Fritz Bauer – Tod auf Raten

Filmdokumentation

„Wir Emigranten hatten so unsere heiligen Irrtümer. Dass Deutschland in Trümmern liegt, hat auch sein Gutes, dachten wir. Da kommt der Schutt weg, dann bauen wir Städte der Zukunft. Hell, weit und menschenfreundlich.“
Diese Sätze Bauers beschreiben den Enthusiasmus, mit dem der Jurist das Nachkriegsdeutschland aus den Fängen der Nazidiktatur in ein demokratisches und humanes Staatswesen überführen wollte. Nicht nur die Politik, vor allem auch die Rechtswissenschaften sollte hierzu ihren Beitrag leisten. Bauer ahnte nicht, dass dieses Vorhaben zu einem Weg voller Behinderung und Feindseligleiten werden würde, der in einem viel zu frühen Tod endete.

Der Film „Tod auf Raten“ (100 Minuten) erzählt von Bauers mutigem Kampf für Gerechtigkeit. Dabei entsteht nicht nur die spannende Handlung eines beeindruckenden Lebens, sondern auch das eindrucksvolle Porträt eines der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts. Mit Fritz Bauers Namen verbinden sich die Überführung Eichmanns nach Israel, die Frankfurter Auschwitz-Prozesse und die Vorbereitung der Prozesse gegen die Euthanasie-Schreibtischtäter. (cvfilmsberlin)

Anschließendes Filmgespräch mit Oliver Paulsen, Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, und Michael Viebig, Gedenkstätte ROTER Ochse Halle (Saale).

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung “Justiz im Nationalsozialismus“.

Veranstaltungsort und -zeit

Mittwoch, 17. Oktober 2012
19:30 Uhr

Gedenkstätte Bernburg (Olga-Benario-Straße 16/18)
Bernburg

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