Die islamische Demokratie

In den letzten Wochen und Monaten sind in zahlreichen vom Islam geprägten Ländern Protestbewegungen entstanden, die gegen Korruption und Willkür und für mehr Mitbestimmung und Freiheit demonstrieren. Dabei wird die Rolle der Religion nicht grundsätzlich hinterfragt – der Islam soll auch in Zukunft die politische, ethische und soziale Norm für alle sein. Vor dem Hintergrund dieses umfassenden normativen Anspruchs der Religion, der sich in alle Lebensbereiche erstreckt, gibt es im Westen Zweifel an der Vereinbarkeit von Demokratie und Islam.

Ist die Trennung von Religion und Staat nach westlichem Vorbild eine notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Demokratisierung? Gibt es einen dritten Weg – eine islamische Demokratie, die beidem gerecht werden kann? Darüber diskutieren:

  • Dr. Reza Hajatpour (Autor und Journalist, Bamberg)
  • Prof. Dr. Hans-Georg Ebert (Islamwissenschaftler, Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Winfried Kluth (Staatsrechtler, Universität Halle-Wittenberg)
  • Dr. Sara Binay (Arabistin und Interkulturelle Trainerin, Halle)
    Moderation

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe ORIENTations – Umbruch in der arabischen Welt – eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Friedenskreises Halle e.V. mit Unterstützung von Alumni Halenses. Gefördert durch den Katholischen Fonds.

Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der  Interkulturellen Woche 2011.

Veranstaltungsort und -zeit:

Dienstag, 27. September 2011
19.00 Uhr

Universitätsplatz (Melanchthonianum, Sitzungszimmer)
Halle (Saale)

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