Macht per Gesetz?

Eine Frauenquote für die Wirtschaft

Im Jahr 2001 verpflichtete sich die deutsche Wirtschaft, den Anteil von Frauen in Führungspositionen deutliche zu erhöhen. Allerdings nur mit magerem Ergebnis. Denn in den 30 DAX-Unternehmen ist der Anteil von Frauen in den Vorständen nach wie vor verschwindend gering: von sämtlichen 189 Vorstandsposten sind nur weniger als 3% mit Frauen besetzt. Ausgelöst durch den Streit innerhalb der Bundesregierung wird nun erneut eine gesetzlich verordnete Quote für die Wirtschaft diskutiert.

In anderen Ländern hat man aus dem Scheitern von Selbstverpflichtungen gelernt. So ist zum Beispiel in Norwegen jedes börsennotierte Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, 40% der Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen. In anderen europäischen Ländern haben vergleichbare Gesetzes-initiativen bereits die ersten parlamentarischen Hürden passiert.

Im Rahmen unserer Reihe Ladies Lunch wollen wir mit interessanten Gästen über die Frage streiten, ob eine gesetzliche Frauenquote für die Wirtschaft auch in Deutschland nötig ist. Wo hilft sie und welche Gefahren birgt sie? Diesen Fragen stellen sich:

  • Andrea Fischer (Bundesgesundheitsministerin a.D. und Unternehmensberaterin, Berlin)
  • Jana Kozyk (Geschäftsführerin der GWG Halle-Neustadt mbH)
  • Cornelia Lüddemann (Mitglied des Landtags für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Moderation

Der Ladies Lunch der Heinrich-Böll-Stiftung möchte auch informelle Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Nach der Diskussion steht ein kleiner Imbiss bereit.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Dornrosa e.V. nur für Frauen.

Veranstaltungsort und -zeit:

Mittwoch, 18. Mai 2011
20.00 Uhr

Ökoase (Kl. Ulrichstraße 2)
Halle (Saale)

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