Wohlstand und Wirtschaftswachstum (Halle)

Probleme und Perspektiven der Messung

Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Ist es also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im „Wohlstand“ lebt, um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft geht.

Die heute übliche „Messlatte“ dafür ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Wie fragwürdig dieser Indikator ist, zeigt sich schnell: So tragen z. B. die durch Verkehrsunfälle erzeugten Kosten (Krankenhausaufenthalte, Reparaturen) ebenso zum BIP bei wie die Arbeiten, die zum Beseitigen der Folgen von Naturkatastrophen notwendig sind.

Wie also könnte der „Wohlstand“ einer Nation anders definiert werden? Welche Indikatoren gibt es dafür und wie können diese gemessen werden?

Referent:

Dr. Norbert Reuter, Wirtschaftsexperte im Bereich Wirtschaftspolitik beim ver.di-Bundesvorstand und Privatdozent für Volkswirtschaftslehre


Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Welche Wirtschaft wollen wir?“.

Veranstaltungsort und -zeit:

Donnerstag, 17. November 2011
19.00 Uhr

Goldene Rose (Rannische Straße 19)
Halle (Saale)

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