justiz im Nationalsozialismus“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 08. Mai 2013
19:30 Uhr

Mehrgenerationenhaus Merseburg (Roßmarkt 2)
Merseburg

Posted in Zeitgeschichte.