Leben nach dem Genozid

Alte und neue Konflikte in Ruanda

Steigendes Wirtschaftswachstum, Korruptionsbekämpfung und die juristische Aufarbeitung des Genozids von 1994 machen Ruanda – trotz starker Armut – zu einem der aufstrebenden Länder Afrikas. Die Bevölkerung partizipiert jedoch kaum am Fortschritt, kämpft mit den Folgen massiver Gewalt und muss unter einem restriktiven Staatssystem häufig eigene Wege finden, um mit alten „Wunden“ und neu aufbrechenden Konflikten umzugehen. Welche Möglichkeiten zur Bewältigung jahrzehntelang erlebter Gewalt haben die Menschen in Ruanda? Wer ist dabei Opfer und wer Täter? Welchen Spielraum gibt es für lokale wie internationale Akteure, diesen Prozess zu begleiten?

Die Referentin Heide Rieder widmet sich diesen Fragen und gibt einen Einblick in die Lebensrealität der Menschen vor Ort. Die klinische Psychologin war als zivile Friedenskraft des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Ruanda mit lokalen NGOs tätig. Sie hat dort u.a. mit Opfern sexueller Gewalt und in der Weiterbildung lokaler Trauma-BeraterInnen gearbeitet. Seit 2010 ist sie wieder in Ruanda aktiv.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Engagiert für Frieden und Entwicklung” der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Friedenskreis Halle e.V.

Veranstaltungsort und – zeit:

Donnerstag, 30. Juni 2011,
19.30 Uhr

Goldene Rose (Rannische Straße 19)
Halle (Saale)

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