Zur Aktualität von Antisemitismus: Jud Süß

Filmvorführung und Filmgespräch

Der NS-Propagandafilm „Jud Süß“ gilt als geistiger Wegbereiter des Holocausts. Unter perfider Instrumentalisierung judenfeindlicher Stereotype erzählt er die Geschichte des jüdischen Finanzbeamten Joseph Süß Oppenheimer. Mit fast 20 Millionen Zuschauern war der im Jahr 1940 von Joseph Goebbels in Auftrag gegebene Film einer der erfolgreichsten Hetzfilme gegen Juden.

Diese antisemitischen Stereotype sind jedoch nicht Geschichte. Sie sind bis heute tief in der deutschen Gesellschaft verankert und werden schnell – wie jüngst in der Debatte um Beschneidungen von Jungen geschehen – aktiviert und aktualisiert. Wie steht es um die Judenfeindlichkeit in Deutschland heute? Welche der antisemitischen Traditionen und Argumentationsmuster setzen sich fort und welche Möglichkeiten gibt es, dagegen vorzugehen?


Dr. Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin wird eine Einführung in den Film geben. Im anschließenden Filmgespräch diskutieren wir die aktuelle Problematik von Antisemitismus in Deutschland.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der ‚Aktions- und Bildungswoche für Toleranz und Demokratie‘ des Bündnisses „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ statt.

Unkostenabgabe: 3 Euro

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 19. März 2013
19:30 Uhr

Luchs.Kino am Zoo (Seebener Straße 172)
Halle (Saale)


Dieser Film ist ein Vorbehaltsfilm, dessen Aufführung in Deutschland wegen seines starken propagandistischen Gehalts Einschränkungen unterliegt. Wir bitten daher um namentliche Anmeldung bis zum 17.03. bei der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt unter der 0345-202 39 27 bzw. per E-Mail an info@boell-sachsen-anhalt.de.

Rechteinhaberin des Films ist die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.


Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu der Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


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