Killing Fields

Die langsame Aufarbeitung des Terrorregimes der Roten Khmer in Kambodscha

Das kommunistischen Terrorregime der Roten Khmer unter dem Diktator Pol Pot brachte von 1975 bis 1979 fast zwei Millionen Kambodschaner um. In einem barbarischen gesellschaftlichen Umwälzungsversuch, in dem der einzelne Mensch nichts zählte, zwangen die Roten Khmer hunderttausende Menschen zur Feldarbeit, folterten und ermordeten sie in Gefängnissen und ließen sie verhungern. Dieser Massenmord am eigenen Volk ist juristisch bis heute nur ansatzweise aufgearbeitet. Auch die Auseinandersetzung der Gesellschaft mit den verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit kommt nur langsam in Gang. Nichtsdestotrotz ist für die nachwachsenden kambodschanischen Generationen die Erinnerung an dieses grausame Regime integraler Bestandteil der Versöhnungsarbeit, um eine friedliche Zukunft Kambodschas zu gestalten.

In unserer Veranstaltung fragen wir daher, welche Mittel und Wege der Zivile Friedensdienst bietet, um solche Prozesse in traumatisierten Gesellschaften zu unterstützen. Wie arbeiten lokale zivilgesellschaftliche Gruppen zu diesem Thema und wie wirkt ihre Arbeit in die Gesellschaft hinein? Wie kann vor dem Hintergrund der zum Teil tiefen Verstrickung der Einzelnen eine intergenerationelle Verständigung erreicht werden? Als Referentin ist Kerstin Kastenholz (Dipl.-Geographin) eingeladen, die von 2008 bis 2010 ZFD-Fachkraft für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bei Youth for Peace in Kambodscha tätig war.

Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung” ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Friedenskreis Halle e.V. und Teil des Begleitprogramms zur Fotoausstellung „Eyes on Darkness. Aufarbeitung der Vergangenheit in Kambodscha“, die vom 5. Januar 2013 bis zum 31. Januar 2013 im Elisabethkrankenhaus zu sehen ist.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 14. Januar 2013
19:00 Uhr

Elizabethkrankenhaus (Mauerstraße 5)
Halle (Saale)

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