Régime adé?

Der Anfang vom Ende der Diktatur in Syrien

Nach anfänglicher Zurück-haltung begannen im März friedliche Proteste gegen das von der Familie Assad geführte Regime in der südsyrischen Stadt Deraa. Der bis dahin als moderat eingeschätzte Präsident erwies sich in der Folge als Bewahrer einer Tradition der Gewalt und ließ die Proteste mit dem Aufmarsch und Eingriff des Militärs beantworten.

Trotz dieser massiven Gewaltanwendungen verstummen seither die Proteste in ganz Syrien nicht mehr, auch wenn sich bisher keine einheitlich agierende Massenbewegung nach ägyptischem Vorbild formieren konnte. Welche Gründe hierfür zu nennen sind und wie die politische und gesellschaftliche Verfasstheit Syriens in diesem Zusammenhang zu bewerten ist, soll an diesem Abend thematisiert werden.

Zu Gast sind:

Dr. Astrid Meier (Vertretung der Professur für Islamwissenschaft an der Universität Halle-Wittenberg)
Studium von Geschichte, Arabisch, Latein in Zürich, Forschung zu Hungerkrisen und Kolonialherrschaft in Afrika, Aufenthalt in Syrien und Habilitationsprojekt zur syrischen Geschichte im 16.-18. Jahrhundert
Thema: politisches System in Syrien

Sheryn Rindermann (Arabistin, Universität Leipzig)
Spezialistin für den schiitischen Islam, Forschungsstudentin des Graduiertenkollegs „Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik“, Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungsprojekten, Aufenthalte in Syrien
Thema: Gesellschaft in Syrien

N.N.
Thema: Lage der Menschenrechte in Syrien

Dr. Sara Binay (Arabistin und Interkulturelle Trainerin, Halle)
Moderation

Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe ORIENTations – Umbruch in der arabischen Welt – eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und des Friedenskreises Halle e.V. mit Unterstützung von Alumni Halenses. Gefördert durch den Katholischen Fonds.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 13. Juli 2011
18.30 Uhr

Universitätsplatz (Löwengebäude, Hörsaal XIII)
Halle (Saale)

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