Kein Land für Frauen?

Sexuelle Gewalt im Kongo

Sexuelle Gewalt und Diskriminierung sind keineswegs rein afrikanische, sondern weltweite Probleme. Dennoch hat die Demokratische Republik Kongo den Ruf, „der schlimmste Ort für Frauen“ zu sein. In Gleichstellungsrankings steht das Land meist am Ende der Liste. Einseitige Berichterstattung und Statistiken ignorieren jedoch die internationale Relevanz der Probleme ebenso wie die komplexe Realität der kongolesischen Bevölkerung zwischen Krieg, Staatsversagen und kulturellem Wandel. Die internationale Entwicklungszusammenarbeit trägt bisher kaum dazu bei, die Ursachen sexueller Gewalt nachhaltig zu bekämpfen: es mangelt zwar nicht an Finanzierung, wohl aber an angemessenen Strategien.

Die Referentin Desiree Lwambo arbeitet als Friedensfachkraft für den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) im Ostkongo und fördert dort in Kooperation mit der kongolesischen NRO HEAL Africa den Wiederaufbau lokaler Gemeinschaften. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in die Hintergründe sexueller Gewalt, aktuelle Entwicklungen und Herangehensweisen sowie Erfolge und Rückschlage in der Arbeit mit Basisorganisationen im Kongo.

Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung” ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Friedenskreis Halle.

Veranstaltungsort und -zeit

Dienstag, 17. Juli 2012
19.30 Uhr

Goldene Rose (Rannische Str. 19)
Halle (Saale)

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