Come together. Dresden und der 13. Februar

Vergangenheit zeigt sich in der Gegenwart, immer wieder, überall: Auch in Dresden zu den Gedenkfeiern der Bombardierung im Jahr 1945. Doch Erinnerung ist formbar. In Dresden verändert sich die geschichtsträchtige Stadtkulisse, während sich die lange Tradition des Gedenkens mit immer neuen Gesichtern zu einem vielstimmigen, konfliktträchtigen Gebilde wandelt. Alle sind da. Wem gehört die Erinnerung?

Heute findet am 13. Februar in Dresden einer der größten Neonaziaufmärsche Europas statt. Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten bestimmen das Bild des Tages. Das traditionsreiche Gedenken ist zu einem Streit auf der Straße geworden, der die ganze Stadt bewegt. Viele differierende Meinungen treffen aufeinander.

Vor der Silhouette der Stadt schafft die Dokumentation “Come together. Dresden und der 13. Februar” von Barbara Lubich einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Positionen. Durch die Stimmen der Protagonisten blickt der Film auf die Geschichte des Gedenkens seit 1945 zurück und reflektiert gleichzeitig die aktuelle Entwicklung. Der Wandel, den der Erinnerungsdiskurs in den letzten fünf Jahren erlebte, gewann auch 2012 weiter an Dynamik.

Im Filmgespräch thematisieren wir mit den Filmemacherinnen Barbara Lubich und Claudia Jerzak sowie dem Journalisten Andreas Speit (u.a. ‘Mädelsache. Frauen in der Neonazi-Szene’) wie der heutige Erinnerungsdiskurs in Dresden aussieht und wie er sich von dem anderer Städte unterscheidet.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 17.01.2013
19:00 Uhr

Universität Magdeburg (Gebäude 50/Hörsaal 3, Große Steinernetischstraße)
Magdeburg


Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu der Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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