Das ‚Berufsbeamtengesetz‘ vom 7. April 1933

… und seine Folgen für das öffentliche Leben in Halberstadt.

Mit Hilfe des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, wie das in der ersten Phase der sogenannten Machtergreifung in Kraft gesetzte Verdikt vollständig hieß, entfernten die Nazis vor allem Juden, in nicht unbeträchtlicher Zahl aber auch politische Gegner der neuen Regierung oder als unzuverlässig eingestufte Staatsdiener, aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens. Bekannt sind vor allem die Auswirkungen des Gesetzes auf die Justiz selbst, auf Anwaltskammern, Anklagebehörden und  Gerichte. „Dieses Gesetz zielte in seiner allgemeinsten Intention darauf, die gesamte Regierungsbürokratie umzugestalten, um ihre Loyalität gegenüber dem neuen Regime sicherzustellen. Seine Ausschließungsmaßnahmen, die für mehr als zwei Millionen staatlicher und städtischer Beschäftigte galten, waren gegen die politisch Unzuverlässigen, hauptsächlich Kommunisten und andere Gegner der Nationalsozialisten, und gegen Juden gerichtet.“ (Saul Friedländer).

Welche Auswirkungen das Gesetz für Halberstadt hatte, beleuchtet das ehemalige Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt, Dr. Detlef Eckert, in seinem Vortrag.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung “Justiz im Nationalsozialismus“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 25. Januar 2012
19.30 Uhr

Amtsgericht Halberstadt (Richard Wagner-Str. 52)
Halberstadt

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