Kindeswohlgefährdung in pädagogischen Einrichtungen

Unter anderem durch die mediale Aufbereitung von sexualisierten Gewalt- und Missbrauchsfällen in pädagogischen Einrichtungen haben sich verschiedene Unsicherheiten ins pädagogische Handeln eingeschlichen, die einhergehen mit Misstrauen, Kontrolle und Verboten. Dabei ist nach wie vor unklar, was denn nun eigentlich als grenzüberschreitendes Verhalten bezeichnet werden kann. Der zentralen Frage, wie Kinder in der Einrichtung vor Übergriffen geschützt werden können, ohne dabei die für die pädagogische Arbeit notwendigen Arbeitsprinzipien wie Nähe und Vertrauen aufzulösen, wird in dieser Veranstaltung nachgegangen.

Im Vortrag von Frau Prof. M. Wolff werden Ursachen für grenzüberschreitendes Verhalten erfasst und

Bearbeitungsstrategien vorgestellt. Ziel ist es, einen sensiblen Blick für die Rechte und Bedürfnisse des Kindes zu entwickeln, ohne dabei die Mitarbeiter unter einen Generalverdacht zu stellen. Im Vortrag werden zudem die Mindeststandards zum Kinderschutz, die vom Runden Tisch „Sexueller Missbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen“ erarbeitet wurden, vorgestellt und diskutiert.

ReferentInnen:

  • Prof. Dr. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut)
  • N.N. (Netzwerk „Frühe Hilfen für Familien“, angefragt)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kita heute – aktuelle Entwicklungen in der Elementarpädagogik“ gemeinsam mit Pro Schule e.V.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 08. Mai 2012
18.00 Uhr

Franckesche Stiftungen (Englischer Saal, Haus 26, Franckeplatz 1)
Halle (Saale)

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