Arbeiten und Leben in gesicherter Existenz (Halle)

Vor dem Hintergrund der neueren Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – der Erosion von Normalarbeitsverhältnissen, „Flexicurity“ und der Zunahme von Minijobs – stellt sich die grundlegende Frage, welche neuen Modelle zur Einkommenssicherung angemessen und notwendig sind. Diskutiert werden muss auch die Frage, ob sich Formen der Arbeit, die von vornherein nicht dem Broterwerb dienen, wie etwa Kindererziehung, die Pflege von Familienangehörigen oder ehrenamtliches Engagement aller Art, in diese Modelle integrieren lassen. Kurzum: Wie kann dafür gesorgt werden, dass Menschen ihr Leben in gesicherter Existenz führen können?

Ist die Entkopplung von Arbeit und Einkommen – beispielsweise in Form des bedingungslosen Grundeinkommens – eine Alternative? Welche Folgen hätte dann die zunehmende Abkehr von der Lohnarbeit? Bereits heute ist an den derzeitigen Entwicklungen des Arbeitsmarktes sichtbar, dass der klassische Arbeitsbegriff zu eng gefasst ist, dementsprechend müssen alternative Konzepte und Leitbilder erarbeitet werden, die die klassische Vorstellung von fordistischer Erwerbsarbeit ergänzen oder ersetzen können.

Referent:

Melanie Booth M.A., Institut für Soziologie an der Universität Jena. Sie vertritt den kurzfristig verhinderten Prof. Klaus Dörre.

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Welche Wirtschaft wollen wir?“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 23. Februar 2012
19.00 Uhr

Schaufenster (Große Ulrichstraße 51)
Halle (Saale)

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