Frauen in Afghanistan

Frauenrechte sind Menschenrechte

Die afghanische Regierung und die internationale Gemeinschaft haben sich nach der Intervention zur Entmachtung des Taliban-Regimes im Jahr 2001 zur Förderung der Frauenrechte verpflichtet. Bis heute sind afghanische Frauen jedoch immer noch weitgehend vom politischen Willensbildungsprozess und öffentlichen Strukturen ausgeschlossen. Die meisten Frauen leben in Armut, haben keinen Zugang zum Gesundheitssystem, Bildung und Recht und erleben systematische Diskriminierung und Gewalt innerhalb und außerhalb ihrer Familien und Gemeinschaften. Erzwungene Eheschließungen, die Verheiratung minderjähriger Mädchen, Vergewaltigung und Zwangsprostitution sind an der Tagesordnung. Letztlich kann jedoch nur das Engagement afghanischer Frauen und Männer selbst das Frauenbild in der Gesellschaft nachhaltig verändern.

Die Referentin Raife Öksüz arbeitet als Friedensfachkraft für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und bei der All Afghan Women Union. An der Seite der afghanischen Frauenrechtlerinnen engagiert sie sich für eine größere Teilhabe von Frauen an gesellschaftspolitischen Prozessen in Afghanistan.

Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Engagiert für Frieden und Entwicklung“ ist eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit dem Friedenskreis Halle e.V. und dem Alternativen Jugendzentrum (AJZ) Dessau.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 15. Mai 2012
19.00 Uhr

Alternatives Jugendzentrum (Schlachthofstraße 25)
Dessau-Roßlau

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