„Antiziganismus ist Alltag…“

Zur Situation von Roma

Roma sind EU-Bürger und Bürgerinnen. Dennoch sind sie von einer starken strukturellen Diskriminierung betroffen und werden oft nicht als gleichberechtigte MitbürgerInnen akzeptiert. Vorurteile und Stereotype sind weit verbreitet und werden in den Medien, in Politik und Gesellschaft nur selten kritisiert und in Frage gestellt. Die Stigmatisierung von Roma und Antiziganismus sind einige der wichtigsten Ursachen der sozialen Ausgrenzung. Rassismus und Antiziganismus sind ein Problem der ganzen Gesellschaft. Die Geschichte der Roma ist eine Geschichte der Ausgrenzung, die bis heute anhält. In mehreren europäischen Ländern wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Roma in Hassverbrechen getötet, Roma Kinder werden in segregierte Schulen geschickt. Nicht zuletzt geraten sie in den Fokus rechter Parteien, die die Verbreitung antiziganistischer Ressentiments forcieren.

Violeta Balog und Elisabeth Simon sind stellvertretende Vorsitzende der transkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und nicht-Roma „Amaro Foro e.V.“ und geben einen Einblick in die derzeitige Situation der Roma. Im Besonderen sollen die Problemlagen von Roma Zuwanderern aus Ex-Jugoslawien und den neuen EU-Ländern thematisiert werden.

Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung” ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Friedenskreises Halle.

Veranstaltungsort und -zeit:

Montag, 18. Juni 2012
19.30 Uhr

Goldene Rose (Rannische Str. 19)
Halle (Saale)

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