MEER oder weniger?

Über die „Benutzung“ eines Gemeingutes –
Blaue Träume und graue Wirklichkeiten

Meere bedecken die „Erde“ zu über 70% und machen sie damit zum blauen Planeten. Aber das Meer ist auch ein schützenswertes Gemeingut, das keine Lobby hat: Die Dramen im Golf von Mexiko und vor Fukushima zeigen eindringlich, wie abhängig unser Leben vom Meer ist (auch wirtschaftlich: Der Weltmarktumsatz der maritimen Branchen wird auf ca. 1.200 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt). Die Vereinten Nationen warnen vor dem Aussterben der Fischbestände innerhalb der nächsten 40 Jahre. Die Bedeutung der Meere als Sauerstoffproduzent (ca. 70% des Sauerstoffs wird von der Meeresflora produziert), für die weltweite Ernährung (jährlich 95 Millionen Tonnen Fisch – noch), das Klima (die Weltmeere gehören neben Wäldern zu den effektivsten Kohlenstoffdioxid-Senken), ist nur wenigen bewusst. Es ist eigenartig, aber in Brüssel ist die Bedeutung der Meere viel präsenter als in Deutschland. Das Meer dient als Müllkippe für Plastik und schädliche Einleitungen durch Industrie und Landwirtschaft.Es findet bis in die Tiefe eine rücksichtslose Rohstoffausbeutung statt, die den Ressourcenhunger der Menschheit stillen soll. Daher müssen endlich wirksame, international anerkannte Schutzgebiete ausgeschrieben und kontrolliert werden.

Freitag, 19. August 2011:

  • Ab 18 Uhr Einlass
  • 18.30 – 19.30 Uhr
    Dr. Onno Groß – Tiefseebiologe und Umweltjournalist, Vorsitzender Deepwave e.V., Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee
  • 19.30 Uhr Improvisationstheater „Die Spieler“
    www.diespieler.com
  • Anschließend informeller Ausklang bei Imbiss und Getränken

Samstag, 20. August 2011:

  • 10.00 Uhr
    Eröffnung durch Prof. Dr. Martin Visbeck – IFM-Geomar, Kiel
  • 10.30 Uhr
    Impulse zu den Inhalten der Arbeitsgruppen
  • 11.00 – 13.00 Uhr
    Arbeitsgruppen (siehe Flyer)

1. Müllschlucker Meer
2. Rohstofflieferant Meer
3. Leere Meere

  • 13.00 Uhr
    Mittagspause mit Verpflegung
  • 14.00 – 16.00 Uhr
    Abschlussplenum mit

– Dr. Valerie Wilms – MdB, Sprecherin für maritime Politik der grünen Bundestagsfraktion
– Thilo Maack – Fischereiexperte, Greenpeace
– Christine Bertram – Institut für Weltwirtschaft, Kiel
– Dr. Helga Trüpel – Mitglied des Europäischen Parlaments
– Dr. Delia Schindler – Sprecherin Zukunftsrat Hamburg (Moderation)

Im Foyer finden Sie Infostände von uns und unseren KooperationspartnerInnen und Meeresschutzorganisationen sowie Filme in Dauerschleife und die Ausstellung “Fair Oceans”.

Tagungsbeitrag: € 20,- / € 12,- (inkl. Verpflegung und Improvisationstheater)

VeranstalterInnen:

www.boell-bremen.de (HBS Bremen)

www.umdenken-boell.de (HBS Hamburg

www.boell-mv.de (HBS Mecklenburg-Vorpommern)

www.slu-boell.de (HBS Niedersachsen)

www.boell-sachsen-anhalt.de (HBS Sachsen-Anhalt)

www.boell-sh.de (HBS Schleswig-Holstein)

www.boell.de (HBS Bundesstiftung)

In Kooperation mit:

Exzellenzcluster The Future Ocean, www.futureozean.org

NABU Hamburg, www.hamburg.nabu.de

Zukunftsrat Hamburg, www.zukunftsrat.de

Fair Oceans, www.fair-oceans.info

Veranstaltungsort

BallinStadt (Auswanderungshallen)

20539 Hamburg, Veddelerbogen 2


Den Flyer zur Tagung “MEER oder weniger” finden sie hier.

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